Ausflugstip: “‘Mit uns zieht die neue Zeit…’ Konsumgenossenschaften im Rheinland 1900 – 1918″

(Foto: Norbert Paul)

(Foto: Norbert Paul)

Wer Steigungen nicht so scheut wie Franz-Peter Tebartz-van Elst die Bescheidenheit, kann aktuell in Wuppertal als Ziel die Ausstellung “‘Mit uns zieht die neue Zeit…’” Konsumgenossenschaften im Rheinland 1900 – 1918″ ansteuern. Im Gebäude der am nördlichen Talhang von Barmen gelegenen ersten industriellen Bäckerei der Konsumgenossenschaft Vorwärts in Barmen gibt es eine kurzweilige und informative Ausstellung, die die Entstehung und Hochzeit von Konsumgenossenschaften nicht nur in Wuppertal darstellt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Radwegschäden lenken ab

Radwegschäden lenken Radfahrer vom Verkehr ab. Foto: ADFC Krefeld

Radwegschäden lenken Radfahrer vom Verkehr ab. Foto: ADFC Krefeld

Wie das DIFU, das Deutsche Institut für Urbanistik, berichtet, deutet eine neue Studie darauf hin, dass schlechte Wegoberflächen Radfahrer vom Verkehrsgeschehen ablenken. Die Autoren der Studie Pieter Vansteenkiste, Linus Zeuwts, Greet Cardon, Renaat Philippaerts und Matthieu Lenoir haben die Aufmerksamkeit und die Blickführung von Radfahrern auf Radwegen mit hoher und niedriger Qualität untersucht. Interessanterweise gab es zwar kaum Unterschiede bei der gefahrenen Geschwindigkeit, aber die Aufmerksamkeit der Radfahrer richtete sich vor allem auf die unmittelbar vor dem Rad liegende Wegoberfläche, während die Verkehrsbeobachtung weiter entfernt liegender Stellen vernachlässigt wurde. Die Autoren haben nachgewiesen, dass sich bei schlechten Wegoberflächen die Reaktionsfähigkeit in Bezug auf das Verkehrsgeschehen verschlechtert hat. Ähnliche Erfahrungen wird sicherlich jeder Radfahrer schon gemacht haben, der sich mehr auf das Umfahren von Schlaglöchern, Wurzelaufbrüchen, Absenkungen usw. als auf den Verkehr konzentriert hat. Das gilt natürlich nicht nur für Radwege, die sich häufig in schlechtem baulichen Zustand befinden, sondern auch für Straßen. Insbesondere die Fahrbahnränder sind oft in einem erbärmlichen Zustand.

Viele ADFC-Kreisverbände in NRW betreiben auf ihren Internetseiten Mängeldatenbanken, in denen sie für den Radverkehr relevante Schadstellen katalogisieren und an die zuständigen Behörden melden.

Die Originalstudie unter dem Titel “The implications of low quality bicycle paths on gaze behavior of cyclists: A field test” ist im Fachmagazin “Transportation Research Part F: Traffic Psychology and Behaviour, Volume 23, March 2014, Pages 81–87″ erschienen.

 

Veröffentlicht unter Alltag, Infrastruktur, Radverkehr | Verschlagwortet mit , | 2 Kommentare

Abschieben der Verantwortung? Nein danke!

Seit einiger Zeit wirbt Zülfikar Celik, Taxifahrer aus Wesel, für die Einführung eines Systems, das den Warnblinker aktiviert, wenn ein Autofahrer eine Tür seines Wagen von innen öffnen möchte. Er fordert in den Social Networks dazu auf, an SternTV zu schreiben, und seine Idee zu unterstützen. Er möchte damit die Unfälle vermeiden, die von Autofahrern verschuldet werden, die nicht vor dem Öffnen der Autotür den nachfolgenden Verkehr beachten.
Das ist ehrenhaft und gut gemeint, aber der falsche Weg. Durch dieses System wird die Verantwortung für das Fehlverhalten des Autofahrers den Radfahrern zugeschoben. Es ist die Pflicht des Autofahrers, den nachfolgenden Verkehr zu beachten und nicht die Pflicht des Radfahrers, bei jedem aufleuchtendem Blinker am Straßenrand in den laufenden Verkehr auszuweichen oder eine Vollbremsung zu machen.
Es ist zudem fraglich, ob die Vorwarnzeit ausreichen kann, um angemessen zu reagieren und ob nicht die Blinker von anderen Autos verdeckt werden.  Dieses System würde dazu führen, dass noch weniger Autofahrer den nachfolgenden Verkehr beachten, weil sie meinen, der nachfolgende Verkehr sei ja gewarnt.
Wenn man das Problem technisch angehen möchte, dann mit einem System, das den Autofahrer warnt, bevor er die Tür öffnet. Durch einen Warnton, eine Warnlampe innen an der Tür und eine kleine Verzögerung beim Öffnen der Tür.
Noch besser wäre es,  den Autofahrern klar zu machen, dass es das Recht der Radfahrer ist, zu ihrer Sicherheit genügend Abstand zu parkenden Autos zu halten.

Wer das auch so sieht, schreibe bitte eine kurze E-Mail an info( at )sterntv.de, mit der Bitte, die oben genannten Aspekte zu beachten.

Veröffentlicht unter Allgemein, Alltag, Gesundheit, Politik, Radverkehr, Recht, Technik | Verschlagwortet mit , , , | 12 Kommentare

Wahnwesten

Strahlend blauer Himmel. Gleißende Helligkeit. Geschätzte 40 Kilometer Sichtweite, sogar hier im Ruhrgebiet. Auf dem Weg nach Hause leuchtet es vor mir auf dem Radweg neongelb. Müllentsorgung? Straßenbau? Polizei? Nein, eine Radlerin ist es, die mit 10 oder 12 km/h auf dem breiten Radweg unterwegs ist. Eine neongelbe Warnweste mit breiten Reflex-Streifen leuchtet über dem schweißnassen T-Shirt.

Strahlend blauer Himmel. Sichtweite gefühlt 200 km bis an den Atlantik. Auf dem Loire-Radweg kommt uns eine Gruppe neongelber Figuren entgegen. Eine ganze Familie in Warnwesten, fernab jedes Autoverkehrs. Alle paar Kilometer kreuzt man hier eine kleine Landstraße.

Ich gebe zu: Ich habe auch Warnwesten. Drei sogar. Zwei davon im Auto, wo sie sein müssen. Und eine bei den Fahrrad-Sachen. Das ist eher ein Warn-Latz. Den ziehe ich über, wenn ich mit dem Rennrad im Dunkeln unterwegs bin. Obwohl daran ein fetter LED-Scheinwerfer leuchtet, vom Nabendynamo gespeist. Weil ich da auch mal mit 40 km/h unterwegs bin, bei Rückenwind, und Autofahrer morgens um 5 Uhr nicht unbedingt mit Rennradlern rechnen.

Aber was treibt Lise Normalradlerin im helllichten Tag in die Warnweste? Warum hält es der ADAC für eine gute Sache, an Grundschulen Warnwesten zu verschenken, damit die Grundschüler auf dem Fußweg sicher zur Schule laufen können? Und warum tragen Kinder in England auf dem eingezäunten Spielplatz Warnwesten? Weil unsere Gefahrenwahrnehmung durch die Medien verdorben ist. Je öfter etwas in der Presse steht, desto gefährlicher scheint es zu sein. Unser Sohn ist im letzten Jahr mit der Schule nach England gefahren. Beim Info-Abend für die Eltern hat ein Elternteil gefordert, dass der Reisebus des lokalen Bus-Unternehmens von der Polizei am Morgen der Abfahrt auf Mängel kontrolliert wird. An dem Einwurf „Eine Fahrt im elterlichen Auto zur Schule ist statistisch belegt gefährlicher als die ganze Busfahrt.“ und dem Vorschlag, doch bitte auch den Germanischen Lloyd nach Calais zur Kontrolle der Fähre zu bestellen, hatten die Lehrer reichlich Spaß.

Wir leben in einer Welt von Scheingefahren. Zwei große Bier gehen locker nach dem Besuch im Fitness-Center, aber die 400 Meter durch das Wohngebiet zur Grundschule wird das Töchterchen im SUV gefahren. Kaum ein Autofahrer hält sich an den Mindestabstand beim Überholen von Radlern, aber fast jeder Autofahrer findet die Helmpflicht für Radfahrer sinnvoll. Der Gesetzgeber weiß, dass ein sicherer Weg, die Zahl der Unfalltoten in der Stadt zu senken, ein generelles Tempo 30 im Stadtgebiet wäre. Weil das aber Wählerstimmen kostet und die Auto-Industrie mit sofortigem Weltuntergang droht, drückt sich jede Regierung und nimmt willentlich Verkehrstote in Kauf.

Vielleicht sollten Politiker Warnwesten tragen, um vor sich selbst zu warnen.

Veröffentlicht unter Allgemein, Alltag, Radtouren, Radverkehr | Verschlagwortet mit , , , , , , | 4 Kommentare

Testbericht zum Navigationsgerät Falk Ibex 25

IBEX_25Das Navigationsgerät wird von der Firma Falk als Einstiegsgerät für 250 Euro angeboten. Beim ausführlichen Test konnte das IBEX 25 ein gutes Gesamtbild erzielen. Der Begriff Einstiegsgerät ist nur für die leichte Bedienbarkeit angemessen. Im Funktionsumfang bietet das Ibex 25 schon recht viel für ein Einsteigermodell.
Der erste optische Eindruck beim Auspacken ist ein gut verarbeitetes und hochwertiges Gerät. Der zweite Eindruck: Wie schaltet man das Gerät ein? Der Schalter lässt sich nur mit sehr viel Kraft bedienen. Das stört mich auch bei der späteren Benutzung regelmäßig. Nachdem ich endlich mit viel Kraft das Display aufgeweckt habe, ist das Ibex in angemessener Zeit hochgefahren und kennt den Standort. Das GPS-Modul benötigt etwas länger als teurere Geräte um die Satelliten zu finden. Die Anbringung am Lenker ist nicht einfach. Die Halterung nimmt einen breiten Raum ein. Der vorgesehene Punkt an der Zusatzhalterung des Klick-Fix ist eigentlich zu schmal. Mangels Alternative riskiere ich es trotzdem.
Die Kartendarstellung ist gut lesbar und lässt sich über das Display einfach größer oder kleiner darstellen. Schwieriger ist nur eine passende Einstellung zu finden um entweder Ortsnamen oder Straßennamen angezeigt zu bekommen. Eine Möglichkeit der Tourenplanung ist die Eingabe von Zielpunkten über das Display. Hier bekomme ich etwas Schwierigkeiten den richtigen Punkt zu finden. Für eine längere Rundtour benötige ich schon viel Zeit um mit unterschiedlichen Kartenmaßstäben und dem Verschieben im Display eine passende Tour zu erzeugen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Radreisen, Technik | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Verkehrswende in der Sommerpresse

Tonnen, falsch geparktWährend das Sommerloch in der Presseberichterstattung noch vor wenigen Jahren gerne mit Artikeln über “Rüpel-Radler” gefüllt wurde, überrascht uns der stern unter dem reißerischen Titel “Der Wahnsinn auf Deutschlands Radwegen” mit einem Beitrag über Hindernisse auf Radwegen (in Hamburg, aber auch anderswo) und einer Fahrrad-Serviceseite. Mangels passender Rubrik wurden die Artikel zwar auf die Auto-Seiten gepackt, aber vielleicht erleben wir ja auch noch die Einrichtung einer Rubrik “Fahrrad” oder “Verkehr”.
Der SPIEGEL beleuchtet – ebenfalls in der Rubrik “Auto” – unter dem Titel “Verkehrswege in Berlin: Für Radler ist es am engstendie ungerechte Flächenverteilung für die verschiedenen Verkehrsarten am Beispiel der Bundeshauptstadt. Interessant darin der Flächengerechtigkeitsreport und der Wegeheld, eine Falschparker-Melde-App fürs Smartphone.

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Alltag, Infrastruktur, Radverkehr | Verschlagwortet mit , | 4 Kommentare

Broschüre des Deutsche Städte- und Gemeindebund zur Förderung des Radverkehrs

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) gibt als kompakte Darstellung eines kommunal relevanten Themas die DStGB Dokumentationen heraus. Zielgruppe der Reihe sind die kommunalpolitischen Entscheider. Der DStGB verfolgt dabei das Ziel, Bewusstsein zu schaffen und im besten Fall politische Initiativen auszulösen. In den letzten Ausgaben ging es z. B. um die Besuchersicherheit bei kulturellen Veranstaltungen (Nr. 115), Bürgerbeteiligung bei kommunalen Vorhaben und in der Stadtentwicklung (Nr. 117) oder Windenergie (Nr. 120). [1]

doku124Der DStGB ist die Interessenvertretung der kommunalen Spitzenverbände auf Bundesebene, der in dieser Reihe eine im Diskurs gewonnene Position darlegen möchte. Die Veröffentlichungen dienen dabei der Information über Sachverhalte und Positionen und geben aus der Sicht des Verbandes eine Auswahl gute Beispiele wieder. Es handelt sich dabei also nicht um ein Regelwerk und die Veröffentlichungen erheben auch nicht den Anspruch, den Stand der Technik oder die anerkannten Regeln der Technik wiederzugeben. Themen, die es in diese Reihe schaffen, spiegeln also eher das wider, was Kommunen gerade bewegt. Daher ist es erfreulich, dass nun als Nr. 124 das Heft „Förderung des Radverkehrs in Städten und Gemeinden“ erschienen ist, das in Zusammenarbeit mit dem ADFC entstanden ist.

Dank des inhaltlichen Inputs des ADFC gibt es inhaltlich an der Stoßrichtung nichts auszusetzen, so dass man das Heft jedem Kommunalpolitiker zur Lektüre empfehlen kann, der sich erstmalig mit dem Thema auseinandersetzen möchte oder den Stand der Diskussion in kurzer Zeit kennen lernen möchte. Durch die Verweise auf die Regelwerke in den Texten wird auch deutlich vermittelt, dass es längst formulierte Standards gibt, und der Lesende erfährt, wo er nähere Informationen bekommt. Auch auf andere Hilfsmittel wie die Förderfibel des Nationalen Radverkehrsplans wird verwiesen.

Für den einen oder anderen Politiker ist es sicherlich eine Herausforderung, dass sein Verhalten Teil der Radverkehrsförderung ist. „Eine Kampagne ‚Fahrradfahren ist prima und macht Spaß‘ der Kommune kann nicht glaubwürdig sein, wenn der Bürgermeister mit dem Auto zum Kampagnenstart kommt. Allerdings gehören auch andere Personengruppen zu den Vorbildern: Arbeitgeber, lokale Prominente und ganz besonders Lehrer.“ (S. 13)

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Bücher und Karten, Infrastruktur, Politik, Radverkehr, Technik | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Leserfrage: Wie weit gilt “Radfahrer absteigen”?

Reinhard Witzel stellt in einem Kommentar eine interessante Frage.

Es gibt auch das (Zusatz-)Schild: “Radfahrer absteigen”. Ich habe noch nie […] ein Schild gesehen: “Radfahrer wieder aufsteigen”. Bei Beachtung des Schildes “Radfahrer absteigen” würde ich heute noch lange Strecken schieben, weil nicht geregelt wird, welche Strecke man schieben muß. Die Schiebestrecke steht wohl also im Ermessen des Radfahrers, obwohl z.B. Beginn und Ende von Halteverboten, Geschwindigkeitsbeschränkungen usw. konkret durch Verkehrrsschilder geregelt werden. Was nun Bundesverkehrsministerium, Straßenverkehrsbehörden und Gerichte? Vielleicht weiß Herr Paul Rat.

Zum Aufheben einer Regelung gibt es das Zusatzzeichen 1012-31 “Ende”. Und es gibt immer auch die Möglichkeit, durch eine andere Regelung das Ende der vorherigen Regelung mit festzulegen. Sobald Tempo 30 gilt, ist Tempo 50 davor aufgehoben. Sobald ein Fußweg ausgeschildert ist, ist damit auch das Ende für einen Radweg festgelegt. Zu der Thematik möchte ich mich aber eh nochmal äußern. Das mit dem VZ 1012-31 “Ende” ist hier aber nebensächlich.

Das Zusatzzeichen 1020-32 ist ja eh umstritten, da man die erwünschte Regelung (unabhängig von der Sinnhaftigkeit und der Übereinstimmung mit mit Normen (Gesetzte, Verordnungen) und Richtlinien) immer auch mit vollwertigen Verkehrszeichen ausschildern kann. Von der inhaltlichen Botschaft mal ganz abgesehen.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Infrastruktur, Radverkehr, Recht | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , | 14 Kommentare

Auf und ab entlang Lenne, Ruhr und Lippe: NRW-Radtour 2014 vom Sauerland ins Ruhrgebiet

Hügelige NRW-Radtour bei schweißtreibenden Temperaturen: 750 Dauerteilnehmende sowie jeweils einige hundert Tagesteilnehmende fuhren in vier Etappen vom 17. bis 20. Juli aus dem märkischen Sauerland ins östliche Ruhrgebiet. Der ADFC NRW stellte als Partner die bewährten ADFC-Tourscouts.

NRW-Radtour 2014

NRW-Radtour 2014 (Foto: Martin Isbruch)

Weiterlesen

Veröffentlicht unter ADFC, Radreisen, Radtouren | Verschlagwortet mit , | 2 Kommentare

Bundestag erhöht Mittel für Radwegebau

Zeichen_240_123Ende Juni hat der Bundestag den Haushalt für 2014 beschlossen. Die gute Nachricht für den Radverkehr: Der Etat für Radwege an Bundesstraßen ist tatsächlich von 60 auf 80 Millionen Euro erhöht worden. Für nächstes Jahr will die GroKo die Mittel sogar wieder auf die ursprünglichen 100 Mio. Euro aufstocken, wie es der ADFC im letzten Jahr gefordert hat. Die “schlechte” Nachricht: Nun muss das Geld auch tatsächlich ausgegeben werden! Das ist insofern schwierig, als Bauprojekte in der Praxis einen langen Vorlauf haben. Die Mittel noch dieses Jahr zu “vergraben”, erfordert schon einige Anstrengungen. Ob nicht ausgegebene Gelder in das nachfolgende Jahr übertragen werden können, ist noch nicht ganz klar. Vom Bund ist es zwar so gewünscht, jedoch kann das jeweilige Länderrecht dem entgegenstehen. Wie sich die Situation in NRW darstellt, müssen wir noch in Erfahrung bringen.

Glücklicherweise erlaubt der genaue Titel der Haushaltsmittel “Bau von Radwegen einschließlich Erhaltung (Bundesstraßen)” auch die Sanierung oder Anpassung an die aktuellen technischen Standards (ERA 2010). Damit eröffnet sich die Möglichkeit, bei noch anstehenden Bauarbeiten in diesem Jahr den Ausbaustandard zu verbessern. Neue Projekte zu realisieren, scheint 2014 aufgrund des knappen Zeitrahmens indes kaum möglich. Für die Folgejahre sollten natürlich entsprechend viele Baumaßnahmen geplant werden, um den Topf vollständig auszuschöpfen, damit er nicht irgendwann wieder mangels Interesse gekürzt wird.

Der ADFC NRW wird seine Kontakte zu verschiedenen Institutionen und Organisationen nutzen, um sich für eine möglichst umfangreiche Nutzung der Gelder bereits in diesem Jahr einzusetzen.

Veröffentlicht unter ADFC, Infrastruktur, Politik | Verschlagwortet mit , , , , | 24 Kommentare