Bochum: Selbst die Sommerradfahrer sind entsetzt

Schild: "Fahrradfahren verboten" am Straßenrand, Fußwegschild mit Zusatz "Fahrrad frei"

Fahrradfahrer unerwünscht in Bochum (Foto: Norbert Paul)

Vor einem Monat habe ich hier ausführlich im Beitrag Wie Bochum an 0% Radverkehrsanteil arbeitet [mit Update] die neue Beschilderung in Langendreer kommentiert. Wie derwesten.de nun berichtet, bleibt es trotz Bürgerbeschwerden bei der Beschilderung.

Auch im Tiefbauamt trudelten Bürgerbeschwerden ein, doch zu einer Änderung der jetzigen Verkehrsführung […] wird es nicht kommen.

Aber jetzt protestieren selbst die Sommerradfahrer aus der Nachbarschaft:

Zu eng und deswegen keine gute Lösung, finden die Anwohner, die argwöhnen, dass die Radfahrer bei der Planung einfach vergessen wurden. Noch ist das Fahrrad von Robert F. Richter im Keller „eingemottet“. Doch demnächst, wenn die Saison wieder losgeht, will auch er sich wieder auf den Sattel schwingen und losradeln.
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Über Norbert Paul

Norbert Paul ist seit Jahren ehrenamtlich journalistisch und verkehrspolitisch aktiv. Neben dem Engagement im ADFC war er auch schon über 10 Jahre Mitglied im Bundesvorstand von FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland. Von Dezember 2012 bis August 2013 war er Geschäftsführer des ADFC Dortmund, schilderte aber auch in dieser Zeit wie alle anderen Blogger hier in seiner Freizeit seine persönliche Sicht der Dinge. Er ist Redaktionsmitglied von Mobilogisch.
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4 Responses to Bochum: Selbst die Sommerradfahrer sind entsetzt

  1. avatar Karsten Obrikat sagt:

    Prima, dass sich auch “Normalbürger” einbringen und sich beschweren. Das unterstreicht deutlich, wie wichtig die Arbeit der Fahrradlobby ist!

  2. avatar Kai Teranski sagt:

    Die Radfahrer wurden dort nicht vergessen, wie der Artikel meint, sondern bewusst ausgesperrt. Nachdem man gerade dabei ist, auf eine schon jetzt recht enge Strasse eine neue Stadtbahnlinie mit eigener Trasse in den Strassenquerschnitt zu quetschen, ist denen scheinbar eingefallen, dass dort ab dem Frühjahr regelmässig Radfahrer auf dem Weg zur Ruhr unterwegs sind. Diese würden möglicherweise in Zukunft Autofahrer um wertvolle Sekunden bringen, und das muss natürlich verhindert werden. Da es dort noch nie einen Radweg gab und dieser auch durch die engen Querschnitte nicht machbar ist, musste man sich etwas anderes einfallen lassen. Ein absoluter Schildbürgerstreich und Musterbeispiel für Behördenwillkür.

  3. Pingback: Kampagne der Bochumer Grüne zum Radverkehr | ADFC Blog

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