Schneller durch Leichtbau

Schneller durch Leichtbau

Leichtes Trekkingfahrrad

Leichtes Trekkingfahrrad

Wer möchte nicht gerne schneller mit seinem Fahrrad fahren können ohne sich mehr anzustrengen? Ein probates Mittel liegt im Abspecken. Wenn Sie schließlich die gleiche Kraft aufwenden, um eine geringere Masse zu beschleunigen, sind Sie am Ende flotter unterwegs.

Dieses Abspecken kann beim Fahrer selbst vorgenommen werden oder beim Fahrrad. Es mag allerdings Personen geben, an denen es nichts mehr abzuspecken gibt. Andere wiederum möchten ungern abnehmen und wiederum andere schaffen es einfach nicht. Somit besteht die Möglichkeit am Fahrrad abzuspecken oder die Gewichtsverteilung des Fahrrades positiv zu beeinflussen.

Ein durchschnittlich hochwertiges, handelsübliches, voll ausgestattetes Tourenfahrrad wiegt in der Regel fahrfertig rund 16 kg. Ein solches Rad fährt sich nicht sonderlich sportlich, man kommt aber durchaus voran, auch wenn es noch viele Möglichkeiten gibt das Fahren leichter und sportlicher auszugestalten. Schließlich wiegt ein Mittelklasserennrad unter 9 kg. Ein Tourenfahrrad wird aber an dieses Gewicht schwerlich herankommen, wenn es weiterhin alltagstauglich und voll ausgestattet sein soll.

Die leichtesten auf dem Markt befindlichen, voll ausgestatteten Tourenräder wiegen und 10 kg. Dies ist allerdings nur möglich, sofern ein sehr leichter Rahmen und viele Teile verwendet werden, die eigentlich aus dem Rennradsektor stammen. Da in diesen Fällen ein Carbonrahmen oder ein sehr leichter Aluminiumrahmen verbaut ist, müssen zwangsläufig Abstriche bei der Alltagstauglichkeit hingenommen werden, da diese Teile anfälliger und pflegebedürftiger sind. Schauen wir uns also an, was wir an unserem 16 kg Fahrrad verbessern können. Die folgenden Tipps lassen sich an den meisten handelsüblichen Fahrrädern ohne weiteres realisieren.

Ein einfaches Mittel auf die Sportlichkeit und das Gesamtgewicht eines Fahrrades Einfluss zu nehmen ist ein schlichter Reifen- bzw. Schlauchwechsel. Zwischen günstigen Reifen und qualitativ hochwertigen, jedoch ebenso pannensicheren Reifen, liegen schnell 500 g pro Stück. Zwischen günstigen und hochwertigen Schläuchen liegen schnell einmal 50 g pro Schlauch. Mit einem Reifen- bzw. Schlauchwechsel sind somit bei einigen Fahrrädern schon 1,1 kg zu sparen. Bedacht werden sollte dabei, dass es sich sowohl beim Reifen wie beim Schlauch um rotierende Masse handelt. Demnach ist ein Leichtbau an dieser Stelle besonders effektiv und fördert die Beschleunigung eines Fahrrades.

Ein weiteres Mittel zum Gewichtsparen ist der Austausch einer Federgabel. Viele auf dem Markt befindliche Federgabeln funktionieren nicht sonderlich gut. Dies mag zum einen an einer niedrigen Wertigkeit oder zum anderen an einer mangelnden Pflege liegen. Federgabeln brauchen regelmäßige Pflege. Eine solche wird von den wenigsten Nutzern durchgeführt. Eine handelsübliche Federgabel an einem Trekkingfahrrad wiegt rund 2 kg. Sie kann ohne weiteres ersetzt werden durch eine starre Gabel. Wenn gleichzeitig etwas dickere Reifen aufgezogen werden, kann weiterhin ein ausreichender Federkomfort gewährleistet werden. Zudem ist eine starre Gabel nicht der Art wartungsintensiv wie eine Federgabel. Eine starre Trekkinggabel wiegt weniger als 1 kg. Somit ist auch an der Gabel rund 1 kg zu sparen.

Gewichtsreduzierung ist auch durch den Austausch von Pedalen möglich. Pedale gehören ebenso zur Schwungmasse. Je leichter sie sind, desto einfacher lässt sich das Fahrrad beschleunigen. Durch den Austausch von günstigen durch hochwertige, leichte Modelle lassen sich schnell rund 200 g einsparen.

Weiteres Einsparpotenzial liegt im Austausch des Gepäckträgers. Einige auf dem Markt befindliche Gepäckträger wiegen etwa einen Kilo oder mehr. Dies trifft vor allem auf die ab Werk montierten Gepäckträger zu. Es ist jedoch kein Automatismus, dass ein schwerer Gepäckträger gleichzeitig stabil sein muss. Der Markt bietet solche, welche 25 kg oder mehr tragen können und nur um die 500-600 g wiegen. Folglich sind weitere 600 g einzusparen, ohne dass der Umbau sonderlich viel Aufwand erfordern würde.

Sollten Sie nun die oben angesprochenen Änderungen an Ihrem 16 kg Fahrrad durchgeführt haben, wäre es durchaus denkbar, dass Sie summasummarum bis zu 3 kg Gewicht am Fahrrad gespart haben. Eine solche Gewichtsänderung ist sehr deutlich fühlbar am Fahrverhalten eines Fahrrades. Ein Trekkingfahrrad, welches bereits 13 kg wiegt, lässt sich durchaus als sehr leicht definieren und entsprechend sportlich fahren.

Die oben genannten Änderungen lassen sich an den meisten handelsüblichen Fahrrädern bewerkstelligen. Auch wenn sich die meisten Nutzer die notwendigen Arbeiten nicht selbst zutrauen mögen, sind entsprechende Änderungen kostengünstig in jeder Fahrradwerkstatt möglich.

Viel Spaß mit der neuen Leichtigkeit des Fahrradfahrens.

 

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Über Denys Benjamin Alt

In erste Linie bin ich Rechtsanwalt - in zweiter Spezialist für Elektrofahrräder und GPS. Ich schraube leidenschaftlich gerne an Fahrrädern. Neben meinen beiden Pedelecs, bewege ich gerne meine Tandems, Rennräder und Mountainbikes. Um das Ziel immer sicher zu finden, ist bei langen Touren ein GPS-Gerät dabei.
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