Autopendler finanzieren Alternativen

Straßenbahn fährt an parkende Räder am Straßenrand vorbei

Verkehrsinvestitionen im Ausland sind für Basel nichts Neues: Aktuell wird die Verlängerung der Straßenbahn zum Bahnhof in Weil am Rhein auf deutscher Seite kräftig mitfinanziert, damit die Pendler ohne Umsteigen in die City kommen können – Das Bild zeigt eine Straßenbahn in der City (Foto: AlfvanBeem, CC0 1.0)

In Basel will man nicht nur den Radverkehr fördern ohne dass es zu Lasten des Autoverkehrs geht, sondern dort finanzieren Autopendler inzwischen über einen Pendlerfonds Fördermaßnahmen, die das umsteigen leichter machen sollen, berichtet die Basler Zeitung.

Gemäss der Verordnung können ausser Park-and-Ride-Anlagen auch Bike-and-Ride-Anlagen, Quartierparkings und Infrastrukturprojekte des öffentlichen Verkehrs (ÖV) unterstützt werden. Die Zuschüsse sollen sich am Nutzen eines Projekts für Basel-Stadt bemessen. In der Regel sollen sie 2 Millionen Franken nicht übersteigen und für ausserkantonale Projekte höchstens die Hälfte der Gesamtkosten ausmachen.

Besonders interessant daran ist, dass Projekte nicht nur in der politischen Gemeinde Basel gefördert werden, sondern auch Projekte im Umland, damit möglichst wenig Leute mit dem Auto in die Stadt kommen. Man erhofft sich damit eine Win-Win-Situation.

Beides komme der Standortgemeinden und Basel zu gute, teilte das Bau- und Verkehrsdepartement am Donnerstag mit.

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Über Norbert Paul

Norbert Paul ist seit Jahren ehrenamtlich journalistisch und verkehrspolitisch aktiv. Neben dem Engagement im ADFC war er auch schon über 10 Jahre Mitglied im Bundesvorstand von FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland. Von Dezember 2012 bis August 2013 war er Geschäftsführer des ADFC Dortmund, schilderte aber auch in dieser Zeit wie alle anderen Blogger hier in seiner Freizeit seine persönliche Sicht der Dinge. Er ist Redaktionsmitglied von Mobilogisch.
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5 Responses to Autopendler finanzieren Alternativen

  1. avatar Pedelecer sagt:

    Guten Tag Hr. Paul, Sie haben vergessen zu erwähnen, das es in den Niederlanden Firmen gibt,welche das Radfahren fördern. So gibt es für Betriebsangehörige, welche bis 10km Entfernung zum Arbeitsplatz wohnen, keinen Werksparkplatz für das Auto. Auch wird bei dem erwähnten Arbeitgeber das Rad oder Pedelec durch den Hausmeister bei Bedarf gewartet (z.B. platter Reifen). Die Batterie darf sogar auf Kosten der Firma geladen werden. Leider sind deutsche Arbeitgeber weit davon entfernt. Der größte Chemiepark Europas (Eigenwerbung) verbietet sogar die Einfahrt auf das Werksgelände mit einem Pedelec. Dabei haben sich immer mehr ein solches Fahrzeug zugelegt. Siehe hier: http://www.schaufenster-online.de/artikel?p_p_id=content_viewer_WAR_ndv_content_INSTANCE_8Dox&p_p_lifecycle=0&p_p_state=normal&p_p_mode=view&p_p_col_id=column-1&p_p_col_pos=1&p_p_col_count=2&_content_viewer_WAR_ndv_content_INSTANCE_8Dox_struts_action=%2Fcontent_viewer%2Fview&_content_viewer_WAR_ndv_content_INSTANCE_8Dox_system_parameter_articleid=879569
    Hier Orginalmeldung:

    • avatar Norbert Paul sagt:

      Hallo Pedelecer,

      danke für das Feedback und den interessanten Hinweis. Eine Anfrage ist raus und ich werde hierzu demnächst auf adfc-blog.de berichten.

      Es ging übrings nicht darum, eine Übersicht über alle bestehenden Fördermaßnahmen zu erstellen. Auf http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/ wird sowas z. B. gesammelt.

  2. avatar Pedelecer sagt:

    Aber Hr. Paul, wer wird denn gleich eingeschnappt sein? Wollte ja nur ein wenig sticheln, weil dies schon der zweite Beitrag über Basel ist. Jedenfalls wenn hier nicht erwähnt, dann in anderen Foren, als gäbe es nichts anderes. Dies finde ich doch ein wenig einseitig. Vielfalt ist immer besser! Oder noch ein anderer Spruch: Schau über den Tellerrand hinaus. Man kann ja von anderen lernen und es besser machen, oder zumindest versuchen besser zu machen!
    Gruß

    • avatar Norbert Paul sagt:

      Hallo Pedelecer,

      ich bin ganz sicher nicht eingeschnappt, sonst hätte ich doch den Hinweis nicht sofort aufgegriffen. :-) Mal sehen, was aus dem Thema wird.

      Den Satz Jedenfalls wenn hier nicht erwähnt, dann in anderen Foren, als gäbe es nichts anderes. Dies finde ich doch ein wenig einseitig. verstehe ich leider nicht. Irgednwie scheint da etwas zu fehlen, oder?

      Grüße

      Norbert Paul

  3. Pingback: Warum die E-Bikes im Chemiepark draußen bleiben müssen | ADFC Blog

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