Höhere Bußgelder gegen Kampfparker

Autofahrer, die Radfahrer behindern oder gefährden, sollen schon bald stärker zur Kasse gebeten werden. Wer auf Radwegen parkt, soll 20-30 Euro statt bisher 15-20 Euro Strafe zahlen. Wer beim Ein- und Aussteigen nicht auf Radfahrer achtet, soll mit 20 statt 10 Euro Bußgeld verwarnt werden. Sehr sinnvoll.

Die Presse berichtet darüber allerdings unter Überschriften wie “Bußgelder für Rowdy-Radfahrer sollen steigen”, denn auch Rasdfahrer sollen 5-10 Euro mehr zahlen, wenn sie gegen die StVO verstoßen.

Auf Spiegel-Online gibt es dazu eine Umfrage: “Wer verhält sich schlimmer auf Deutschlands Straßen – Radler oder Autofahrer?”.  Von knapp 6000 Teilnehmern finden 42 % die Autofahrer schlimmer, nur 19 % sehen die Radfahrer vorn.  Etwa 39 % finden beide gleich schlimm.

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Über Klaus Kuliga

Seit 33 Jahren Arbeit an demselben Projekt: Aus Bochum eine fahrradfreundliche Stadt machen. Eine fahrradfreundliche Stadt ist eine Einladung zum Rad fahren. Immer, überall, für jeden.
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1 Antwort zu Höhere Bußgelder gegen Kampfparker

  1. avatar Ingo S sagt:

    Ich habe eine Zeit lang jeden Falschparker, der mir den Weg versperrt hat (wenn ich Fussgänger war die Gehwegparker, als Radfahrer die Radwegparker), angezeigt (geht in Köln sehr einfach online beim Ordnungsamt). So richtig komplett mit Foto inkl. Datums/Zeitstempel. Darüber bekommt man auch von der Stadt einen Bescheid sobald die ein OWi-Verfahren einleiten. Bei Radwegparkern war das nur dann der Fall, wenn auch der Gehweg blockiert wurde. Im Fall von reinen Radwegparker habe ich jedenfalls von der Stadt Köln nicht einmal eine Rückmeldung erhalten, selbst dann nicht wenn noch zusätzlich ein Absolutes Halteverbot ausgeschildert war. Und die Polizei fühlt sich auch nicht zuständig, “Ruhender Verkehr ist Sache des Ordnungsamtes!” (Zitat eines Polizeibeamten)

    Aber der größte Kracher war der Polizist der den Radweg missbraucht hat um bei einer Verkehrskontrolle die zu kontrollierenden Autofahrer darauf halten zu lassen (obwohl es an der Stelle einen nahezu leeren Randstreifen gab). Auf meine Frage wo ich nun als Radfahrer fahren sollte, kam die Auskunft ich dürfte in diesem Fall auf den Gehweg ausweichen. Bei so viel “Kompetenz” unserer Exekutive freue ich mich schon sehr darauf gegen das Bußgeld wegen Nichtbenutzung des Radweges bzw. Fahrens auf dem Gehweg zu klagen.

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