Reine Preisfrage: Fahrradfahrer fahren günstig

Die Preise für’s Fahrradfahren sind unterdurchschnittlich gestiegen.
(Foto: GG-Berlin / pixelio.de)

Wer in den vergangenen 10 Jahren konsequent Fahrrad gefahren ist, hat viel Geld gespart. Das Statistische Bundesamt ermittelte im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche, wie sich die Preise für Verkehrsmittel entwickelt haben. Vor allem  Sprit hat sich rasant verteuert: Superbenzin ist um 60 % gestiegen, Diesel sogar um 80 %. Bahnfahrer hat es mit rund 40 % Steigerung ebenfalls heftig getroffen. Im gleichen Zeitraum haben sich die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel, also quasi die “Kraftstoffe” für die Radfahrer, hingegen nur um gut 10 % erhöht.

Die Preise für neue Fahrräder kletterten von 2002 bis 2012 nur um 8 %, für neue Autos musste man 10 % mehr ausgeben. Auch bei der Anschaffung siegt also das Fahrrad. Der allgemeine Preisanstieg betrug übrigens 18 %.

Und um auf mein Lieblingsthema zu kommen: Der Anstieg der Schokoladenpreise war ebenfalls unterdurchschnittlich, sogar noch unterhalb von Brot.

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Über Jan Bartels

Als Alltagsradler bin ich fast täglich mit dem Rad zur Arbeit unterwegs und genieße es als Ausgleich zum Bürojob. Im ADFC kümmere ich mich um vor allem um den Internetauftritt des Landesverbands. Im Kreisverband bin ich verkehrspolitisch rund um den heimischen Kirchturm aktiv und liefere regelmäßig Artikel für die "Rad am Niederrhein", unserer Mitgliederzeitung (http://www.rad-nr.de).
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5 Responses to Reine Preisfrage: Fahrradfahrer fahren günstig

  1. avatar Thomas Arbs sagt:

    Fast alles hier Gesagte höre ich und glaube es gern, nur dass die Fahrradpreise unter dem allgemeinen Preisniveau liegen sollen, fällt mir schwer zu glauben. Ich fürchte, dass ein verstärktes Aufkommen von “Discounterrädern”, die man meist nicht empfehlen mag, hier entlastend in den Durchschnitt eingegriffen hat.

    • avatar Jan Bartels sagt:

      Das ist ein generelles Problem an statistischen Daten, wenn die Stichprobenzusammensetzung nicht bekannt ist. Ich habe bei destatis.de indes keine Daten gefunden, die sich allein auf ADFCler-Fahrräder bezieht ;-) Der Fahrrad-Monitor 2011 hilft da auch nur begrenzt, weist jedoch allein zwischen 2009 und 2011 einen Anstieg von 570 EUR auf 620 EUR aus (knapp 9 %). Das allerdings auf einer anderen Datenbasis, so dass die Zahlen nicht vergleichbar sind.

    • avatar Martin Isbruch sagt:

      Ich habe in den letzten Monaten mal irgendwo gelesen, Fahrradhändler würden insgesamt eine Tendenz zu höherpreisigeren (also besser ausgestatteten etc.) Rädern feststellen. In dieser Beobachtung sind aber dann die Discounter- und Baumarkträder natürlich nicht mit drin.

  2. avatar Martin Isbruch sagt:

    Kleine Überschlagsrechnung:
    Pedelec 10 Jahre fahren mit 5000 km/a, Anschaffungspreis incl. 1 Ersatzakku, Verschleißteilen (i. B. Ketten, Ritzel, Bremsbeläge und Reifen) und Inspektionen kommt grad mal auf die Benzinkosten für den Stinker.
    Wobei der dann allerdings noch nicht gekauft, repariert, versichert und versteuert ist…
    Zumindestens ist aber nach dieser Überlegung ein Pedelec kein zusätzlicher Luxus, sondern bei intensiver Nutzung lediglich eine Geldverschiebung von der Tankstelle hin zu spaßvollerer Fortbewegung. Dürfte auch volkswirtschaftlich interessanter sein, das Geld zum Radhändler zu schleppen anstatt ins OPEC-Kartell zu schleudern.

    Wenn man das Auto gänzlich zugunsten eines Pedelecs abschafft: Nach ca. 10 Monaten ist allein durch die gesparten Kosten (Versicherung, Steuern, Reparaturen bzw. Abschreibung und Benzin) der Break Even erreicht und das Ding mutiert zur Gelddruckmaschine. Das dürfte insbesondere für Zwei-Auto-Haushalte eine Überlegung Wert sein!

    Lustige Sache: Beim Statistischen Bundesamt lässt sich nach Eingabe einiger persönlicher Wohn-, Verkehrs- und Konsumverhältnisse eine persönliche Inflationsrate berechnen, die für Radfahrende vergleichsweise erfreulich ausfallen dürfte. Zumindest, wenn man nicht als Ausgleich ständig Flugreisen einschiebt…

  3. avatar Klaus Dieter Petermann sagt:

    Meine Erfahrung, Rechnung sieht so aus. Auch der größte deutsche Fahrradhersteller Derby Circle bezieht seine Fahrradrahmen aus Fernost. So ein reiner Panasonic Pedelec Antrieb kostet im Verkauf 500€. Dadurch empfinde ich die Verkaufspreise für derartige Pedelec Fahrräder ab 1800€ noch zu teuer. Die Akku´s der neuen 36V Generation sind zudem in dieser Preisklasse kodiert. Es geht hier los, wie anderweitig bei den Druckerbetriebskosten. Da lob ich mir noch den 26V Panasonic Mittelmotorantieb.3 Akkuhersteller machen sich da konkurrenz. Wer technisch den Durchblick hat, kann bei der Wartung und der Fahrradkomponentenoptimierung Geld sparen. Div.Internetforen sind da immer sehr leer und hilfreich.

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