“Wie macht man einen rosa Elefanten unsichtbar?” reloaded

Rosa Elefant

Rund ein Fünftel aller Radfahrer werden von Autofahrern nicht wahrgenommen.

“Wie macht man einen rosa Elefanten unsichtbar? Pedale anschrauben.”, schrieb Konrad Krause in der Frühjahrsausgabe 2012 des Reflektor, der Zeitung des ADFC Sachsen. Nun scheint diese Aussage wissenschaftlich bestätigt zu sein, wie der ADFC-Bundesverband berichtet. Im Auftrag einer britischen Versicherungsgesellschaft wurde mit Hilfe von Eye-Tracking-Brillen untersucht, wohin Autofahrer schauen und was sie wahrnehmen. Radfahrer gehören demnach nicht zu den wahrgenommenen Verkehrsteilnehmern. Mehr als ein Fünftel aller Radfahrer wurden trotz guter Sichtbedingungen nicht gesehen. Zum Vergleich: Bei Fußgängern wurden nur 4 % übersehen. Der Anteil unterscheidet sich je nach Alter und Geschlecht der Autofahrer.

Die Studie ist zwar in England entstanden, doch ist davon auszugehen, dass sie ähnlich auch auf deutsche Verhältnisse zu übertragen ist. Beim Eye-Tracking werden die Pupillenbewegungen von einem Kamerasystem verfolgt. Mit Hilfe einer weiteren Kamera lässt sich damit bestimmen, wohin der Proband schaut und welche Gegenstände oder Personen er fokussiert. Leider ist über die Ursachen des Phänomens nichts bekannt.

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Über Jan Bartels

Als Alltagsradler bin ich fast täglich mit dem Rad zur Arbeit unterwegs und genieße es als Ausgleich zum Bürojob. Im ADFC kümmere ich mich um vor allem um den Internetauftritt des Landesverbands. Im Kreisverband bin ich verkehrspolitisch rund um den heimischen Kirchturm aktiv und liefere regelmäßig Artikel für die "Rad am Niederrhein", unserer Mitgliederzeitung (http://www.rad-nr.de).
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3 Antworten zu “Wie macht man einen rosa Elefanten unsichtbar?” reloaded

  1. avatar G.Dölz sagt:

    Vorfahrt am Kreisverkehr
    Am schlimmsten ist die Ausfahrt der Autofahrer aus dem Kreisverkehr über den Radweg,da verhält sich
    weit mehr als die Hälfte verkehrswidrig.Von dummen Gesichtern bis zu Drohungen ist alles dabei.
    An solchen Stellen verzichte ich,als Radfahrer, auf die Vorfahrt,sonst hätte ich diese Zeilen nicht schreiben können.Ich habe noch nie gesehen,dass sich Polizei für das Verkehrsgeschehen am Kreisverkehr,sei es Blinken oder Vorfahrt,interessiert hätte.

  2. avatar Boris Schneider sagt:

    Es ist bewiesen, dass man Dinge besser sieht, wenn sie rechts sind und nicht links. Deshalb kann man die englische Studie nicht wirklich auf Deutschland übertragen. Ich nehme an, dass Radfahrer hier besser gesehen werden.

  3. Pingback: Heidener Straße, Raesfeld, Sonntag, 29. September 2013, ca. 12:20 Uhr: Eine Unfallanalyse | ADFC Blog

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