Radfahren wie Gott in Holland

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ADFC-Aktive erfahren beispielhafte Fahrradinfrastruktur in den Niederlanden Zehn Aktive aus fünf Kreiskommunen beteiligten sich vier Tage lang an der Fahrradexkursion des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Kreisverband Unna e.V. (ADFC) durch die Niederlande und brachten viele neue Erkenntnisse über die Fahrradinfrastruktur mit … Weiterlesen

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Verkehrswende Teil 2 – Radfahren muss komfortabler und schneller werden

Wie kann man die Nutzer von Kraftfahrzeugen dazu bringen häufiger ein Fahrrad zu nutzen?
In der Vergangenheit ist von verschiedenen Seiten versucht worden einen Umstieg auf das Fahrrad mit unterschiedlichen Argumenten zu erreichen. Meistens wurden die folgenden Aspekte in den Vordergrund gestellt:

  • Radfahren fördert die Gesundheit
  • Radfahren schont die Umwelt
  • Radfahren ist aktiver Klimaschutz
  • Radfahren ist trendy und macht Spaß

Einen bequemen Menschen überzeugt dies zumeist nicht. Viel überzeugender wäre es, wenn man mit dem Fahrrad sein Ziel komfortabler und schneller als mit dem eigenen PKW erreichen würde. Dies ist heutzutage in fast allen deutschen Städten, aufgrund der in den letzten Jahrzehnten vernachlässigten Fahrradinfrastruktur, nicht gegeben.

In Städten wo dem Radverkehr der “rote Teppich” ausgerollt wird, nimmt der Radverkehr massiv zu. Dies ist meiner Meinung nach das einzige Geheimnis warum in Städten wie Kopenhagen und Amsterdam der Radverkehrsanteil so hoch ist. Die Menschen dort haben kein Fahrradgen, sondern entscheiden sich für das komfortablere und schnellere Verkehrsmittel!

Bei Copenhagenize habe ich zwei Grafiken entdeckt, welche mit einfachen Mitteln darstellen, wie eine Verkehrswende für deutsche Städte aussehen müsste. Nur so lässt sich nachhaltige Mobilität wirklich fördern.

Der dazugehörigen Blog-Beiträge Traffic planning for liveable cities und The New Question for 21st Century Cities sind ebenfalls lesenswert.

Traffic planning for liveable cities

Verkehrsplanung für lebenswerte Städte  

©copenhagenize.eu

21th Century - How many people can we move down the street?

21. Jahrhundert
Wie viele Menschen können wir über die Straße bewegen?
 
20. Jahrhundert

Wie viele Kfz können wir über die Straße bewegen?
 
©copenhagenize.eu

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Verkehrswende Teil 1 – Braucht Deutschland eine Verkehrswende?

Radfahrstreifen in Aachen - KFZ-Spur links / Busspur rechts - ist das sicher und komfortabel für Radfahrer?

Radfahrstreifen in Aachen – KFZ-Spur links / Busspur rechts – ist das sicher und komfortabel für Radfahrer?

Kraftfahrzeuge schränken unsere Lebensqualität ein!
In vielen deutschen Städten fehlt es an Fachleuten, Konzepten, Geld sowie dem politischen Willen den städtischen Radverkehr als Alternative zum Kraftfahrzeug adäquat zu fördern. Die Bevölkerung leidet unter den vom Kraftfahrzeugverkehr verursachten:

Radweg in Rotterdam - gleiche Ausbauqualität auf beiden Straßenseiten bis ins Stadtzentrum/Bahnhof - komfortable und sichere Lösung auch für Kinder und ältere Menschen

Radweg in Rotterdam – gleiche Ausbauqualität auf beiden Straßenseiten bis ins Stadtzentrum/Bahnhof – komfortable und sichere Lösung auch für Kinder und ältere Menschen

Die Bevölkerung will mehrheitlich eine Verkehrswende!
Die Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich eine menschen- und umweltverträglichere Mobilität. Gemäß einer aktuellen Umfrage des Umweltbundesamtes sind 82 Prozent der Befragten dafür, Städte und Gemeinden gezielt so umzugestalten, dass man kaum noch auf ein Auto angewiesen ist.

Im konkreten Fall sind Menschen dann aber nicht bereit Einschränkungen in der eigenen Nutzung des Kraftfahrzeuges zu akzeptieren. Zumeist meldet sich dann lautstark eine kleine Gruppe von Besitzstandswahrern (Anwohner, Pendler, Wirtschaftsverbände) und artikuliert ihre Wünsche zur freien Nutzung des Kfz gegenüber den politischen Entscheidungsträgern.

Kraftfahrzeuge werden weiterhin in Deutschland massiv gefördert!
Eine Beschränkung des weiterhin stark wachsenden motorisierten Individualverkehrs ist in Deutschland mit den bisherigen Ansätzen nicht erfolgreich. Vielmehr werden weiterhin neue Straßen, Parkplätze und Parkhäuser gebaut, sowie Ausbaumaßnahmen an Straßen durchgeführt um die Leistungsfähigkeit des Systems zu erhöhen.

Radweg in Rotterdam - Ausbauqualität in der Innenstadt - Bordsteine zum Gehweg / Straße bzw. Parkplätzen mit Sicherheitsstreifen - regelmäßige Reinigung mit Kehrmaschine

Radweg in Rotterdam – Ausbauqualität in der Innenstadt – Bordsteine zum Gehweg / Straße bzw. Parkplätzen mit Sicherheitsstreifen – regelmäßige Reinigung mit Kehrmaschine

Das geschieht obwohl Deutschland bereits eines der dichtesten Straßenverkehrsnetze von Europa hat. Dies führt letztendlich zu einer Sicherung des status quo bzw. zu einer weiteren Förderung des Kraftfahrzeuges. Dementsprechend ist der Trend zu immer mehr Kraftfahrzeugen ungebrochen. Der alte Spruch aus den 70er: “Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten!” hat weiterhin seine Gültigkeit und wird auch in dieser Studie bestätigt.

Wann schaffen wir es endlich den Radverkehr so zu fördern, dass er deutlich wächst und der Kraftfahrzeugverkehr abnimmt?
Von daher ist es umso wichtiger den Akteuren in Politik und Verwaltung aufzuzeigen mit welchen Maßnahmen man in anderen Ländern erfolgreich ist und war. Ohne eine Beschränkung der Nutzung von Kraftfahrzeugen in Innenstädten wird es nicht funktionieren. Die Erfahrung zeigt: Je mehr Menschen das Fahrrad für ihre Wege nutzen, desto attraktiver wird es auch für andere Menschen es ihnen gleich zu tun und das Kraftfahrzeug häufiger stehen zu lassen.

Dies soll der Beginn einer kleinen Serie zur Verkehrswende sein.

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Dritter Todesfall durch illegale Autorennen in Köln

Eine extreme Woche geht zu Ende. Am letzten Montag starb mit dem 26jährigen Gianluca der vierte Radfahrer in unserer Stadt in diesem Jahr. Er wurde als Unbeteiligter durch ein außer Kontrolle geratenes illegales Autorennen vor gut einer Woche lebensgefährlich verletzt und verstarb nach drei Tagen Koma im Krankenhaus.

Foto: report-K

Auch die 19jährige Radfahrerin Miriam am Auenweg Mitte April und ein Taxipassagier Ende März waren bereits Opfer illegaler Rennen. Eine weitere Radfahrerin starb beim Warten an der Ampel durch ein Überholmanöver eines rücksichtslosen Autofahrers. Der vierte Radfahrer wurde von einer Bahn an der unübersichtlichen Kreuzung der Keupstraße in Mülheim überrollt. Er übersah ein durch einen anderen Ampelmasten verdecktes Rotsignal.

Wir sind schockiert von diesen schrecklichen Unfällen und wünschen uns von der Polizei, der Politik, der Verwaltung und auch der oder dem neuen OB, dass hier endlich etwas gegen die zum Rasen einladenden Straßen getan wird.
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Vor 5 Jahren: Stillleben 2010 auf der A40

Stillleben A40Heute vor 5 Jahren fand das Stillleben 2010 auf der A40 statt. Eine Million Radfahrer nutzten damals die einmalige Gelegenheit, auf den rund 60 km zwischen Duisburg und Dortmund auf der Autobahn A40 fahren zu können. Während die Richtungsfahrbahn nach Dortmund als sogenannte Mobilitätsspur Radfahrern und Inline-Skatern vorbehalten war, konnten sich auf der anderen Fahrbahn Vereine oder private Vereinigungen mit Kulturaktionen präsentieren. Wie immer auf der A40 gab es natürlich auch beim Stillleben Stau, doch waren die Radfahrer im Gegensatz zu den Autofahrern, die dort üblicherweise “rudelparken”, auch im Stillstand absolut entspannt.

Der ADFC NRW hat dieses Ereignis genutzt, um “Das längste Fahrradmuseum der Welt” zu präsentieren. In 7 Stationen auf der gesamten Strecke konnte man die Fahrradgeschichte und Fahrradgeschichten regelrecht erfahren. Aktive aus den Ruhrgebiets-Kreisverbänden sind an den Ständen von Partner-Kreisverbänden aus ganz NRW unterstützt worden. So trug dieses Ereignis auch nicht unwesentlich dazu bei, die Kreisverbände in NRW untereinander zu vernetzen.

Eine Wiederholung dieses einmaligen Ereignisses wird es – insbesondere nach dem tragischen Unglück auf der Love-Parade nur eine Woche später – wohl nicht geben. Indes hat das Stillleben A40 auch in der Politik deutlich gemacht, wieviele Radfahrer es im Ruhrgebiet gibt. Insofern war das Stillleben auch ein wichtiger Wegbereiter für den geplanten Radschnellweg Ruhr, dessen erste Abschnitte zwischen Duisburg und Essen im Herbst eröffnet werden sollen.

Wer das Ereignis noch einmal Revue passieren lassen will, findet unsere Bildergalerie unter http://www.adfc-nrw.de/projekte/still-leben-a40/impressionen-vom-still-leben-a40.html.

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Verkehrsunfallstatistik 2014: Gefährden Radfahrer sich vor allem selbst?

„Berlin ghostbike“ von Bukk - https://de.wikipedia.org/wiki/Ghost_Bike

„Berlin ghostbike“ von Bukk – https://de.wikipedia.org/wiki/Ghost_Bike

Unfallbilanz 2014: Weniger Unfälle (-0,3%), aber mehr Verletzte und Verkehrstote. Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, nahm um 3,9 % auf rund 302 400 zu.

In Deutschland starben im Jahr 2014 3.377 Menschen im Straßenverkehr, das waren 1,1 % oder 38 Personen mehr als 2013. Weitere 67.732 Verkehrsteilnehmer wurden schwer verletzt (+ 5,7 %), 321.803 leicht verletzt (+ 3,8 %). 46,6 % der Verkehrstoten sowie 55,3 % der Verletzten kamen in einem Pkw zu Schaden. 15,5 % der Getöteten waren Fußgänger und 11,7 % benutzten ein Fahrrad.

396 Benutzer von Fahrrädern gehörten zu den Todesopfern (+ 11,9 %) . Die Anzahl der getöteten Fußgänger sank dagegen (– 6,1%). Auch die Zahl der getöteten PKW-Insassen (– 0,8 % auf 1 575 Getötete) ging leicht zurück. Weiterlesen

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KOPENHAGEN – HAMBUG – BONN – BRÜSSEL – PARIS

Paris 2014„Auf’s Rad fürs Klima“ – so lautet das Motto der diesjährigen Europa-Radreise des französischen Vereins Cyclotranseurope (1) vom 8. Juli bis zum 12. August auf der EuroVeloRoute 3.

Wir beginnen diesmal in Kopenhagen (2), wo uns der Radfahrerbund „Cyklistferbundet“ empfängt und die dänische Hauptstadt vom Sattel aus zeigt. Nach dieser Chance, erfolgreiche Radverkehrspolitik kennenzulernen, nehmen wir in Jütland Kurs auf den dänisch-deutschen Ochsenweg und vollziehen dann – über den Radfernweg Hamburg-Bremen, durch die europäischen Friedensstädte Osnabrück und Münster, mit einem Abstecher ins Ruhrgebiet und am Rhein entlang nach Bonn (3), durch die Voreifel und Aachen, an Maas, Sambre und Oise und dem Canal de l’ Ourq entlang – symbolisch den Weg von einer gescheiterten zu einer im Herbst hoffentlich erfolgreicheren Klima-Konferenz COP 15 in Paris.(4).

So beweist die Gruppe auf ihren 60-80km langen Etappen, dass ein erholsamer, umweltfreundlicher Urlaub möglich ist. Wir übernachten in Jugendherbergen u.ä. oder auf Campingplätzen, besichtigen hin und wieder landschaftliche und kulturelle Highlights und werden uns über unseren jeweiligen Fahrradalltag in den bereisten Ländern austauschen. Weiterlesen

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Das ADFC-VRS-Faltrad ist da!

Wie auch schon ähnlich in anderen Regionen Deutschlands praktiziert, gibt es jetzt auch in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg die Möglichkeit ein tern Link Faltrad deutlich günstiger zu erwerben. Das Rad wird in Zusammenarbeit mit lokalen Fachhändlern 150 Euro günstiger als das Serienmodell angeboten. Ziel von ADFC und VRS ist es, den Umweltverbund zu stärken und mehr Menschen zum Pendeln mit Fahrrad und ÖPNV zu bewegen.
ADFC VRS Faltrad

ADFC VRS tern link d7i
ADFC VRS tern Link D7i
20“ Laufräder, 7-Gang Nabenschaltung, LED-Beleuchtung mit Nabendynamo, Schutzbleche, Kettenschutz „BioLogic FreeDrive“ und Gepäckträger, Gewicht 14,4 kg. Preis: 749 Euro.
ADFC VRS tern Link D8
ADFC VRS tern Link D8
20“ Laufräder, 8-Gang Kettenschaltung, LED-Beleuchtung mit Nabendynamo, Schutzbleche und Gepäckträger, Gewicht 13,4 kg. Preis: 599 Euro.

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Kölner Fahrrad-Sternfahrt 2015

Bei der gestrigen Kölner Fahrrad-Sternfahrt fuhren in diesem Jahr trotz instabilen Wettervorhersagen wieder 2.000 Radfahrer aus Köln und dem Umland mit. Das gemeinsame Ziel: Köln muss eine Fahrradstadt werden! Radfahrer müssen endlich gleichberechtigt in der Verkehrsplanung berücksichtigt werden. Wir brauchen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 in der Stadt, mehr Fahrradstraßen, breite Radspuren auf den großen Straßen und Achsen zur Querung der Stadt. Warum das alles? Wir wollen den drohenden Verkehrsinfarkt durch das prognostizierte Bevölkerungswachstum verhindern und die Stadt lebenswerter machen für die Menschen, die in ihr leben und arbeiten. Dafür protestierten am Sonntag heute die Kölner Radfahrer zusammen mit den Radverkehrsverbänden und Fahrradinitiativen.

Auf der anschließenden Kundgebung auf dem Heumarkt hat der Blogger Marco Laufenberg über die Situation der Radfahrer in Köln, die Critical Mass und den Kölner ADFC gesprochen:

Rede von Marco Laufenberg

Rede von Marco Laufenberg

Mein Name ist Marco Laufenberg, ich bin seit rund 8 Jahren parteilos fahrradverkehrspolitisch in Köln aktiv.

Lasst Euch nicht verarschen!

Na gut, dies ist eine seriöse, offizielle und angemeldete Veranstaltung. Eine Demonstration! Auf dieser Bühne stand grad ein Politiker, es sind gebildete und angesehene Menschen, sogar Uniformträger anwesend, da sollte ich mich doch etwas gemäßigter ausdrücken:

Lasst Euch nicht veräppeln!
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Das ALDI-Klapprad 2015

Anfang Mai 2015 bot Aldi erneut ein Alu-Klapprad mit 20-Zoll Laufrädern für 189 € an. Man kann tatsächlich damit fahren – wenn die Ansprüche und der Fahrer nicht zu hoch sind.

2015-06-15 Curtis Faltrad 011 Das Faltmaß von 90*70*45 cm (das entspricht einem Volumen von etwa 285 Litern) ist wesentlich größer als z.B. bei einem Brompton mit 16″ Laufrädern, das mit ca. 60*60*30 (108 l) angegeben ist. Es gibt auch keine Eazy Wheels, die es erlauben würden, das gefaltete Rad wie einen Trolley hinter sich herzuziehen. Zur Mitnahme in Bus und Bahn ist das Curtis von Aldi also wenig geeignet. In einen Autokofferraum passt es aber (fast) immer. Das Gewicht ist mit ca. 15 kg wirklich erträglich.

Für wenig Geld bekommt man ein voll ausgestattetes Fahrrad: Schutzbleche, Gepäckträger, Ständer, Luftpumpe und Batteriebeleuchtung werden mitgeliefert. Weiterlesen

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