Messebesuch: Was gibt’s für Anfänger?

Fahrräder, Reiseangebote, Dienstleistungen – ich schlendere über die Messe „Drahtesel 2016“ in Bielefeld und schaue mich um. Und mir geht die Frage durch den Kopf: „Was wird hier eigentlich erwachsenen Radfahranfängern geboten?“ Also stelle ich diese Frage nicht nur mir selbst, sondern auch den Damen und Herren auf den Messeständen.

Harald Warscheid stellt das „Ferienland“-Konzept für unbeschwerten Radurlaub vor. Foto: Claudia Böhm

Harald Warscheid empfiehlt das Ferienland-Konzept: Radregion +  Unterkunft + Mietrad + Service. „Ein Rundum-Sorglos-Paket für unbeschwerten Radurlaub.“  Foto: Claudia Böhm

„Wir haben auch Messe-Schnäppchen für Fahranfänger" preist Claudia Strathmann-Wolke auf dem Feine-Räder-Stand dieses Rad mit Nabenschaltung und tiefem Durchstieg an. Foto: Claudia Böhm

„Wir haben auch Messe-Schnäppchen für Fahranfänger” preist Claudia Strathmann-Wolke auf dem Feine-Räder-Stand dieses Rad mit Nabenschaltung und tiefem Durchstieg an. Foto: Claudia Böhm

„Damit kommen auch Anfänger gut klar“, meint Sandra Rathert, Fa. Feine Räder, zum E-Bike I:SY. Foto: Claudia Böhm

„Mit diesem handlichen Modell kommen Anfänger gut klar“, meint Sandra Rattert, Fa. Feine Räder,  zum E-Bike I:SY.  Foto: Claudia Böhm

Werner Hollmanns Tipp für Fahranfänger: Ein Rad mit Hydraulikbremsen, die sich auch mit kleinen Händen und wenig Kraft bedienen leicht bedienen lassen. Foto: Claudia Böhm.

Werner Hollmann, Inhaber des VR-Fahrradladen, hat diesen Tipp für Fahranfänger: „Hydraulikbremsen lassen sich auch mit kleinen Händen und wenig Kraft leicht bedienen.“ Foto: Claudia Böhm

Sittiye Kurnaz zeigt ein „aufgemotztes“ Jugendrad aus der Recycling-Börse. Foto: Claudia Böhm

Sittiye Kurnaz zeigt ein „aufgemotztes“ Jugendrad aus der Recycling-Börse Bielefeld. „Wir haben aber auch weniger bunte Räder im Angebot.“  Foto: Claudia Böhm

„Aus 3 mach 1“ – Stefan Mielke und Henning Schwer vom Verein „Fahrräder bewegen Bielefeld“ sammeln alte Fahrräder und Teile. Zusammen mit Flüchtlingen bauen sie daraus neue Fahrräder und verteilen sie an Menschen, die sich kein neues Rad leisten können. Foto: Thorsten Böhm

„Aus 3 mach 1“ – Stefan Mielke und Henning Schwer vom Verein „Fahrräder bewegen Bielefeld“ sammeln alte Fahrräder und Teile. Zusammen mit Flüchtlingen bauen sie daraus neue Fahrräder und verteilen sie an Menschen, die sich kein neues Rad leisten können. Annahmestelle für Fahrradspenden Foto: Thorsten Böhm

Helga Oekenpöhler vom Sportbund hat auch kurze Touren für wenig geübte Radfahrerinnen und Radfahrer im Programm. Foto: Claudia Böhm

„Im Sportbund-Programm gibt es auch kurze Touren für wenig geübte Radfahrerinnen und Radfahrer“, sagt Helga Oekenpöhler. Foto: Claudia Böhm

„An den E-Bike-Kursen der Verkehrswacht können auch Fahranfänger teilnehmen. Voraussetzung: Sie bringen ein eigenes Elektrofahrrad mit“ empfiehlt Ulrich Obermeier. Foto: Claudia Böhm

„An den E-Bike-Kursen der Verkehrswacht können auch Fahranfänger teilnehmen. Voraussetzung: Sie bringen ein eigenes Elektrofahrrad mit“, empfiehlt Ulrich Obermeier. www.vsz-bi.de Foto: Claudia Böhm

„Die Moorland-Tour an der holländischen Grenze bietet breite, autofreie Wege“ weiß Ernst-Rüdiger Matzke von Emsland-Touristik. Foto: Claudia Böhm

„Die Moorland-Tour an der holländischen Grenze bietet breite, autofreie Wege“, weiß Ernst-Rüdiger Matzke von Emsland-Touristik. Foto: Claudia Böhm

Philipp Friedrichs, Fa. Radwelt, empfiehlt Anfängern unkomplizierte City-Räder. Foto: Claudia Böhm

Philipp Friedrichs, Fa. Radwelt, empfiehlt Anfängern unkomplizierte City-Räder. Foto: Claudia Böhm

Barbara Siekmann-America, Fa. Raddesign, hat einen besonderen Spartipp: das Jobrad. Foto: Claudia Böhm

Barbara Siekmann-America vom Fahrradladen Raddesign am Kesselbrink hat einen besonderen Spartipp: das Jobrad. „Schon ab 20 Euro im Monat bekommt man auf diesem Weg sein Wunschrad.“ Foto: Claudia Böhm

Richtiger Abstand zwischen Sattel und Pedal – und trotzdem mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen. Salvatore Gambino vom Dreirad-Spezialisten E-Motion macht auf einem Gazelle Balance vor, dass das geht. Foto: Claudia Böhm

Richtiger Abstand zwischen Sattel und Pedal – und trotzdem mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen. Salvatore Gambino vom Dreirad-Spezialisten E-Motion macht auf einem Gazelle Balance vor, dass das geht. Foto: Claudia Böhm

Der ADFC Bielefeld hat Radfahranfänger schon lange im Blick. Ingrid Dingerdissen stellt die Radfahrkurse vor, außerdem leichte Touren und natürlich die neue ADFC-Pannenhilfe. Foto: Claudia Böhm

Der ADFC Bielefeld hat Radfahranfänger schon lange im Blick. Ingrid Dingerdissen stellt die ADFC-Radfahrkurse vor, außerdem leichte Touren und natürlich die neue ADFC-Pannenhilfe. Foto: Claudia Böhm

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16 Kommentare zu Messebesuch: Was gibt’s für Anfänger?

  1. avatar Markus MK sagt:

    Der ADFC Bielefeld hat sogar schöne Blumen am Stand 😉 Das ist schon mal eine geglückte Mission.
    Neben einem Interview mit den Vertretern der Organisationen an den Ständen lohnt sich aber auch ein Blick hinter so manche Kulissen. Es gibt Angebote, die nur bedingt dazu geeignet sind, Mobilität zu erlernen. Zum Beispiel sind das solche von Organisationen, die sich nicht dem Volkswohl verpflichtet fühlen. Wenn die natürlichen Widersacher des NRVP 2020 ihre Angebote an Radfahranfänger richten, geht es ihnen unter dem Deckmantel Sicherheit in erster Linie um den ewigen Versuch einer Schuldumkehr.
    Offizielle Präsentationen von Organisationen, welche die StVO als Grundlage für die Verkehrssicherheit offenbar abzulehnen scheinen. können wir uns hier eigentlich sparen.
    http://www.verkehrswacht-medien-service.de/gesellschafter.html

    Im ADFC ist die Sache ja relativ klar und wir können Mobilitätserziehung richtig. Aber auch Politik und Verwaltungen kann ich nur wünschen, dass sie wachsam sind und es vor allem vermeiden können, dass Radfahranfängern ein umweltfeindliches und obendrein auf Unwahrheiten und rechtlich angreifbaren Positionen gegründetes Verhalten nahegelegt wird.

    • avatar Norbert Paul sagt:

      Den Kommentar verstehe ich nicht wirklich …

      • avatar Markus MK sagt:

        Den Link haste gesehen? Wollte nur darauf hingewiesen haben (und fand das hier eine passende Gelegenheit), dass manche Verbände ihre Sichtweise anhand von Publikationen entäußern, die für uns keinen Wert haben.
        Die hier mitlesenden Radfahranfängern und anderen sollen ja schließlich nicht kommentarlos der
        “Kfz-fahrer-brauchen-kein-Sichtfahrgebot-Lobby” überlassen werden. Denn diese Lobbyvereine dürfen ja sogar vor Kindern in so manch einer Schule missionieren und heizen in der Öffentlichkeit Scheindebatten um Verkehrssicherheit mittels unsinniger und wirkungsloser Maßnahmen an.
        Sitzen bei euch deren Vertreter nicht als beratende Mitglieder im Bau- und Verkehrsausschuss sitzen oder als Rektoren an Schulen Eltern abraten, ihre Kinder mit dem Rad zur Schule zu schicken, habt ihr Glück.

        • avatar Norbert Paul sagt:

          Ich finde, man macht es sich zu einfach, den ADAC als böse abzustempeln. Hin und wieder bekomme ich eine ADAC Motorwelt in die Hand und im Großen und Ganzen wird da korrekt über Rad- und Fußverkehr geschrieben. Der ADAC schient längst mitbekommen zu haben, dass seine Mitglieder nicht nur Auto fahren.

          • avatar Karsten Obrikat sagt:

            Das ist wie beim ADFC: je nach Ansprechpartner bekommt man unterschiedliche Aussagen.

            Siehe z.B. ADFC-Berlin und der Standpunkt zum Radentscheid.

            Die “lägendere” WDR2-Arena im letzten November wäre mit einem anderen Herren des ADAC (und des ADFC) wahrscheinlich auch nicht so harmonisch abgelaufen. Nochmals vielen Dank an Michael!

          • avatar Markus MK sagt:

            Bestimmt klingt der ADAC inzwischen vorsichtiger und moderater, als in der Vergangenheit. Habe auch gelegentlich schon gute Interwiews mit deren Vertretern gehört. Die Ursachen von Stau und Unübersichtlichkeit werden häufiger erkannt. „Inoffizielle Zielen“ wie Unterwerfung und Motorisierung sind aber bestimmt noch erhalten und erledigen sich vor allem in ländlichen Räumen nicht von selbst. Sollte da ein Umdenken stattgefunden haben, wären diese Dinge jetzt offline:
            https://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/verkehrserziehung/medien/default.aspx?ComponentId=46215&SourcePageId=48195
            Natürlich liegt es nahe, die Verantwortung für die Verkehrssicherheit den Hauptverursachenden zu überlassen. Da könnte der ADFC doch sagen: „Für die Verkehrssicherheit sind wir wohl am wenigsten verantwortlich. Das sollen doch die machen, die die größte Gefahr im Straßenverkehr ausmachen.“ Letztlich wird diese Verantwortung für die Sicherheit an vielen relevanten Stellen doch lieber den Radfahrenden und Zu Fuß Gehenden aufgeladen. Und das koommt durch verdächtige Sponsoren, die es mit der Orientierung an der Umweltverträglichkeit nicht so genau nehmen. Interessant finde ich den Umgang solcher Verbände mit Pedelecs. Erst mit einem Test Leute verunsichern, dann Schulungen anbieten (weil es angeblich so gefährlich ist? Oder weil es einen Motor hat?…). Eine gewisse Faszination an Elektifizierung scheint es dort ja zu geben. Aber an „Mit dem Pedelec zur Schule“ haben sie sich noch nicht herangetraut oder dafür fehlen ihnen die Sponsoren 😉

          • avatar Markus MK sagt:

            Und noch so ein aktuelles Beispiel zu Positionierungen in Sicherheitsfragen:
            http://www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/schleswig-wird-zur-tempo-30-stadt-id13088641.html

          • avatar Markus MK sagt:

            Da habe ich doch gleich mal eine Motorwelt aus dem Altpapier gefischt. Und tatsächlich: Auf Seite 34 bis 38 ein Bericht über Deutschlands erste Schnellstraße für Radfahrer. Mein lieber Scholli – also wirklich lesbar und der Fotograf kann sogar Schnappschüsse.

  2. avatar Gerry34 sagt:

    Eine Sache, die ich tatsächlich immer wieder vermisse ist, dass die Bevölkerung endlich mal zum Thema Dienstfahrrad Leasing aufgeklärt wird! Habe es auch nicht an einem der gezeigten Stände sehen können – was echt schade ist, da es einen guten Beitrag dazu leisten würde das Interesse von Arbeitgebern und Arbeitnehmer für das Fahhradfahren zu erhöhen. Einige wissen nämlich noch nicht, dass das Dienstwagenprivileg (1-Prozent-Regel) auch für Fahrräder gilt und man eine steuerliche Gleichbehandlung für das Fahrrad Leasing erfährt – perfekte Alternative zum Auto. SOllte insbesondere in Großstädten viel mehr genutzt werden – Problem: Es weiß nur fast keiner. Selbst Leute die aus eigener Überzeugung jeden Tag mit dem Fahrrad ins Büro fahren nutzen diese Möglichkeit die tatsächlich einige finanzielle Vorteile bietet. Auch super um dem Klimawandel entgegen zu wirken und der eigenen Gesundheit was gutes zu tun – Fahrradfahren bietet einfach nur Vorteile 😉
    Deswegen dies als kleiner Nachtrag.
    Sportliche Grüße und euch eine erfolgreiche Woche euch allen.

    • avatar Markus MK sagt:

      Allein mit den gesparten Spritkosten könnteste die Raten tilgen. Das muss man sich auch mal bewusst machen.
      Das mit dem Dienstfahrrad Leasing ist aber eine sehr individuelle Sache, zu der es teils eine einheitliche Lösung ohne juristisches Risiko gibt. In unserer Region kommt das schon gut an. Viele Unternehmen bieten es ihren Mitarbeitern bereits an. Das spricht sich schnell herum, wie man Betriebsausgaben von der Steuer absetzt. Sollte man das noch anpreisen?
      Wie sieht’s denn in NRW aus? Demnächst Tarifverträge mit Fahrradklausel in BW?
      https://www.agfk-bw.de/blog/news-single/land-plant-dienstrad-privileg-fuer-bedienstete/vom/15/9/2016/

      • avatar Zwei-Ventiler sagt:

        Bisher haben es Beamtenbesoldungsrecht und die Tarifverträge des öffentlichen Dienstes eine Gehaltsumwandlung in Sachleistungen (z.B. Diensträder auch für den privaten Gebrauch) verhindert. Nicht zuletzt die Gewerkschaften haben daran festgehalten, dass Lohn und Gehalt möglichst in vollem Umfang und nur in Geld ausgezahlt wurden.

        Schön, dass Baden-Württemberg jetzt einen Vorstoß startet. Was macht das selbst ernannte Fahrrad-Bundesland Nr. 1?

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