Doppeltgemoppelt verwirrt mehr …

Auf Twitter äußert Jörg Müssig völlig zu Recht seinen Unmut über eine Schilderkombination aus <VZ 260 Verbot für Kraftfahrzeuge> und <VZ 240 Gemeinsamer Geh- und Radweg> und zusätzlich noch <VZ 1026-38 Land- und forstwirtschaftlicher Verkehr frei>.

(via PresseRad@Twitter)

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Zwei nach Shanghai

Der Osterhase hat interessante Lektüre versteckt.

Der Osterhase hat interessante Lektüre versteckt.

Der Osterhase hatte dieses Jahr wieder einen guten Einfall: “Zwei nach Shanghai” heißt der fesselnde Reisebericht der beiden 30jährigen Brüder Paul und Hansen Hoepner, die sich vor recht genau 2 Jahren per Rad auf den 13.600 km langen Weg von Berlin nach China aufgemacht haben. Locker und leicht geschrieben, kann man die beiden eineiigen Zwillinge bei ihren Erlebnissen auf der Tour begleiten. Jeweils im Wechsel berichten sie über die Reise aus ihrem persönlichen Blickwinkel, der nicht immer übereinstimmt. Häufig genug besteht zwischen den beiden aber eine unausgesprochene Einigkeit, wie sie sicherlich nur zwischen solchen Zwillingen entstehen kann. Sie berichten von großartiger Gastfreundschaft, aber auch von Problemen und sogar lebensgefährlichen Situationen, denen sie auf ihrer sechsmonatigen Reise ausgesetzt waren.

Gestern bin ich auf der Bahnrückfahrt vom Osterurlaub sozusagen von Berlin bis Kirgisistan gekommen, und das Buch hat mich in dieser ersten knappen Hälfte absolut gefesselt. Ich freue mich nun auf den Rest.

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Alltags-Test Lastenrad: Mit dem Riese & Müller Load S-Pedelec unterwegs auf Iserlohner Straßen [Teil 2]

Der zweite Teil des Praxis-Checks mit dem Lastenrad Riese & Müller Load – die Fortsetzung einer absolut subjektiven Reportage über fünf Tage Er-fahr-ung auf Alltagsstrecken. Mit Eindrücken aus dem Alltag statt trockener Listen technischer Details. Und dem Versuch einer zusammenfassenden Einschätzung des Load im Besonderen und letztlich auch S-Pedelecs im Allgemeinen.

Grundversorgung des Fahrers jederzeit gewährleistet. [Foto: Martin Isbruch]

Grundversorgung des Fahrers jederzeit gewährleistet. [Foto: Martin Isbruch]


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Magdeburg ohne Ampelgriffe

Der Marler Ampelgriff (Foto: Jürgen Göttsche, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

Der Marler Ampelgriff (Foto: Jürgen Göttsche, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

In mindestens 53 Städten gibt es inzwischen die ausgezeichneten Ampelgriffe. Wie Dates Magdeburg in der Ausgabe April 2014 berichtet, regte der örtliche Fahrradhändler Carsten Neugebauer vor fünf Jahren zum 25jährigen Jubiläum seines Ladens eldoRADo an, wie in anderen Städten Ampelgriffe zu montieren. Nach einjährigem Schriftverkehr lehnte die Stadt die Maßnahme aus haftungsrechtlichen Bedenken ab.


Wie sind eure Erfahrungen mit der Verwaltung bei euch, wenn es um Vorschläge wie diesen geht?

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Wie der Helm regelmäßig in die Polizei-Pressemitteilungen kommt – eine zufällig gefundene Erklärung

Freizeitbad Heveney (Foto: Frank Vincentz, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Freizeitbad Heveney (Foto: Frank Vincentz, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Der sich regelmäßig kritisch zu Medienberichten äußernde Blog radverkehrspolitik.de ist wohl nach erneut drohenden juristischen Auseinandersetzungen mit kritisierten Medien offline. Vor dem Hintergrund sehen sich die Macher_innen von PresseRad darin bestärkt, anonym zu bloggen.

Und es dient uns leider gleichzeitig als Bestätigung dafür, mit der für dieses Blog gewählten Anonymität die sicherere Vorgehensweise gewählt zu haben.

Die Jungs und/oder Mädels vom PresseRad-Blog bewegt die aus ihrer Sicht erstaunlich undifferenzierte, Fakten verzerrende und häufige Erwähnung von Fahrradhelmen in Presseartikeln und den ihnen zugrundeliegenden Pressemitteilungen der Polizei. Daher äußern sie regelmäßig ihren Unmut über den starken Fokus auf das Helmtragen bzw. Helmnichttragen, während andere, mutmaßlich wichtige Aspekte häufig keine Erwähnung finden. Auch mich irritierte vor einigen Wochen die Helm-Thematisierung in einem Bericht von derwesten.de (via PresseRadRadverkehrspolitik). Wie es die journalistische Sorgfalt erfordert, begann ich mit der Recherche, um nicht aufgrund eines einzelnen Artikels zu spekulieren und zu schimpfen. :-)

Derwesten.de berichtete, dass die Freizeitzentrum Kemnade GmbH nach einem Unfall zwischen einer Inlineskaterin und einer Fahrradfahrerin eine Helmpflicht in dem Freizeitgebiet rund um den See prüfen lassen wolle. Nach dem Unfall wird es aber auf jeden Fall Maßnahmen geben, kündigte der Geschäftsführer Wilfried Perner gegenüber derwesten.de an: „Wir werden Schilder aufstellen, auf denen stehen wird: Bitte Helm tragen.“ Da es nicht erwartbar ist dass Menschen einen Helm mitsich führen, falls sie plötzlich gebeten werden einen zu tragen, klingt das Schild mehr nach dem Versuch sich rechtlich abzusichern. Auch wenn die Schilder – hoffentlich – bedeutungslos sind, erhöhen sie den sozialen Druck, einen Helm zu tragen, und verstärken – was ich viel bedeutsamer finde – die Ansicht, Fahrradfahren sei überdurchschnittlich gefährlich und deshalb nur in Reservaten (aka Fahrradwege – natürlich von den Autofahrern finanziert) mit Schutzausrüstung möglich (und somit eine Beschäftigung für risikofreudige Zeitgenossen, die als Kampfradler sicherheitsbewusste Autofahrende und Fußgänger_innen gefährden.). Von der grundsätzlichen Problematik abgesehen, bekommt das Ganze noch eine besondere Bedeutung dadurch, dass das Gelände frei zugängliche ist und dabei auch noch ein wichtiges Naherholungsgebiet ist, durch das auch der Ruhrtalradweg führt. Vorangegangen war der Überlegung auch die Beschwerde eines einzelnen Bürgers über zu hohe Geschwindigkeiten, so derwesten.de

Der Unfall ereignete sich, so derwesten.de, an einer Stelle, an der die übliche Trennung von Fußgängern, Radfahrern und Inlinern nicht möglich ist. Schilder bitten um gegenseitige Rücksichtnahme.

Den Grund des Zusammenpralls mag [Pern]er dennoch nicht begreifen: „An der Unfallstelle ist der Weg etwa 20 Meter breit. Mir ist es ehrlich gesagt ein Rätsel, wie man dort zusammenstoßen kann.”

Auf Anfrage für adfc-blog.de erklärt Perner: “Nach unserer Kenntnis gab es in der Vergangenheit glücklicherweise kaum schwere Unfälle auf den Wegen am Kemnader See.” Im Bericht von derwesten.de wird auch erwähnt, dass beide beteiligte Frauen keinen Helm trugen. Wie der Helm den Zusammenstoß verhindern hätte können, wird leider nicht berichtet. Auch die Art der Verletzung geht nicht aus dem Bericht hervor, der vermutlich auf der Pressemitteilung der Polizei beruht. Auf Anfrage für adfc-blog.de berichtet Kristina Räß, Pressesprecherin der zuständigen Polizeidirektion Bochum:

Eine Beteiligte ist bei dem beschriebenen Unfall auf den Hinterkopf gefallen, was leichte Verletzungen nach sich zog. Dies wäre mit dem Tragen eines Helmes vermutlich vermeidbar gewesen.

Genau bei solchen vergleichsweise glimpflichen Unfällen kann ein korrekt getragener Fahrradhelm Unfallfolgen im Kopfbereich mildern – nicht mehr, aber auch nicht weniger.  Zu mehr Sicherheit im Verkehr trägt ein getragener Helm aber nicht bei*. Ob eine verunglückte Person einen Helm trug oder nicht, ist aus meiner Sicht nicht für die Sicherheit relevant. Von Bedeutung ist hingegen, ob sich der Unfall ereignet oder eben nicht ereignet. Sicherheit bedeutet die größtmögliche Abwesenheit von Gefahren als potenzielle Unglücke und sich in tatsächlichen Unglücken konkretisierten Gefahren. Die Frage der Sicherheit hängt ganz stark davon ab, ob alle verbindlichen Regeln insbesondere aus der StVO von allen eingehalten werden. (s. dazu den Post Polizei Essen: Unfallflucht des Radfahrers thematisiert, mutmaßlicher mangelnder Abstand der Autofahrerin nur indirekt erwähnt). Die Nutzungsquote von Unfallfolgenmilderungshilfen hingegen sagt nichts über die Sicherheit aus. Selbst die Frage der Oberflächenbeschaffenheit ist für die Frage der Sicherheit bedeutungsvoller, denn sie kann u. U. Stürze verursachen. Ein Helm kann dann nur noch die Folgen mildern.

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Argumente gegen flächendeckendes Tempo 30

Tempo 30 bremst nicht aus, macht die Gefahren von hohem Tempo erst sichtbar und vor allem  gibt es weniger Unfälle und die Unfallfolgen werden deutlich geringer. Die Effekte sind so eindeutig, dass selbst die Versicherungbranche dafür ist. Da wird es schwer, Argumente gegen eine weitere Ausweitung von Tempo 30 zu finden.

Dirk Schmidt, Betreiber des Blogs Schmidts Katze,  findet Tempo 30 nicht grundsätzlich schlecht, schreibt er in seinem Post Flächendeckend Tempo 30 im Ruhrgebiet? Ohne mich!

Tempo 30-Zonen finde ich gut. In reinen Wohnstraßen ist das angebracht.

Gegen eine Ausweitung spricht dann aus seiner Sicht aber:

Allerdings muss ich auch ins Wohnviertel kommen und manchmal sogar hindurch.

Tempo 30 führt zu einer gleichmäßigeren Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer und die Reisezeit steigt dabei nicht so stark an, wie viele annehmen, wie auch ein Video zeigt, dass ich kürzlich hier vorstellte.

Viel zu viele Anwohner werden in ihrer eigenen Tempo 30-Zone geblitzt. Das spricht dafür, sie nicht mit noch größeren Verbotszonen zu drangsalieren, wenn es nicht nötig ist. Was soll also eine Tempo 30-Zone in einem Gewerbegebiet? Sie dient allenfalls der ideologischen Bekämpfung des Autoverkehrs. […]

Weitere Forderungen sind außerorts 80 km/h und auf den Autobahnen 100 km/h. […] Wir werden das Auto weiterhin brauchen, auch wenn die Grünen das anders sehen. Gut das sie in Berlin keine Mehrheit für eine derartige Verbotspolitik finden.

Naja, auch die Grünen fahren Auto, wie z. B. Joschka Fischer. Es soll halt nur grün rüberkommen.

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Aktionstag Radfahren in Dortmund – aber sicher

Kinder zeigen den Flyer, im Hintergrunfd Erwachsene

Kampagnenstart von “Radfahren in Dortmund – aber sicher!” mit Verteilung von “Warum parkst du auf meinen Wegen”-Flyern (Foto: Stadt Dortmund)

Am 28. März war der <Aktionstag der Kampagne Radfahren in Dortmund – aber sicher> als Auftakt für diesjährige Programm.

Unter dem Motto: “Radfahren in Dortmund, aber sicher!” veranstalten die Initiatoren am 28.03.2014 einen Aktionstag rund um das Thema Fahrrad und setzen damit einen weiteren Meilenstein [sic!] in ihrem Kooperationsprojekt.

Pünktlich zum Beginn der Fahrradsaison laden die Veranstalter gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern  in die Berswordthalle ein. Ab 10.00 Uhr haben alle interessierten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich über Sicherheit im Straßenverkehr zu informieren, Wissenswertes über lichtreflektierende Fahrradbekleidung zu erfahren und auszuprobieren, wie ein Helm wirklich richtig sitzt. Bei den abwechslungsreichen und interessanten Angeboten der Ausstellenden ist sicherlich für Jeden etwas dabei.

Insbesondere scheint für die Stadt Dortmund Radfahren nicht etwas zu sein, dass man aus Freude daran macht oder weil es cool ist, sondern aus Vernuftsgründen:

Regelmäßiges Radfahren stärkt Herz und Lunge, kräftigt die Muskulatur und hebt nebenbei ganz automatisch die Stimmung. Neben den zahlreichen positiven Einflussfaktoren auf unsere Gesundheit und unser seelisches Wohlbefinden, schont es auch unser Portemonnaie. Wer täglich Rad fährt, leistet nebenbei auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und schont die Umwelt.

So motiviert man wohl kaum jemanden zum Radfahren. Egal wie groß die Kampagne angelegt ist.

Bereits in den vergangenen Monaten hat das Ordnungsamt der Stadt Dortmund in Kooperation mit der Dortmunder Polizei ein gemeinsames Projekt ins Leben gerufen. Das Projekt wirbt für das Fahrradfahren und setzt sich neben dem Ziel, eine breite Akzeptanz des Radverkehrs in Dortmund nachhaltig zu sichern, dafür ein, durch verschiedene Aktionen die Unfallzahlen mit Beteiligung von Radfahrerinnen und Radfahrern zu senken. In den vergangenen Monaten wurden bereits die ersten Module der Kampagne, unter Anderem im Rahmen verschiedener Veranstaltungen in Dortmunder Schulen zum Thema Fahrradsicherheit, Sichtbarkeit im Straßenverkehr oder die Kampagne Radwegebenutzung umgesetzt.

Ich hätte den bisherigen Verlauf von <Radfahren in Dortmund, aber sicher> nicht so bombastisch und erfolgreich beschrieben. Wie man mit der Betonung des Sicherheitsaspektes für das Radfahren werben will, bleibt mir schleierhaft. Wie die Kampagne etwas für die Akzeptanz des Radverkehrs tut, ist nicht erkennbar. Warum man bei der Unfallverhütung einseitig die Radfahrenden anspricht ist unverständlich. Das man einzelne Kleinstveranstaltungen als Module verkauft ist peinlich. Und unter “Kampagne Radwegebenutzung” kann ich mit nur ein geheimes Arbeitsprogramm des Tiefbauamtes vorstellen, sich möglichst lange der gültigen Rechtslage zu widersetzen und möglichst viele Radwege benutzungspflichtig zu lassen. Fraglich bleibt auch, warum man die Kampagne nicht mit den einschlägigen und neuen Vereinen und Initiativen auf Augenhöhe veranstalten will.

Nach dieser Auftaktveranstaltung für dieses Jahr ist übrings bisher nichts weiteres passiert; weder wurden die interessierten Verbände und Firmen über weitere Schritte informiert noch gab es ausweislich der entsprechenden Seite der Stadt Dortmund weitere Veranstaltungen und Aktionen. Da die Veranstaltung zu einer Zeit stattfand, wo sehr viele Leute auf der Arbeit, an der Uni, … sind, konnte ich selber auch nicht hingehen, aber die Berichte von Beteiligten zeichnen ein negatives Bild: Kaum Besucher. Das hatten engagierte Radfahrer schon vorher so prophezeit. Dabei hat es die Stadt nicht mal hinbekommen, eine korrekte Teilnehmerliste zu veröffentlichen. So wurde z. B. VeloCityRuhr als Teilnehmer aufgeführt, obwohl die Initiative die Teilnahme abgesagt hatten. Im Vorfeld hatte VeloCityRuhr mit anderen Initiativen in einem offenen Schreiben u. a. gefordert, dass die Zeiten in den Abend erweitert werden oder nach hinten verschoben werden bzw. alternativ auf einen Samstag verschoben würden. In dem Schreiben wurde von den Verbänden u. a. angeboten:

 - Beteiligung mit einem mit Fahrrad-Generatoren angetriebenen Fahrradkino und Kooperation mit 5–10-minütigen preisgekrönten Kurzfilmen aus dem Portfolio des jährlichen International Cycling Festival in Herne (www.cyclingfilms.de)
- Nutzung unserer „Werbemaschinen“ – Kontaktlisten, Social Media usw. auf verschiedensten Kanälen -> zeitgemäßes Multichannel-Marketing mit einem GARANTIERT fahrradinteressierten Empfängerkreis

Den Tag mit Filmen aufzulockern und somit auch den Spaß am Radfahren zu vermitteln neben den nötigen Sicherheits- und Technikinformationen ist sicherlich ein attraktives Angebot. Die Stadt ging darauf aber nicht ein. Auch andere Gebote waren nicht möglich. Da selbst Unkostenbeiträge für eine Fahrradcodierung schon ein nicht erwünschter Verkauf gewesen wären, fiel auch dieses Angebot weg.

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Wenn Journalisten schreiben ohne mitzudenken

Nach dem Artikel Bei Radlern geht der Trend zum Helm der Badischen Zeitung kann ein einfacher Fahrradhelm ware Wunder bewirken.

Für Polizei und Mediziner geht es nicht schnell genug: Sie wollen möglichst alle Unfälle, bei denen Radler ums Leben kommen oder schwere Schädel-Hirn-Verletzungen erleiden, mit Hilfe des Helms verhindern.

Wer will etwas tun?

Polizei und Mediziner

Was wollen Polizei und Mediziner?

wollen [...] verhindern

Was wollen Sie verhindern?

möglichst alle Unfälle, bei denen Radler ums Leben kommen oder schwere Schädel-Hirn-Verletzungen erleiden

Es sollen also Unfälle verhindert werden. Also: die sollen gar nicht passieren. Und wie wollen sie es verhindern?

mit Hilfe des Helms

Da ein handelsüblicher Fahrradhelm ganz sicher nicht in der Lage ist alle tödlichen oder schweren Unfälle zu verhindern (Wenn die Verletzungen z. B. gar nicht im Kopfbereich sind, macht es gar keinen Unterschied, ob ein Fahrradhelm getragen wird oder nicht), muss es sich bei “Der Helm” um ein ganz neues Wunderding handeln, dass auf eine sich mir noch nicht erschließenden Art und Weise verhindert, dass z. B. Autofahrende Radfahrende übersehen und dann an- oder überfahren. Aber wenn dieser geheimnisumwobene Helm erstmal alle Unfälle verhindert, braucht es dann zum Glück keine Fahrradhelme mehr.

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Blogrundschau 16: radverkehrspolitik.de überraschend offline

Der Blog radverkehrspolitik.de – vor wenigen Wochen erst um ein Forum ergänzt – ist überraschend auf unbestimmte Zeit offline. :-( Auf diesen Blog hatte ich mehrfach verwiesen und er ist auch ein Teil des Blogrolls von adfc-blog.de

Screenshot 17. 04. 2014 16:50

Screenshot 17. 04. 2014 16:50

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Poller und Radfahrende Teil 3: Der nächste Versuch, einen dokumentierten Sturz eines Radfahrers aufgrund eines ausfahrenden Pollers zu finden

Anfang Januar hatte ich davon berichtet, dass in der dortmunder Verwaltung ausfahrende Poller als gefährlich für Radfahrer gelten und man deswegen stundenlang nicht legal durchfahren kann. Im Februar hatte ich dann berichtet, dass man in Leipzig dies anders sieht und rund um die Innenstadt mehrere Anlagen hat. Auf eine Anfrage für adfc-blog.de schrieb die Polizei in Leipzig:

Die Polizeidirektion Leipzig hat nach den durchgeführten Recherchen keine Unfallvorgang mit einem derart kuriosen Sachverhalt polizeilich aufgenommen und registriert.

Auch in Magdeburg gibt es Poller und zwar auf der Sternbrücke, die die City mit einem zentralen Erholungsgebiet verbindet. Die Dortmunder Stelle liegt hingegen in einer ruhigen Seitenstraße, die nur für ein Quartier die direkte Verbindung in die City darstellt. Die Brücke in Magdeburg ist stark von Radfahrenden frequentiert, erklärt Michal Reif, Pressersprecher der Stadt, auf Anfrage für adfc-blog hin. Zahlen der Radfahrenden liegen der Stadt nicht vor, ebenso nicht Zahlen, wie häufig der Poller ein- und ausführt.

(Foto. Norbert Paul)

(Foto. Norbert Paul)

Man hat im Magdeburg nur links ein Schild angebracht <ACHTUNG Automatische Polleranlage> und auf eine Ampel – die es in Dortmund gibt – verzichtet, obwohl die Poller dort meinen Beobachtungen nach viel häufiger ein und ausfahren.

Auf Anfrage für den ADFC-Blog hin, wurde die Situation von der Polizei Magdeburg innerhalb von zwei Tage ausgewertet.

Diese [Auswertung] ergab, dass in der Zeit von 01.01.2009 bis 31.12. 2013  sich keine Unfälle mit Radfahrer an der durch die Stadt betriebene Polleranlage ereignet hatten und derzeit auch nicht bekannt sind. Eine Anfrage an die Stadt wurde ebenfalls negativ beschieden.

Eine Gefahr für die Radfahrer besteht, nach einem Ortstermin, dort nicht, da die Abstände zwischen den stationären und versenkbaren Pollern so groß sind, um gefahrlos bei einem auftauchenden Poller zu reagieren.

Auch die Stadt, so Reif, hat noch nie von einem Unfall mit Radfahrenden im Zusammenhang mit den Pollern gehört. Es gibt nur vereinzelt Unfälle von meist alkoholisierten Autofahrern.

Den magdeburger Abstand von 1,50 Metern haben die Poller in Dortmund nicht (ca. 0,9 Meter von Außenkante Poller zum Bordstein, zwischen den Pollern ca. 1 Meter) , sind aber immer noch weit genug voneinander entfernt, um hindurchfahren zu können.

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