Und sie bewegt sich doch – Kölner Werbeträger Teil III

Die Fraktionen der CDU und der Grünen im Kölner Rat hatten auf Anregung des ADFC Köln bei der Verwaltung nachgefragt, wie man zu unserer Liste der problematischen Werbesäulen steht. Wurde bislang immer darauf verwiesen, dass man alle Standorte geprüft habe und für unbedenklich halte, musste die Stadtverwaltung nun auf Weisung der Politik die einzelnen von uns beispielhaft genannten Säulenstandorte überprüfen.

Ein Drittel der verkehrsgefährdenden Werbeträger müssen versetzt werden!

Das Ergebnis der Überprüfung erstaunt uns nicht. Bei immerhin einem Drittel der vom ADFC Köln als verkehrsgefährdend eingestuften Werbeträger, musste die Stadtverwaltung nun zugeben, dass die Standorte so nicht haltbar sind. Diese werden nun abgebaut oder versetzt. Einzelne Werbeträger wurden laut Verwaltung sogar bereits abgebaut.

Ein Drittel der vom ADFC als verkehrsgefährdend eingestuften Werbeträger werden von der Verwaltung anerkannt.

Ein Drittel der vom ADFC als verkehrsgefährdend eingestuften Werbeträger werden von der Verwaltung anerkannt.

Die weiteren von uns als verkehrsgefährden eingestuften Werbesäulen und -tafeln sind aus unserer Sicht weiterhin problematisch. Und darüber hinaus scheint sich die Verwaltung mit den anderen von uns gemeldeten Werbeträgern nicht beschäftigt zu haben.

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Radschnellwege und Pedelecs statt E-Auto-Prämie!

Steuergelder könnten statt für E-Autos besser für Pedelecs und Radschnellwege ausgegeben werden. Foto: www.pd-f.de / Frank-Stefan Kimmel

Steuergelder könnten statt für E-Autos besser für Pedelecs und Radschnellwege ausgegeben werden.
Foto: www.pd-f.de / Frank-Stefan Kimmel

Die heutige Entscheidung der Bundesregierung, Elektroautos mit bis zu 4000 EUR zu fördern, ist wenig innovativ. Dafür stellt der Bund 600 Mio EUR aus Steuermitteln zur Verfügung; die Autoindustrie soll ebensoviel aufbringen. Zwar hatte die Regierung vor einigen Jahren die Devise ausgegeben, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen haben zu wollen, so muss sie mit der Subventionsentscheidung von heute wohl zugeben, dass sich die Ladenhüter nicht so recht durchsetzen wollen. Sie lösen auch keine Verkehrsprobleme, denn es wird ein Auto mit Verbrennungsmotor durch ein solches mit Elektromotor ersetzt. Die Schadstoffe werden dann halt in Großkraftwerken ausgestoßen.

Schaut man sich hingegen die Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg RS1 durch das Ruhrgebiet an, so ergibt sich ein Potential von 52.000 weniger Autofahrten mit geschätzten 400.000 km, die täglich durch das Fahrrad ersetzt werden können. Der Umwelt werden damit über 16.000 t CO2 jährlich erspart. Die Kosten für den 101 km langen RS1 werden auf knapp 200 Mio EUR geschätzt. Trotz der überschaubaren Kosten und einem Nutzen-Kosten-Faktor von 4,80 hat es der RS1 nicht in den Bundesverkehrswegeplan geschafft. Nach den Baukosten blieben von den 600 Mio EUR sogar noch 400 Mio EUR Steuermittel übrig, um für die Pendler Pedelecs zu bezuschussen. Aufgrund der längeren Entfernungen, die auf dem Radschnellweg zurückgelegt würden, wären Pedelecs sicherlich für viele Radler eine gute Alternative.

Ohne groß zu rechnen, könnte man mit 400 EUR Zuschuss beim Kauf eines Pedelecs ganz schnell die gewünschte Million an elektrisch betriebenen Fahrzeugen erreichen. Bereits jetzt gehen auch ohne Subventionen jedes Jahr rund eine halbe Million Pedelecs über den Ladentisch. Das zeigt, dass Pedelecs im Gegensatz zu E-Autos ein Erfolgsmodell sind. Aber es sind aber halt “nur” Pedelecs und keine prestigeträchtigen E-Autos. Warum in der Politik unter E-Mobilität stets E-Autos verstanden werden, bleibt weiterhin ein gut gehütetes Geheimnis.

Wer die Petition zur Aufnahme des RS1 in den Bundesverkehrswegeplan unterzeichnen möchte, hat dazu unter adfc.nrw/rs1 Gelegenheit. 6 Tage Zeit bleiben noch. Helft durch Eure Stimme mit, eine Zukunft mit Fahrrad zu gestalten!

 

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Kleine Erfolge

Was man alles mit ein paar Mails erreichen kann …

Ab und zu fahre ich auch durch die Nachbarstadt Holzwickede. Dort wurde vor einiger Zeit die Gehwegbenutzungspflicht auf der Nord- und Hauptstraße aufgehoben und Gehwege mit “Radverkehr frei” ausgeschildert. – Bis auf zwei Streckenabschnitte.

Abschnitt 1: Hauptstraße zwischen Sölder Straße und Reuterstraße. In Fahrtrichtung Süden wird der Radverkehr von der Fahrbahn befehligt und muss sich den vorhandenen, ca. 650m langen Gehweg mit (zugegeben oft wenigen) Fußgängern teilen. Eigentlich eine schöne Passage, die durch Buschwerk baulich von der Fahrbahn getrennt ist. Jedoch verstößt dieses Benutzungspflicht gegen die Vorgaben, dass R2016-04-22 21.19.49adwege stetig und intuitiv zu befahren sein sollten. Außerdem wurde der Asphalt von den angrenzenden, flachwurzelnden Bäumen aufgebrochen, womit sich in einiger Zeit die Urologen über mehr Hämorrhoiden-Patienten erfreuen können. Nach diesem Abschnitt wird das Fahrbahnverbot wieder aufgehoben und man darf wieder auf der Fahrbahn fahren.

 

 

 

Abschnitt 2: Hauptstraße weiter in südliche Richtung. In Höhe Massener Straße wird der Radverkehr im Kreuzungsbereich auf den links2016-04-19 23.03.34seitigen Gehweg gezwungen, um ihn nach 460m wieder verlassen zu müssen und die teils stark befahrene Straße abermals ohne jegliche Radverkehrsführung zu queren.

 

 

 

 

Nun habe ich mich mal an die Stadt Holzwickede gewandt, welche mich an den zuständigen Mitarbeiter beim Kreis Unna verwies. Dabei erläuterte ich die Situationen und es stellte sich heraus, dass bereits im Jahre 2011 eine Anordnung zur Umschilderung des Abschnitts 2 besteht, vom Baulastträger aber nicht ausgeführt wurde. Im Falle des Abschnitts 1 wurde mir mitgeteilt, dass auf meine Eingaben hin jetzt eine straßenverkehrsrechtliche Anordnung zur Umschilderung erteilt wurde. Und somit werden wieder rund 1000 Meter Gehweg ohne Radwegbenutzungspflicht.

Um eines klar zu stellen: dieser Beitrag soll kein “phishing for compliments” sein. Vielmehr möchte ich verdeutlichen, wie wichtig die Kommunikation auch des einzelnen Bürgers mit den Ämtern der Städte und Kreise ist. Nur wer spricht, kann geholfen werden. Probiert es mal aus!

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Mönchengladbach geht stärker gegen Falschparker auf Geh- und Radwegen vor

Wer kennt das nicht?
Man fährt mit dem Rad und wird durch auf Radwegen parkende Autos ausgebremst.

Egal, ob baulich angelegter Radweg oder auf einem auf der Straße angebrachten Schutzstreifen / Radfahrstreifen, laufend stößt man auf Hindernisse. So macht Radfahren keinen Spaß und es ist sogar gefährlich. Neulich habe ich mich mal wieder über einen Radwegparker aufgeregt. Stand der doch mitten auf dem gemeinsamen Rad- und Gehweg auf der Aachener Straße. Nicht nur, das ich wegen ihm auf die Straße ausweichen musste und mich somit der Gefahr aussetzen musste, von einem von hintern heranfahrenden Autos erfaßt zu werden, nein, genau in dem Moment in dem ich an dem Falschparker vorbei ziehen wollte, reist der Idiot auch noch die Türe auf. Einer Kollision konnte ich gerade noch vermeiden. Diese Situation soll nur mal erläutern, welche Gefahren durch Falschparker entstehen können. Es hätte auch ein Schulkind sein können …

Viele Autofahrer empfinden beim Parken auf Rad- und Gehwegen überhaupt kein Unrecht, da es in unserer Stadt ja geduldet wird. Und ausserdem machen es ja alle so. Gründe hierfür sind häufig Bequemlichkeit, Gedankenlosigkeit oder Rücksichtslosigkeit. Das muss sich ändern!

Die Stadt hat das Problem erkannt und wird zukünftig über das Jahr verteilte Schwerpunktkontrollen durchführen. Der Mobilitätsbeauftrage Carsten Knoch wird diese auswerten und sich vorbehalten, weitere Maßnahmen abzuleiten. Außerdem wird er Gespräche mit dem ADFC führen, wie die Aktionen begleitet werden können.

Wie kommt es, das die “autofreundliche Stadt” Mönchengladbach auf einmal ein Herz für Radfahrer hat?

Vorausgegangen waren dieser Entscheidung Gespräche zwischen dem ADFC und dem Ordnungsamt, der Polizei und dem Mobiltätsbeauftragten. Aber auch ein Artikel der Rheinischen Post über die Falschparker App “Wegegeld” gab den Anlass, endlich etwas gegen rücksichtslose Autofahrer zu unternehmen. Wir haben diesen Artikel zum Anlass genommen und die Mönchengladbacher Fahrradfahrer gefragt, ob sie die Kontrollen der Mönchengladbacher Polizei / des Ordnungsamtes für ausreichend halten. Erschreckende 86% sind der Meinung, das die Stadt zu wenig gegen Radwegparker unternimmt.

Das Umfrageergebnis finden hier:
Scheiße geparkt
Es freut uns, das die Stadt dieses Problem nun endlich angeht. Denn wenn man es wirklich ernst meint und den Radverkehrsanteil in Mönchengladbach steigern will, muss man für die Sicherheit und einen flüssigen Verkehr der Radfahrer sorgen. Wir sind gespannt darauf, wie ernst die Stadt dieses Thema nimmt und ob sie z. B. auch mal bereit ist, einen Falschparker, der ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellt, abschleppen lässt. Der ADFC Mönchengladbach wird das Verhalten der Stadt beobachten und bleibt weiter an diesem Thema dran.

Die vollständige Pressemeldung der Stadt lesen Sie hier.

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Kickstarter-Projekt “Troja Bike” – GPS-Tracking fürs Fahrrad

Auf der Crowd-Funding-Plattform Kickstarter gibt es ein neues Projekt mit Fahrradbezug aus der Schweiz. Der Anbieter LTS-Troja stellt professionelle GPS-Tracking-Geräte u.a. für Polizeibehörden her und adaptiert seine Technologie nun fürs Fahrrad. Eine kleine Röhre wird ins Sattelrohr eingelassen und dort mit einer elektronisch gesteuerten Mechanik verriegelt. Ein Dieb kann das GPS-Gerät daher nicht so einfach entfernen. Die Batterie soll eine ganze Fahrradsaison halten.

Die Abfrage der Positionsdaten erfolgt übers Handynetz. Ein integrierter GSM-Chip von T-Mobile erlaubt ein Tracking in 44 Ländern. Im Falle eines Diebstahls kann man in einer App live sehen, wo sich das Rad aktuell befindet. Außerdem soll das alles auch dann möglich sein, wenn sich das Rad statt im Freien z.B. in einem Transporter befindet. Wer mitmachen will, findet weitere informationen auf kickstarter.com.

Disclaimer: Es handelt sich hier, wie bei allen Artikeln in diesem Blog, nicht um eine Meinung des ADFC, sondern des Autors. Entsprechend handelt es sich hier auch nicht um eine Produktempfehlung oder Kaufaufforderung.

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Unterstützer für den Radschnellweg Ruhr gesucht.

Der ADFC Duisburg setzt sich für den Bau des Radschnellwegs Ruhr ein und sammelt Unterschriften bei einer Online-Petition:

Aufnahme des Radschnellweg 1 (RS1) in den Bundesverkehrswegeplan 2030

Die Bundesregierung möge beschließen, dass der Radschnellweg 1 (RS1) in den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen wird, um dadurch dessen Finanzierung zu sichern. Begründung: Der erste überregionale Radschnellweg in Deutschland soll auf 101 km von Duisburg bis Hamm quer durch das Ruhrgebiet führen. Das Pionierprojekt hat bereits auf internationaler Ebene Vorzeigecharakter und steht für moderne Verkehrspolitik. Radschnellwege erlauben komfortables und zügiges Fahren über längere Distanzen und werden deshalb auch von Berufspendlern mit E-Bikes und Pedelecs genutzt. Betrachtet man, dass der RS1 parallel zu den Ost-West-Autobahnen A2, A40 und A42 im Ballungsraum Ruhrgebiet verläuft, würde eine Realisierung ein enormes Entlastungspotential für die Straßen im Ruhrgebiet bedeuten. Die Autoren der Machbarkeitsstudie, die vom Bundesverkehrsministerium finanziert wurde, gehen nach Ausbau des RS1 von täglich 52.000 weniger Autofahrten aus. Landesverkehrsminister Groschek hatte sich im Bundesverkehrsministerium dafür eingesetzt, das Projekt Radschnellweg 1 in den Bundesverkehrswegeplan mit aufzunehmen, dem zentralen Plan zum Neu- und Ausbau überregionaler Verkehrswege in Deutschland. Doch als Verkehrsminister Dobrindt den ersten Referentenentwurf am 16.03.2016 der Öffentlichkeit vorstellte, kam der RS1 darin nicht vor. Dadurch ist die Finanzierung des Radschnellwegs ungeklärt. Dabei entspricht der RS1 der Intention des Bundesverkehrsministers, die Verkehrswege in Deutschland zu modernisieren und die Infrastruktur zu vernetzen. Der RS1 kann als Modellprojekt die Wichtigkeit des Radverkehrs auch im überregionalen Verkehr verdeutlichen. Bitte einfach das Formular unten ausfüllen. Die Mitgliederversammlung des ADFC Duisburg hat am 15. April einstimmig diese Petition unterstützt. Die Delegierten der Landesversammlung am 16. April haben dies ebenfalls einstimmig getan.



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ADFC Heinsberg stellt sich neu auf

Auf der gestrigen Mitgliederversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt. Darum möchten wir Ihnen die Personen und aktuellen Aktiven des Kreisverbandes Heinsberg vorstellen:

– Bernhard Cremer (Schriftführer)

– Christiane Kubatta (Tourenleiterin)

– Michael Hoeren (2. Vorsitzender)

– Conny Boxberg (1. Vorsitzende)

– Norbert Boxberg (Schatzmeister)

– Volker Bremkes (Referent für Rechtsfragen)

ADFC Heinsberg 2016

Wir danken allen Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen!

Jeder, der sich gerne konstruktiv im Kreis Heinsberg für die Belange der Fahrradfahrer einsetzen möchte, ist herzlich eingeladen mitzuwirken. Wir freuen uns über weitere Tourenleiter und/oder Referenten für die einzelnen Städte/Gemeinden oder Spezialthemen.

Entweder Sie kommen zu einem unserer demnächst stattfindenden Treffen oder Sie melden sich per Mail: kontakt( at )adfc-hs.de

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Inklusive Tandemgruppe im ADFC Köln e. V. sucht PilotenfahrerInnen und MitfahrerInnen

Im Herbst 2015 hat der ADFC Köln unter der Schirmherrschaft des städtischen Behindertenbeauftragten Dr. Günter Bell, eine neue Tandemgruppe gegründet. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V. (ADFC) ist Interessenvertretung und Verbraucherschutzorganisation für alle RadfahrerInnen. Deshalb ist die Tandemgruppe auch ein Angebot für alle Interessenten und nicht nur für Blinde und Sehbehinderte.

Derzeit gibt es in der Tandemgruppe mehr MitfahrerInnen mit Einschränkungen als PilotenfahrerInnen.

Ob die Tandemgruppe ab Mai oder Juni 2016 regelmäßige Tandemtouren anbietet, hängt deshalb auch wesentlich von der Anzahl von PilotfahrerInnen ab. Unsere bisherigen PilotInnen haben innerhalb weniger Minuten das Tandemfahren erlernt und seitdem viel Spaß dabei. Wir suchen aber noch mehr PilotInnen, damit unsere Tandemtouren regelmäßig stattfinden können.

Melden Sie sich bitte bei uns, auch wenn Sie Ihre erste Teilnahme noch nicht genau absehen können. Sie helfen uns damit bei der Suche nach Spendern für weitere Tandems. Das gilt auch für interessierte MitfahrerInnen, die ebenfalls herzlich eingeladen sind, sich an uns zu wenden. Unsere Tandemtouren starten und enden auf dem Breslauer Platz. Unabhängig davon sind aber auch Verabredungen zu individuellen Touren mit PilotfahrerInnen möglich. Im Mittelpunkt steht stets die Freude am Fahrradfahren. Eine Mitgliedschaft im ADFC ist für die Teilnahme nicht erforderlich.

Stephan Jacobs, den Leiter der Tandemgruppe im ADFC Köln e. V., erreichen Sie unter: tandemgruppe( at )adfc-koeln.de oder telefonisch unter: 0170 315 8 319.

Weitere Informationen zur Tandemgruppe:
Im Herbst 2015 hat der ADFC Köln unter der Schirmherrschaft des städtischen Behindertenbeauftragten Dr. Günter Bell, eine neue Tandemgruppe gegründet. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V. (ADFC) ist Interessenvertretung und Verbraucherschutzorganisation für alle RadfahrerInnen. Deshalb ist die Tandemgruppe auch ein Angebot für alle Interessenten und nicht nur für Blinde und Sehbehinderte.

Derzeit gibt es in der Tandemgruppe mehr MitfahrerInnen mit Einschränkungen als PilotenfahrerInnen. Ob die Tandemgruppe ab Mai oder Juni 2016 regelmäßige Tandemtouren anbietet, hängt deshalb auch wesentlich von der Anzahl unserer PilotfahrerInnen ab. Unsere bisherigen PilotInnen haben innerhalb weniger Minuten das Tandemfahren erlernt und seitdem viel Spaß dabei. Wir suchen aber noch mehr PilotInnen, damit unsere Tandemtouren regelmäßig stattfinden können.

Melden Sie sich bitte bei uns, auch wenn Sie Ihre erste Teilnahme noch nicht genau absehen können. Sie helfen uns damit bei der Suche nach Spendern für weitere Tandems. Das gilt auch für interessierte MitfahrerInnen, die ebenfalls herzlich eingeladen sind, sich an uns zu wenden. Unsere Tandemtouren starten und enden auf dem Breslauer Platz. Unabhängig davon sind aber auch Verabredungen zu individuellen Touren mit PilotfahrerInnen möglich. Im Mittelpunkt steht stets die Freude am Fahrradfahren. Eine Mitgliedschaft im ADFC ist für die Teilnahme nicht erforderlich.

Stephan Jacobs, den Leiter der Tandemgruppe im ADFC Köln e. V., erreichen Sie unter: tandemgruppe( at )adfc-koeln.de oder telefonisch unter: 0170 315 8 319.

Weitere Informationen zur Tandemgruppe

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Mit dem Rad zur Arbeit

Ich fahre außerhalb meiner beruflichen Tätigkeit sowieso nur Fahrrad, also auch zur Arbeit. Nicht zuletzt deshalb mache ich auch seit Jahren bei der gemeinsamen Aktion des ADFC und der AOK “Mit dem Rad zur Arbeit” mit. Eine kleine Belohnung kann ja nicht schaden…

Was aber in diesem Jahr aus der Aktion geworden ist, kann ich nicht unterstützen. Nicht nur, dass man jetzt sogar vier Monate Zeit hat, an läppischen 20 Tagen zur Arbeit zu fahren. Nein, in diesem Jahr ist auch die Deutsche Verkehrswacht mit im Boot und wirbt mit seiner Internetseite ich-trag-helm.de, die auch noch vom Bundesautoministegemeinsame Aktionrium gefördert wird. Schade, daß die Autolobby (siehe Mitglieder der DVW) nun auch Einzug in diese Aktion gehalten hat, welche von Armin Falkenhein als ADFC-Aktiver in Bayern ins Leben gerufen wurde und mittlerweile auf das ganze Bundesgebiet ausgedehnt ist.

Nein, ich bin kein Helmgegner. Habe für mich entschieden, keinen Helm zu tragen, weil mir die Helmpropaganda des BVMI (#dankHelm) bitter aufgestossen ist. Jeder sollte für sich selber entscheiden, ob er mit oder ohne Helm fahren möchte. Ich habe mich dagegen entschieden und möchte nicht missioniert werden. Ebenso will ich nicht Helmträger dazu anhalten, die Schale weg zu lassen. Leben und leben lassen.

Es ist wieder einmal typisch für die Automobillobby, sich nicht um die Ursachen sondern um die Symtome von Unfällen zu kümmern. Einen schönen Beitrag habe ich einem Blog entdeckt, in dem ein ADFC-NRW Mitglied einen guten Forderungskatalog erstellt hat. Ein Punkt darin ist ISA, ein intelligenter Tempomat, der die Unfallursache Nummer eins drastisch vermindern könnte: zu schnelles Fahren.

Nein, das ist nicht mehr meine Aktion. Deshalb habe ich mich auch wieder abgemeldet. Und Werbung möchte ich dafür auf ADFC-Infoständen auch nicht mehr machen.

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Stellungnahme des ADFC Köln zum Bundesverkehrswegeplan 2030

Der alle 15 Jahre neu aufgelegte Bundesverkehrswegeplan wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vorgestellt. Leider wurde die Chance für einen Paradigmenwechsel vertan. Während im benachbarten Ausland schon lange breite und weitgehend kreuzungsfreie Radschnellwege gebaut werden, um Fernstraßen zu entlasten, wird hierzulande weiterhin das Fahrrad nicht als gleichwertiges Verkehrsmittel anerkannt. Der Bau eines nationalen Radschnellwegenetzes ist überfällig. Mit geeigneten Radschnellwegen würden viel mehr Menschen aus Köln, Bonn, Düsseldorf und anderen umliegenden Städten aufs Rad umsteigen.

Bundesverkehrswegeplan 2030

Bundesverkehrswegeplan 2030. Grafik: BMVI mit Ergänzung des ADFC Köln.

Um diesen Zustand zu beeinflussen und einen zeitgemäßen Bundesverkehrswegeplan zu bekommen, haben wir im Rahmen des Beteiligungsverfahrens als Radverkehrsverband eine Stellungnahme geschrieben. Uns ist klar, dass das Ministerium den Radverkehr nicht im Fokus hat, aber wer es nicht versucht, der hat schon verloren. Schlechter als “keine Finanzierung” kann es ja nicht werden.
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