Grenzenlos stromern

Maas

Entspannt Radfahren entlang der Maas

Der Niederrhein lädt ja schon wegen der relativ flachen Landschaft zum Radfahren ein. Ein gerade fertig gestelltes grenzüberschreitendes Projekt „E-Bike ohne Grenzen“ mit Förderung der EU macht es jetzt allen Besitzern von Pedelecs und E-Bikes noch leichter die Region zwischen Maas und Rhein zu erkunden.

120 Standorte mit der Möglichkeit seinen Akku nachzuladen gibt es im Bereich der Gemeinden Geldern, Straelen, Nettetal, Horst aan de Maas, Peel en Maas sowie Stadt und Region Venlo.  Auf beiden Seiten  der Deutsch-Niederländischen Grenze bieten vor allem Gastronomiebetriebe ihren Gästen eine kostenlose Steckdose. Mit von der Partie sind auch Fahrrad- oder Spielwarenhändler und Stadtwerke. Zusätzlich gibt es auch fünf Verleihstationen mit der Möglichkeit Pedelecs für die Tour auszuleihen.

Die Ladestationen sind über eine Karte unter www.entdecke-den-unterschied.eu/e-bike-ohne-grenzen zu finden. Noch müssen allerdings einige Informationen ergänzt werden. So sind die angekündigten Verleihstationen mit den vorhandenen Daten nicht zu finden. Hilfreich wäre auch eine farbige Unterscheidung von Händlern, Übernachtungsbetrieben und Einkehrmöglichkeiten.

Lademöglichkeit an der Kornbrennerei De IJsvogel in Arcen

Gemeinsamkeit aller Ladestationen ist lediglich die grundsätzliche Möglichkeit einen Akku zu laden. Die „Station“ kann auch aus einer einfachen nicht wettergeschützten Außensteckdose bestehen. Nicht überall ist diese Stelle vom Sitzplatz aus einsehbar. Einen Akku samt Ladegerät für fast 1000 Euro würde ich daher nicht überall anschließen wollen. Zu wünschen ist dem Projekt daher noch eine Qualitätsverbesserung.

Ob Naturpark Maas-Schwalm-Nette oder Venloer Heide, die Flußlandschaft der Maas oder das Niederrheinische  Flachland mit überwiegend landwirtschaftlicher Prägung, die Region bietet ideale Bedingungen für Radfahrer. Insbesondere in den Niederlanden ist die Infrastruktur mit Radwegen und dem Routensystem von ausgeschilderten Knotenpunkten eine gute Grundlage für Genussradfahrer.  Nachholbedarf besteht da eindeutig noch auf der deutschen Seite. Hier haben die ländlichen Gemeinden immer noch nicht die Anforderungen der Straßenverkehrsordnung von 2009 zur Aufhebung von Radwegbenutzungsplichten umgesetzt. In den Niederlanden profitieren selbst Fahrer von E-Bikes von freigegebenen Einbahnstraßen und eigenständigen Radwegen.

Überdachte Lademöglichkeit im Hofcafé Alt-Bruch in Nettetal

Überdachte Lademöglichkeit im Hofcafé Alt-Bruch in Nettetal

Mit dem Rad sind die Schönheiten der Landschaft direkt erfahrbar. Kunst und Kultur liegen am Wegesrand. Wunderschön gepflegte Privatgärten oder der Schlossgarten von Arcen locken zu einem Besuch der vielen Gartencenter in der Region. Zusammen mit dem Niederrhein bildet die Region das größte Gartenbaugebiet West-Europas. Die Regio Venlo (Nord-Limburg) wurde zur „Hauptstadt des Geschmacks 2013“ gekürt. Über die Website www.entdecke-den-unterschied.eu sind auch viele weitere Gastronomiebetriebe und Informationen über die touristischen Angebote der Region zu finden.

Bahntrasse Kaldenkirchen

Zum Radweg umgebaute Bahntrasse in Kaldenkirchen Richtung Venlo

Alt-Bruch

Bauernhofcafé Alt-Bruch in Kaldenkirchen

Ijsvogel

Vorstellung des Projekts der Ladestationen vor der Wassermühle in Arcen mit dem Café De Schenkerij

Venlo

Das prächtige alte Rathaus in Venlo

 

 

 

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Über Michael Kleine-Möllhoff

Meine Fahrten erledige ich meist mit dem RAD oder dem ÖPNV. Ein Auto benötige ich sehr selten. Verantwortlich bin ich für die Zeitschrift RAD im Pott. Vorstandsmitglied im ADFC-NRW und ADFC-Duisburg.
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