Unpassendes Bild ersetzt

Dazydee weisst in einem Kommentar daraufhin, dass ein kleiner Bericht hier über ein nicht so geschickt ausgewähltes Pressefoto, wohl Wirkung gezeigt hat. Nun gibt es ein Bild mit einem richtig herum fahrenden Radfahrer:

Auszug Screenshot haz.de

Auszug Screenshot haz.de

Leider wurde darauf verzichtet, den Grund der Änderung zu nennen. Trotzdem Danke für die Korrektur.

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Schilderrätsel 20: Einsatz im Untergrund

Städtischer Versorger lotst Radfahrende in den Untergrund...

Städtischer Versorger lotst Radfahrende in den Untergrund…

Ein Schildbürgerstreich vom Niederrhein: Der Slogan “Einsatz im Untergrund” des städtischen Versorgungsbetriebs SWK könnte auf der Vulkanstraße in Krefreld von Radfahrenden zur Einladung in die Baugrube mißverstanden werden. Das beauftagte Tiefbauunternehmen scheint weder die Verkehrsregeln noch die AGFS-Broschüre zum fahrradfreundlichen Baustellenmanagement zu kennen. Die meisten radeln vor der Baustelle nicht etwa auf die Fahrbahn, sondern passieren sie rechts auf dem Fußweg.

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Wie man sich als Presse die Rüpelradler für die nächsten Artikel heranzieht

Ich habe noch nie gesehen, dass ein Bericht über den Ausbau einer Autobahn mit dem Bild eines Geisterfahrers bebildert wurde. Da würde jede(r) in der Redaktion merken, dass das nicht sooooo passend ist. Anders beim Radverkehr.

Auszug Screenshot haz.de

Auszug Screenshot haz.de

Nicht nur Kommunen tragen ihren Beitrag dazu bei, wie die Radfahrenden sich auf ihrem Gebiet verhalten, wie ich gerade hier thematisiert habe. Auch Journalisten können ihren Beitrag dazu leisten, dass Leute lebensgefährlich für sich und andere unterwegs sind. Aktuelles Beispiel: haz.de bebildert einen Artikel über einen zu schmalen Schutzstreifen mit einem in falsche Richtung unterwegs seienden Radfahrer. Spätestens, wenn man das ein paar Mal so in natura oder unkommentiert in der Zeitung gesehen hat, werden viele solche wahnsinnigen Fahrmanöver auch starten. Und die Kampfradler-Paranoiker werden auch noch bestätigt …

(via PresseRad@Twitter)

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Sicher leiten statt gängeln: Dezenter Hinweis der Kommune, wie man am sichersten fährt

Ich bin davon überzeugt, dass eine Kommune durchaus Einfluss darauf hat, wie auf ihrem Gebiet Rad gefahren wird. (s. Schilderrätsel 19). So kann man die unverbindliche Piktogramme auf der Fahrbahn wie in Dortmund dazu missbrauchen, Radfahrende möglichst auf für Radfahrende freigegebene Gehwege zu leiten (die man leider nicht mehr als gemeinsame Radfahrer- und Fußgängerreservate ausschildern darf); dann darf man sich aber nicht wundern, wenn die Radfahrenden auch anderswo auf dem Gehweg unterwegs sind. Man kann mit den Piktogrammen auf der Fahrbahn aber auch sinnvolles anstellen:

(Foto: Norbert Paul)

Neu gestaltete Straße in Basel (Foto: Norbert Paul)

So “erzieht” man sich regelkonform und sicherheitsorientiert fahrende Radfahrende. Ein ähnliches Signal hat ja auch Soest mit dem Schutzstreifen auf der Fahrbahnmitte gesetzt.

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Schilderrätsel 19: Erziehung zur Ignoranz von Regeln

Eine Wegweisung für LKW, die in eine Straße leitet, in die LKW nicht einfahren dürfen, hält man in Bad Krozingen sicherlich für keine gelungene Lösung. Beim Radverkehr wundert sich offensichtlich keiner in der Verwaltung über gleichgelagerte Lösungen. Ansonsten wäre folgende Beschilderung kaum umgesetzt worden.

Wenn man entgegengesetzt zu der Stelle des letzten Schilderrätsels fährt oder geht, kommt man zu einer Brücke, ab der der Radverkehr vermutlich die Flussseite wechseln soll. Anstelle eines rechtzeitig aufgestellten Schildes, dass sich ohne Abbremsen – auch nachts – erschließt, steht dann direkt vor der Steigung ein kryptisches Schild – ein wortwörtliches Schilderrätsel. ;-)

DSC_0602

Wenn man dann nach Betrachtung des Schildes nun an der Steigung angefahren ist und die Brücke überquert hat, darf man dort aber gar nicht mit dem Rad zur anderen Flussseite wieder hinabfahren.

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Schilderrätsel 18

Heute gibt es mal eine Aufgabe für die Blog-Lesenden zur Wissensüberprüfung. :-)

Anmerkungen: Links neben dem Baum ist übrings kein weiterer Weg. Das Problem, dass die Schilder vom Weg weggedreht sind, ist für die Lösung der Aufgabe unbeachtlich.

(Foto: Norbert Paul)

(Foto: Norbert Paul)

Welche der folgenden Aussagen zu dieser Kombination von <VZ 239 Gehweg> und <VZ 237 Radweg> in Bad Krozingen stimmt:
a) Die Kombination entspricht <VZ 241 Getrennter Geh- und Radweg>. Da auf wassergebundenen Decken eine Mittellinie technisch nur schwer möglich ist, kann auf diese gemäß Rn.-Nr. 24 VwV-StVO verzichtet werden, wenn keine Konflikte zu erwarten sind. Radfahrer müssen sich also hier links halten.
b) Wo getrennte Geh- und Radwege durch VZ angeordnet werden, muss erkennbar sein, wo der Geh- und wo der Radweg ist. Da dies nicht ersichtlich ist, ist die Anordnung hinfällig, da nicht befolgbar, und es bleibt die vorhergehende verkehrsrechtliche Anordnung bestehen.
c) Das ist zwar nicht vorbildlich gelöst, da aber erkennbar ist, welche Regelung wohl beabsichtigt wurde (gemeinsamer Geh- und Radweg) entspricht die Kombination <VZ 240 Gemeinsamer Geh- und Radweg> und alle Verkehrsteilnehmenden haben sich entsprechend zu verhalten.

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Wenn der Radverkehr wirklich gleichberechtigt wäre … heute: Fahrradparkplätze

Wenn der Radverkehr wirklich gleichberechtigt wäre in Deutschland … würde ich nicht in Weil am Rhein anhalten, um ein Foto von einer Parkfläche am Straßenrand zu machen, die für den Radverkehr reserviert ist.

(Foto: Norbert Paul)

(Foto: Norbert Paul)

Aufgrund der fehlenden Anschließbügel, werde ich jetzt aber nicht in Euphorie verfallen. ;-)

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Wie Richter und Staatsanwälte Verkehrspolitik machen – Bußgelder an Vereine

Die Inititative CORRECT!V der PULS – Recherchen für die Gesellschaft gemeinnützige GmbH hat als erstes großes Projekt in einer Datenbank alle verfügbaren Daten gesammelt, die Auskunft darüber geben, an welche Vereine Bußgelder in Gerichtsverfahren gehen. Eine kleine Übersicht über die Beträge, verkehrspolitische Vereine, Stiftungen etc. von 2011 bis 2013 mindestens in Euro bekommen haben (jeweils alle Gliederungen zusammengefasst – bei gleicher Summe alphabetisch):

0,00 €

300,00 €

5.890,00 €

  • Robin Wood – nicht nur im Bereich Verkehr aktiv

9.300,00 €

17.501,00 €

37.300,00 €

38.722,00 €

231.555,00 €

500.139,00 €

520.871,00 € €

649.293,00 €

  • Greenpeace – nicht nur im Bereich Verkehr aktiv

940.754,00 €

  • WWF – nicht nur im Bereich Verkehr aktiv

2.048.609,00 €

3.252.196,00 €

Wenn euch weitere Vereine etc. einfallen, bitte in den Kommentaren ergänzen.

Aktualisierungen:
18.09.14 13:48 (Kraftfahrtverband deutscher Ärzte, Wuppertalbewegung)
19.09.14 14:12 (Runder Tisch zur Prävention von Kinderunfällen)
19.09.14 15:31 (Bund für Umwelt- und Naturschutz, Deutscher Bahnkunden Verband, Deutscher Naturschutzring, Greenpeace, Naturschutzbund, Robin Wood, Umkehr, WWF)
19.09.14 15:38 (Agentur für clevere Städte)
22.09.14 12:13 (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr)
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E-Rad macht mobil: Umweltbundesamt zu Potenzialen von Pedelecs und deren Umweltwirkung

In einem Hintergrundpapier hat das Umweltbundesamt Potenziale und Umweltwirkungen von Pedelecs zusammengefasst. Dies beinhaltet auch Handlungsempfehlungen an Verwaltung und Politik, so erklärt Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes: „E-Räder sind ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Mobilität von heute. Viele Kommunen müssen sich aber noch besser einstellen auf den neuen Trend zum Zweirad. So sind die Radwege noch nicht überall an die höhere Geschwindigkeit von E-Rädern angepasst.“

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ERA 2010 beim Landesbetrieb Straßenbau NRW unbekannt?

Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen ist zuständig für die Planung von Bundes- und Landesstraßen in NRW. Hierbei hat der Landesbetrieb selbstverständlich nicht nur die Belange des Kraftfahrzeugverkehrs, sondern auch die von Fußgängern und Radfahrern zu berücksichtigen. Damit es hierbei möglichst wenig Interpretationsspielräume gibt, ist vom zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr ein Erlass bezüglich der Regelungen für Radfahrer eingeführt worden.

Das Ministerium hat am 10. Juni 2011 die “Empfehlungen für Radverkehrsanlagen, Ausgabe 2010″ (ERA 2010) der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) per Erlass verbindlich eingeführt. Gemäß dem Erlass stellt die ERA 2010:

eine wertvolle Hilfe für die Planung, den Entwurf und den Betrieb insbesondere von innerörtlichen Radverkehrsanlagen dar.

Die ERA 2010 ist für den Bereich der Bundesstraßen in der Baulast des Bundes und für den Bereich der Landesstraßen in der Baulast des Landes anzuwenden. Das Ministerium empfieht die ERA 2010 den Kommunen generell zur Anwendung.

Um so erstaunlicher ist es, dass einzelne Regionalniederlassungen des Landesbetriebes im Jahr drei nach dem Einführungserlass immer noch Planungen vorlegen, welche der ERA 2010 deutlich entgegenstehen. Verwunderlich ist auch, dass – trotz Vorgabe aus dem Ministerium – die ERA-Standards nicht zur generellen Auflage für Zuwendungsbescheide der Fördergeber (Bezirksregierungen) gemacht werden. Weiterlesen

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