ADFC NRW kritisiert den Ausstieg der SPD Dortmund aus dem Projekt Radschnellweg Ruhr

Sieht das Logo für den Radschnellweg Ruhr bald so aus?

Mit Unverständnis hat der Landsvorstand des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs zur Kenntnis genommen, dass die Dortmunder SPD-Ratsfraktion einen Radschnellweg im Ruhrgebiet ablehnt.
Das Projekt des Regionalverbands Ruhr, die Stadtzentren des größten deutschen Ballungsraums durch einen hoch leistungsfähigen Radweg zu verbinden ist damit akut gefährdet. Während das Land NRW einen landesweiten Wettbewerb zu Radschnellwegen plant und Ballungsräume wie etwa Hannover-Braunschweig-Göttingen solche Radwege bereits konkret planen, lehnt es die Dortmunder SPD sogar ab, eine vom Bund bezahlte Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen. Das, so ADFC-Pressesprecher Thomas Rommelspacher, ist ein Rücksturz in die Verkehrspolitik der 1980er Jahre.
ADFC-Landesvorsitzender Thomas Semmelmann rät der Dortmunder SPD, sich in den Niederlanden davon zu überzeugen, dass Radschnellwege einen wichtigen Beitrag zur urbanen Mobilität leisten. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis, von Radschnellwegen, so Semmelmann, ist exzellent.

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Über Michael Kleine-Möllhoff

Meine Fahrten erledige ich meist mit dem RAD oder dem ÖPNV. Ein Auto benötige ich sehr selten. Verantwortlich bin ich für die Zeitschrift RAD im Pott. Vorstandsmitglied im ADFC-NRW und ADFC-Duisburg.
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3 Kommentare zu ADFC NRW kritisiert den Ausstieg der SPD Dortmund aus dem Projekt Radschnellweg Ruhr

  1. avatar Jan Bartels sagt:

    Die Landesversammlung des ADFC NRW hat heute einen Initiativantrag zum Radschnellweg Ruhr einstimmig angenommen: “Der ADFC NRW begrüßt die Aktivitäten des Regionalverband Ruhr und des Landes, auch in Nordrhein-Westfalen Radschnellwege zu schaffen. Der ADFC NRW unterstützt insbesondere das Projekt Radschnellweg Ruhr und die Bestrebungen des Landes, einen NRW-weiten Wettbewerb zu Radschnellwegen auszuschreiben. Die Gebietskörperschaften werden aufgefordert, die Planung und Umsetzung von Radschnellwegen zu unterstützen.” Der NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger betonte in seinem Grußwort an die Versammlung, dass er sich für das Projekt einsetzen werde.

    Wie die WAZ heute berichtete, forderte die Grünen-Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann die Stadt Dortmund auf, das Projekt nicht zu blockieren. Der Dortmunder OB Sierau will nun das Ergebnis der Machbarkeitsstudie abwarten. Diese Studie soll unter anderem die zu erwartenden Kosten klären.

  2. Pingback: Landesversammlung wählt in Münster einen neuen Vorstand | ADFC Blog - ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.

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