Was sich der Blogger so fragt :-)

Schilder "Radfahren verboten", "Fußweg" mit "Radfahrer frei" und "Radweg" nebeneinander

Häufiges Thema: Rätselhafte Ausschilderung (Foto: Norbert Paul)

Als ich mich für den ADFC Blog gemeldet habe, ging ich davon aus, nur sporadisch etwas beitragen zu können. Die Realität lehrte mich dann, dass ich doch ganz schön viel zum Thema lese in einer Woche und das mich vieles beschäftigt und ich somit doch viel mitzuteilen habe. 😀

Nach ein paar Monaten frage ich mich nun ein paar Dinge und würde mich über Reaktionen von euch und Ihnen freuen. Aufgrund der E-Mails, die ich  inzwischen bekomme, gehe ich davon aus, dass es wenigstens ein paar treue Leser gib und vielleicht mögen – nicht nur – die sich dazu äußern.  Andere konstruktive Kommentare finde ich natürlich auch gut. 🙂

Frage 1

Soll ich meine Energie lieber in eher kurze Meldungen stecken wie ich das z. B. in der Rubrik Blogrundschau mache oder soll ich mich eher auf die längeren Berichte konzentrieren, für die ich ausführlicher recherchiere? Momentan bewege ich mich da ja zwischen den Polen für die vielleicht carl-vs-karl.de auf der einen und radverkehrspolitik.de auf der anderen Seite stehen könnten. Ich habe nicht vor, nur das eine zu machen und das andere zu lassen. Ich bin mir aber nicht sicher, auf was ich den Schwerpunkt legen soll. Beides schaffe ich schlicht nicht. Die Antwort “Die bisherige Mischung ist gut” hilft mir nicht weiter. 😉

Frage 2

Ist es eigentlich von Interesse, wenn ich darüber schreibe, was ich beim Kontakt mit Ämtern und anderen Einrichtungen so erlebe? Würdet ihr bei einem solchen Bericht eher “Gut, dass nicht nur mir soetwas frustrierendes passiert!” oder eher “Bor, muss der uns das mitteilen?” denken?
In der Liste möglicher Themen befindet sich z. B. noch der völlig unbefriedigende Schriftverkehr mit einer Klinik, bei der die gesundheitsbewusste Anreise mit dem Rad wohl nicht im Fokus steht, denn dort gibt es keinen einzigen Fahrradständer.

Anderseits greife ich  ja auch gerne mal eher trockende Themen aus dem Bereich der Verkehrsplanung auf, wenn auch bisher immer aufgrund eines konkreten Falls, wie z. B. im Artikel Wie Bochum an 0% Radverkehrsanteil arbeitet [mit Update], in dem es um Sachen wie Verwaltungsrecht ging. Findet das überhaupt jemand außer mir interessant? Immerhin stecken in solchen Artikeln schnell mal zwei Arbeitstage Arbeit und ich mache mir mit meinen Presseanfragen sicherlich keine Freunde in der Verwaltung.

Frage 3

Brunnen im Vordergrund, Rathaus im Hintergrund

Symbolbild für Dortmunder Politik (Foto: Stefanie Kleemann, Dortmund-Agentur, Stadt Dortmund)

Ist es wirklich wichtig, dass ich mir bei Berichten, bei denen es kein Foto gibt, das notwendig oder hilfreich für das Verständnis des Inhaltes ist, und bei dem es auch kein naheliegendes Foto gibt, die nicht zu unterschätzende Zeit nehme, ein Symbolbild zu suchen?
So verwende ich bei Meldungen zur Dortmunder Politik in solchen Fällen ein Bild des Rathauses – vor allem auch, damit bei Facebook bei der automatischen Einspeisung nicht das unspezifische Titelbild auftaucht.

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Über Norbert Paul

Norbert Paul ist seit Jahren ehrenamtlich journalistisch und verkehrspolitisch aktiv. Neben dem Engagement im ADFC war er auch schon über 10 Jahre Mitglied im Bundesvorstand von FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland. Von Dezember 2012 bis August 2013 war er Geschäftsführer des ADFC Dortmund, schilderte aber auch in dieser Zeit wie alle anderen Blogger hier in seiner Freizeit seine persönliche Sicht der Dinge. Er ist Redaktionsmitglied von Mobilogisch.
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9 Kommentare zu Was sich der Blogger so fragt :-)

  1. avatar Philipp R. sagt:

    Hallo Norbert,
    erstmal großes Lob und Dankeschön, dass du dir die Zeit hierfür nimmst. Für mich ist dies der Lieblingsblog, weil regelmäßig Beiträge kommen, die nicht zu kurz und nicht zu knapp sind!
    Etwas präziser hier:
    1.) Länge:
    Ich finde knappe Artikel besser. Es gibt einen ziemlich bekannten Blog aus Köln, auf den Namen komme ich gerade nicht, aber den lese ich selten, weil die Artikel mir zu lang sind. Sind zwar alle interessant, aber letztlich zu detailreich.
    2.) Themen:
    Rechtliches und Artikel zu Behördenkommunikation interessiert mich. Kann sein, dass es andere abschreckt, mich jedoch nicht.
    3.) Bilder:
    Finde ich gerade in einem Blog wichtig, um einen Beitrag wieder zu finden. Welches Bild es ist, ist mir dabei im Grunde egal. Mir würde es nichts ausmachen, wenn ein Bild auch mal überhaupt nicht passt oder “inhaltsleer” ist. Aber zum Wiederfinden ist es sehr nützlich, wenn ein Bild dabei ist.

    • avatar Norbert Paul sagt:

      Hallo Philipp,
      danke für das ausführliche Feedback und das Lob.

      Eine Rückfrage zu 3.) Also wäre es dir wichtig, dass die Symbolbilder nicht wiederholen, weil du mit ihnen einen bestimmten Artikel assoziierst?

      • avatar Philipp R. sagt:

        Wiederholungen machen nichts, man weiß ja etwa wo ein Artikel steht und scrollt entsprechend runter. Wenn man einen richtig alten Beitrag sucht, dann benutzt man eher die Suche. Die Sache mit den Bildern hat auch den Luxus, dass man die Seite nur kurz öffnen muss um zu sehen, ob ein neuer Beitrag kam oder nicht. An das Bild erinnere ich mich, an die Überschrift nicht zwingend 😉

  2. avatar PresseRad sagt:

    Hallo Norbert,

    tolles Blog, einfach so weitermachen wie bisher. Auch wenn die Antwort nicht hilft: man hat als Leser an manchen Tagen Zeit, an manchen nicht, an manchen Zeit für die längeren Artikel, an den anderen eher Lust auf etwas kurzes. Aus der schreibenen Perspektive sieht es ja oft genauso aus. 😉

    Gerne Artikel aus der Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden. Symbolbilder halte ich für überflüssig, die verstopfen nur die Leitung oder sorgen für Redundanz, Fotos von kritikwürdigen Verkehrsinstallationen hingegen sähe ich gerne.

    Anonymen Gruß von nebenan!

  3. avatar Jürgen sagt:

    Hi Norbert, auch von mir zuallererst mal Danke für deine Arbeit. Hat mir schon öfter gute neue Impulse verschafft!

    Zu deinen Fragen:
    1) muss ich leider mit der dir unnütz erscheinenden Antwort “wie bisher” quittieren. Kommt eben drauf an, was du zu schreiben hast, beide Arten Posts haben mir schon sehr weitergeholfen. Der oben erwähnte Marco von radfahren-in-koeln ist mir manchmal auch ein wenig lang, ich weiß aber, dass sehr viele gerade ihn gerne lesen. Deine Mischung hier finde ich subj. wirklich optimal.
    2) Das mit den Ämtern/Behörden ist für mich jetzt nicht sonderlich interessant, weil es aus deiner Region kommt. Wäre es von hier, würde es mich gar brennend interessieren! Scheint ja doch sehr verschieden, wie die Verwaltungen mit den Problemen der Radler umgehen. Insofern: im ADFC-Blog würde ich mich darauf jetzt eher seltener kaprizieren, insbesondere wenn es viel Stress macht. In einem regionalen Blog wäre es fast das Wichtigste…
    3) Tja, mit den Bildern weiß ich auch nicht. Ich hab darüber für meine Posts auch schon öfter nachgedacht. Mir als Leser geht’s ein bisschen wie Phillip (ganz oben), ich scheine Blogposts nach Bildern zu “katalogisieren”. Wenn ich drüber nachdenke, hat mich bei dir tatsächlich das Dortmunder Rathaus schon mal zum “Überblättern” animiert (“Jetzt kommt ein Post zu Dortmunder Angelegenheiten”). Was ja ziemlich nützlich ist, machen also scheinbar Sinn (auch mit den Doubletten…).

    Viele Grüße & Danke
    Jürgen

  4. avatar jph sagt:

    1. ich mag es kurz und prägnant. Wenn es mehr zu berichten gibt, dann gerne auch Länger, sonst eher Links auf ausführliche Hintergrundinfos setzen.

    2. Ich mag diese Berichte sehr. Die Artikel zur Verkehrsplanung finde ich wichtig und spannend. Lobbyarbeit ist wichtig im Vorfeld und Planungsbegleitend und Fehlentwicklungen frühzeitig zu korrigieren. Am Ende meckern, kann “der Westen” oder andere Pseudonachrichten.

    3. Symbolbilder finde ich nicht hilfreich. Ich lese einige Blogs komplett ohne Bilder. Wichtig, dass dann der Artikel kurz ist oder eine prägnante

  5. avatar burger sagt:

    Hallo

    zu 1. So wie es bisher ist finde ich es ganz gut. Es dürfen auch mal längere Berichte kommen, aber zu viel Langes braucht mir dann zu viel Zeit. Ab und zu mit kurzen Einträgen auflockern kommt mir sehr entgegen.
    zu 2. Erfahrungen mit Ämtern und Behörden sind zwischendurch ganz nett, da ich aber nicht aus NRW bin ist das Interesse daran doch eher begrenzt.
    zu. 3. Bilder sind mir unwichtig. Wenn Eins passend zum Thema zur Hand ist gerne, aber mit großer Mühe ein Bild zu suchen, damit der Eintrag bebildert ist finde ich verschenkte Liebesmühe.

  6. Pingback: Sommerpause | ADFC Blog

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