Radroutenplaner NRW in schlechtem Zustand

Es ist ja schön, dass der Radroutenplaner NRW wieder online ist. Den Jubel auf der ADFC-NRW Homepage kann ich allerdings nicht ganz teilen.

Die Karten sind nicht aktuell – weder die Routen, noch das Basis-Kataster, was am Beispiel Dortmund mit dem Phoenix-See deutlich zu sehen ist.
Auch das Verzeichnis der Sehenswürdigkeiten ist total veraltet.

Zitat Rommelspacher: “Nach Angaben des ADFC handelt es sich beim NRW Radroutenplaner um das führende Produkt seiner Art. Aufgrund seiner vielen Funktionen und weitreichenden Vernetzungen sei er über die Bedeutung für Alltags- und Freizeitradler hinaus auch für die Kommunalverwaltungen ein unverzichtbares Hilfsmittel für die Wartung des beschilderten Radverkehrsnetz NRW.”

Nachbesserungen sind dringend notwendig!

>> http://www.radroutenplaner.nrw.de

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20 Antworten zu Radroutenplaner NRW in schlechtem Zustand

  1. avatar Norbert Paul sagt:

    Das Kataster der Schilder des NRW-Netzes ist für radverkehrspolitisch Aktive wirklich eine tolle Sache, aber das Handling der Seite ist tatsächlich nicht mehr state-of-the-art. Auch die Kartengrundlage könnte man mal durch umfangreiche Wahlmöglichkeiten zwischen offizieller aktueller Karte (muss es doch irgendwo geben beim Land), Luftbild, verschiedenen OSM-Layern, Bing Maps, Google Maps ersetzen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

  2. avatar Jens Wahnes sagt:

    Naja, die Eigenschaft des NRW-Radroutenplaners als “führendes Produkt” würde ich ihm gar nicht absprechen wollen, es zeigt aber vor allem, dass die anderen Angebote zu dem Thema ein noch größerer Reinfall sind.

    Zwar war ich auch schon mehrmals drauf und dran, den Machern des NRW-Radroutenplaners eine Initiativbewerbung zukommen zu lassen, da es sich angesichts der Routing-Ergebnisse eigentlich nur um eine verdeckte Stellenanzeige für einen Qualitätsmanager handeln kann, der dem Projekt bisher völlig fehlt. So erhält man dort mitunter Wege vorgeschlagen, die sich bei einem Abgleich mit der Realität dann als vollkommen irrwitzig erweisen und in dieser Form schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, nicht meht existieren können, wenn sie es denn je getan haben.

    Das ist natürlich besonders unangenehm, wenn man sich in einer Gegend nicht auskennt und auf den heruntergeladenen GPX-Track einfach mal verlässt. Im Durchschnitt fährt man zwar mit den Tracks – im wahrsten Sinne des Wortes – immernoch meilenweit besser als mit der völlig wahnwitzigen Radroutenbeschilderung, auf die sich der Routenplaner auch gerne bezieht, die aber dermaßener Schrott ist, dass man sich damit wirklich nur verfahren kann. Von der Tatsache mal ganz abgesehen, dass diese Wegweiser einen auch gerne auf Wege leiten, die man als Radfahrer gar nicht befahren darf, oder jedenfalls nicht in der angegebenen Richtung.

    Zugutehalten muss man dem NRW-Radroutenplaner aber, dass die Bedienung einigermaßen komfortabel ist (z.B. was das Setzen von Zwischenpunkten angeht, die man u.a. mit der Maus aus der bestehenden Route “herausziehen” kann, auch zwischen bereits existierenden Zwischenpunkten). Außerdem ist die Berechnung normalerweise einigermaßen flott (besonders im Vergleich mit anderen Radroutenplanern, z.B. dem aus Baden-Württemberg) und die Darstellung mit Höhenprofil ist auch sehr gelungen. Besonders schön ist auch die Möglichkeit, mit der Maus im Höhenprofil entlangzufahren und den zugehörigen Ort auf der Karte angezeigt zu bekommen und umgekehrt. Auch kennt der NRW-Routenplaner deutlich mehr spezifische für Radfahrer angelegte bzw. freigegebene Wege als etwa die Radrouting-Funktion bei Google Maps.

    Die meisten der Kritikpunkte (z.B. Wege, die es schon seit sehr langer Zeit nicht mehr gibt) treffen übrigens auch auf die Funktion “Route nach Wunsch” beim ADFC-Tourenportal tu. Was dabei herauskommt, ist oftmals keinen Deut besser als die Vorschläge des NRW-Radroutenplaners, kostet dafür aber u.U. auch noch Geld.

    • avatar Norbert Paul sagt:

      Ich ärgere mich auch, dass die Beschilderung des NRW-Netzes i. d. R. so schlecht, dass man sich unweigerlich verfährt, auch wenn man als erfahrener Nutzer die Schilder überall vermutet …

      Ich nutze bei Routen-Planungen meist NRW-Radroutenplaner, OSM und darauf aufsetzende Routenplaner und Google-Maps mit dem Routenplaner. Google vor allem wegen der Luftbilder, um sich einen Eindruck von kritischen Punkten zu verschaffen.

  3. avatar Heribert Adamsky sagt:

    Ich weiß nicht, ob man das (verschiedene freie und kommerzielle Kartenlayer) von einem Ministeriumsprojekt erwarten kann. Oder sollte. Dessen Kernkompetenz liegt ja eigentlich woanders, nämlich bei der Funktion als öffentlich einsehbares Kataster: http://www.radverkehrsnetz.nrw.de – gleiche Software, nur andere Sicht auf die Daten. Hier liegt tatsächlich einiges im Argen – Routen, die mit der Beschilderung nicht übereinstimmen oder die über Fußwege verlaufen und so weiter. Diese Unstimmigkeiten gelangen aus unterschiedlichen Gründen in den Radroutenplaner. Dazu gehören fehlerhafte Meldungen der Kommunen ans Ministerium, Übertragungsfehler bei der Aufnahme ins Kataster, nicht StVO-konforme Routenführung durch die Kommunen. All diese Fehler kann man online melden, nur wissen die wenigsten, wo. Hier geht’s lang: http://www.radverkehrsnetz.nrw.de/mpNRW/mphFramesetM.html … Und niemandem ist es verboten, den Radverkehrsnetz-Mängelmelder auf seiner Facebook-, ADFC-, Blog- oder sonst irgendeiner Seite zu verlinken. Nur zu!

    • avatar Norbert Paul sagt:

      Es wäre halt ein praktischer Service, weil OSM ja andere Infos enthält wie z. B. Fahrradläden. Man könnte natürlich direkt weiter denken und das Land stelltr alle Karten-Daten unter entsprechende Lizenzen und die werden dann in OSM eingepflegt und dann nimmt das Land OSM als Grundkarte.

      Als ich mal gemeldet habe, dass an der und der Stelle ein Schild fehlte und ich mich deshalb verfahren habe (aber halbwegs schnell bemerkt habe), gab es nur die lapidare Antwort, dass das eindeutig sei und nichts fehlen würde.

  4. avatar Pedelecer sagt:

    Nett gemeint Hr. Adamsky, wird Ihnen für die Radwege am Kloster aber nichts nutzen. Es geht ja nur um Beschilderungen oder Routenführungen. Neuer Teer wird dadurch noch lange nicht verlegt und die Fehler der Vergangenheit ( Radwegbreite ) auch nicht verändert.

  5. avatar Ingo sagt:

    Ja, der Radroutenplaner NRW ist tatsächlich nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Und unter Mac OS 10.x mit dem Safari-Browser ist er de facto gar nicht nutzbar. Diverse Frames sind nicht scrollbar, die Textcodierung lässt sich im Browser nicht so einstellen, dass alle Sonderzeichen korrekt dargestellt werden,… Im Firefox klappt es dann aber freundlicherweise. Betrifft aber auch die Radroutenplaner anderer Bundesländer. Na ja, als Planungsgrundlage reicht er völlig aus. Lade mir die GPX-Datei dann auf meinen Rechner und passe den Track in Basecamp an, schaue mir das auch auf Google Earth an,…

  6. avatar Alfons Krückmann sagt:

    Mogelpackung
    Ich finde, dass der NRW-Planer und das sogenannte “Radwegenetz” von vornherein gegen den Alltags-Radverkehr gerichtet war. Schade.
    Hätte man wenigstens klar gesagt, dass es ausschliessich um einen TOURISTISCHEN !!! Tourenplaner geht, dann hätte evtl. was brauchbares dabei herauskommen können.
    Die Idee touristische Strecken mit oft steinigen, schlammigen Oberflächen, schmalen Wurzelwegen, Wirtschaftswegen, die zur Berufsverkehrszeit von Autos als Scheichweg genutzt werden, … , …, auch für den Alltags-Radverkehr als nutzbar zu bezeichnen und zu vermarkten ist verlogen und geht nach Hinten los.

    Wer sich auf diese roten Mini-Schildchen verlässt (die man im Dunkeln noch nichtmal finden kann) wird jegliche Umstellungsversuche von Auto auf Fahrrad nach dem ersten Versuch komplett einstellen.
    Bezeichnenderweise hat die Mini-Wegweisung die vorher auch für den Radverkehr gültige bewährte sichtbare und Umweg-freie”normale” Wegweisung nicht ergänzt, sondern nach und nach ersetzt!
    Dieser Unsinn dient meiner Meinung nach vor allem dazu die ganzen Streckensperrungen und entzogenen Wegweisungen zu kaschieren.
    Nahezu JEDE neue Ortsumgehung hat jetzt Fahrradverbot meist mit Z.254. Die ‘normale’ Beschilderung wird seit Jahren ausschliesslich nur noch für Autos gemacht.
    Bei Anfragen/Beschwerden wird man dann auf das tolle Radwegenetz NRW verwiesen. Einwände, dass das “Radverkehrsnetz” die Fahrtzeit meist ungefähr verdoppelt und bei schlechtem Wetter oft nichtmal benutzbar ist lösen nur Achselzucken aus.
    Was kam bei der Umstellung von normalem Strassennetz auf das sogenannte “Radverkehrsnetz” denn für die von A nach B Fahrer heraus?

    Längere Strecken gehen plötzlich nur noch mit ausführlicher GPS Vorbereitung PLUS Streckenkenntnis. Kein Kartensystem kann selektieren welche Wege für schnelle Räder mit schmalen Reifen überhaupt geeignet ist.
    Kein Kartensystem berücksichtigt die sich rasant vermehrenden Sperrungen mit Z.254, so dass man vor allem im überregionalen Verkehr dauernd auf gesperrte Streckenabschnitte geleitet wird.
    Immer mehr Strecken erhalten Fahrrad-Durchfahrtverbote, die ‘normalen’ Wegweisungen auf bundes- und Landesstrassen führen OHNE Alternativbeschilderung plötzlich auf Autobahnen, Kraftfahrstrassen oder mit Z.254 gesperrte Streckenabschnitte.
    Hauptsache die Autofahrer werden nicht mehr durch schnelle Radfahrer auf schnellen sicheren und komfortablen Fahrbahnen “belästigt”, die Tourismusindustrie erhöht die Umsätze und die Industrie verkauft mehr Heck-Rad-Träger für die meist automobil anreisenden “Radtouristen”.
    Ich gebe aber zu, dass zwei Gruppen von Radfahrenden das Problem mit der zerstörten Verlässlichkeit von Wegweisung nicht im geringsten nachvollziehen können: die touristischen FahrerInnen und die KurzstreckenfahrerInnen. Die Einen wollen halt (zusätzlich Karten- und GPS-benutzend) touristische Wegweisung auf ‘schöne’ Strecken bei ‘schönem’ Wetter, die Anderen brauchen eh keine Wegweisung, da sie sich auf ihren Kurzstrecken auskennen.
    Ich jedenfalls möchte, dass die gelben Schilder mit schwarzer Schrift endlich wieder AUCH für den Radverkehr eine verlässliche und verbindliche Wegweisung bringen. Direkte Verbindung, gute Fahrbahnoberfläche und Fahrbahnbenutzungsrecht inclusive.
    RadVERKEHR ist halt mehr als touristische Freizeitbeschäftigung auf Wurzelwegelchen mit umwegigen Mini-Wegweiserchen.

  7. avatar Markus MK sagt:

    Das Konzept für das Radverkehrsnetz fand ich eigentlich gut. Ich wünsche mir nur ehrlicher Weise Lücken, wenn dort noch unzumutbare Strecken verlaufen. Eventuell fehlen da einfach strengere Kriterien nach heutigen Maßstäben. Dann würde es auch gleich offensichtlich, wenn Kommunen dieses Netz und dessen Ausbau nicht als Verpflichtung ansehen.
    Und dann hängt’s auch immer an den örtlichen Scouts, was an die Verlage u. Behörden gemeldet wird. Es kommt ja durchaus vor, dass eine Kreuzung dicht gemacht, dann der Tunnel, dann die Brückenunterführung außerorts gesprerrt werden, dann fehlt plötzlich der Winterdienst auf den Umwegelchen u.s.w. Manchmal verschwinden die Schilder auch komplett…
    Wer in anderen Routenplanern z. B. “Rennrad” eingibt, wird vermutlich erfolgreicher vorankommen. Mit mir sind Routenplaner durch die Bank überfordert. An der Tankstelle eine ergänzende ADFC-Karte zu kaufen, kann aber auch schon mal schief gehen. Kürzlich erstand ich die vor-vor-letzte Ausgabe zum Normalpreis, die eigentlich schon seit zwei Jahren nicht mehr im Handel sein sollte.

    • avatar Norbert Paul sagt:

      Heute festgestellt: Der Radroutenplaner kennt als TOI die Universität Dortmund noch, die seit Jahren Technische Universität Dortmund heißt.

      • avatar Spinni sagt:

        Ich habe mir die ADFC Karten APP auf mein Smart Phone geladen und bin Samstag einfach mal spazieren gefahren. Ich war 4 Stunden am Niederrhein unterwegs, habe 80km zurückgelegt und wußte immer genau wo ich bin und wie ich wieder nach Hause komme. Wunderbar! Leider war mein Akku aber auch nach 4 Std. leer.
        Für mich ist diese Möglichkeit die beste die ich bisher probiert habe.

  8. avatar Thorsten Boehm sagt:

    NRW ist eben kein zentralistischer Staat.

    Die Auswahl der Radverkehrsnetz-Routen,
    ihre Herrichtung und Pflege,
    ihre mögliche Klassifizierung als kürzere Alltagsroute oder längere ruhigere/schönere Route,
    die Entscheidung zur Ausweisung beider Streckentypen,
    die Bestimmung der Schilderstandorte und -typen,
    die Qualitäts- und Zustandskontrolle
    liegen weitgehend in den Händen der Kommunen.

    Und so unterschiedlich sind denn auch die Ergebnisse.
    Die in den Kommentaren beschriebenen Schwächen in diesen Bereichen sind daher keine prinzipiellen Schwächen des Radverkehrsnetzes NRW und des Radroutenplaners NRW.

    Wer Fehler entdeckt, sollte zumindest versuchen, seine Erkenntnisse dort anzubringen, wo sie umgesetzt werden können, damit eine gute Idee auch mit Leben gefüllt werden kann, damit dauerhaft ein gutes Produkt entsteht.

    @ Ingo: Mit MacOS 10.4, 10.6 und 10.7 habe ich den Radroutenplaner ohne erkennbare Ausfälle nutzen können. Wenns bei Dir nicht klappt, liegt der Hase vielleicht noch woanders im Pfeffer.

    • avatar Michael Hüttemann sagt:

      1. hat das Meldeformular eine Weile nicht funktioniert. Dass es wieder funktioniert, hat auch damit zu tun, dass ich deswegen beträchtlichen Mail-Kontakt hatte.
      2. Änderungen an der Beschilderung habe ich mehrfach gemeldet; sie wurden aber in der Karte nicht geändert.
      3. Für die Beschilderung sind die Kommunen mitverantwortlich; das ist richtig – aber doch nicht für die Einträge in die Karte, den Routenplaner.
      4. Das Kartenwerk selbst ist nicht aktuell. Warum gibt’s nicht die Auswahl mehrerer Kataster? Die OpenSource-Karten sind oft aktueller und es gibt andere Vorteile. Das Landesvermessungsamt sollte aber auch über aktuelle Karten verfügen!
      5. Es ist wie oft: Für eine neues Projekt gibt es Fördergelder; für die Pflege fehlt dann das Geld, weil sich damit niemand profilieren kann. Und wer ist in diesem Fall zuständig? Wer anders als der Verkehrsminister und die Partei, die ihn stützt. Also denkt dran: richtig wählen und sich politisch engagieren!

    • avatar Norbert Paul sagt:

      Die in den Kommentaren beschriebenen Schwächen in diesen Bereichen sind daher keine prinzipiellen Schwächen des Radverkehrsnetzes NRW und des Radroutenplaners NRW.

      Ist es nicht eine prinzipelle Schäwche, dass das a) nicht einheitlich ist und dass es b) möglich ist, dass es teilweise katastrophal ist?

      • avatar Thorsten Böhm sagt:

        @ Norbert:

        Naja, ich will jetzt keine Begriffsklauberei betreiben, finde aber die Idee des Radverkehrsnetzes und des Radroutenplaners schon gut und die existierenden einheitlichen Vorgaben zu Routenwahl (z.B. umwegarm und witterungsunabhängig befahrbar bei Alltagsrouten) und Beschilderung zweckmäßig.

        Zumindest in meiner Stadt sind die Routen überwiegend alltagstauglich und sinnvoll gelegt, und auch so, dass sie nicht nur von routinierten Vielradlern genutzt werden können, die auch ohne das System klarkämen. Ich bin schon einige, mir unbekannte Strecken ohne Vorbereitung gefahren und akzeptabel ans Ziel gekommen. Gelegentlich habe ich aber auch mit dem Kopf schütteln müssen.

        Die Schwäche liegt in der Ausführung, daran dass viele Menschen/Kommunen beteiligt sind und deshalb trotz einheitlicher und zweckmäßiger Vorgaben keine einheitlich gute Qualität entsteht. Und teils auch daran, dass die Kommunen das landesweite Grundnetz trotz Ermunterung nicht durch kommunale Netze verfeinern.

        Darin unterscheidet sich das NRW-Projekt aber nicht von anderen öffentlichen oder privaten Projekten, an denen ebenfalls viele Menschen unabhängig von einander arbeiten und bei denen es keine einheitliche Qualitätskontrolle gibt. So gesehen wären alle diese Projekte von vornherein kritikwürdig. Die Qualitätskontrolle obliegt (leider?) den Nutzern, auch wenn man das als lästig empfinden mag.

        Dinge, die Alfons Krückmann beschreibt, weisen deutlich darauf hin, dass die betreffende Kommune keine Ahnung oder keine Lust hat oder dass es keine Nutzer gibt, die mit Nachdruck ihre Sachkenntnis einfließen lassen. Soll man das der Idee des RVN anlasten oder nicht doch dieser Kommune? Was wäre die Lösung?

        • avatar Michael Hüttemann sagt:

          Ja, die Beschilderung liegt in den Händen der Kommunen – nicht aber das zugrunde liegende Kataster und die Eintragungen darin. Die Eintragungen werden von einer beauftragten Firma erledigt, wenn es eben dafür einen Auftrag gibt. Es gibt zwar ein Meldeformular, aber Meldungen von mir wurden nicht eingearbeitet. Außerdem hat dieses Meldeformular längere Zeit nicht funktioniert und ich habe einige Mühe aufgewandt, um die Verantwortlichen von diesem Fehler zu überzeugen.
          Im Dezember wurde der Routenplaner ja komplett abgeschaltet und er stand auf der Kippe, ob er überhaupt weiter geführt wird.
          Das ist typisch: Für neue Projekte ist Geld da – damit kann man sich profilieren; aber die Pflege ist aufwendig und die Hände machen sich manche nicht so gerne schmutzig. Verantwortlich für den Routenplaner ist der Verkehrsminister. Dieser gehört einer Partei an, in der anscheinend immer noch nicht alle begriffen haben, dass es beim Radverkehr auch um soziale Gerechtigkeit geht und der Autowahn in die Sackgasse führt.
          Warum gibt es keine Wahlmöglichkeit für das Grund-Kataster? OpenSource-Karten sind in mancher Hinsicht geeigneter! Wie ich eingangs schrieb, es muss manches nachgebessert werden. Dafür braucht’s Geld – Geld aus dem Finanzministerium, dass andernorts für sinnlose Projekte verschwendet wird.

        • avatar Norbert Paul sagt:

          @Thorsten: Die Strecken können nichts anderes als ein Kompromiss sein und darum geht es mir nicht. Mir geht es um fehlende und schlecht aufgestellte Schilder, so dass ich sehr häufig die Strecke verliere.

          • avatar Thorsten Boehm sagt:

            @ Michael:
            Nicht nur die Beschilderung, sondern auch die Streckenwahl liegt in den Händen der Kommunen. Und sie sind auch in der Lage, eine als schlecht erkannte Strecke zu ändern. Und sei es aufgrund von Nutzerdruck.

            @ Norbert:
            Die einheitlichen Vorgaben legen eine regelmäßige Schilderschau im Abstand von drei Monaten nahe. Die Kommunen halten sich nicht daran.
            Ein Manko, das über das Radverkehrsnetz hinaus auch jede andere (auch touristische) Wegweisung hat, die nicht ordentlich gepflegt wird.

  9. avatar Michael Hüttemann sagt:

    Ja, die Beschilderung liegt in den Händen der Kommunen – nicht aber das zugrunde liegende Kataster und die Eintragungen darin. Die Eintragungen werden von einer beauftragten Firma erledigt, wenn es eben dafür einen Auftrag gibt. Es gibt zwar ein Meldeformular, aber Meldungen von mir wurden nicht eingearbeitet. Außerdem hat dieses Meldeformular längere Zeit nicht funktioniert und ich habe einige Mühe aufgewandt, um die Verantwortlichen von dem Fehler zu überzeugen.
    Im Dezember wurde der Routenplaner ja komplett abgeschaltet und er stand auf der Kippe, ob er überhaupt weiter geführt wird.
    Das ist typisch: Für neue Projekte ist Geld da – damit kann man sich profilieren; aber die Pflege ist aufwendig und die Hände machen sich manche nicht so gerne schmutzig. Verantwortlich für den Routenplaner ist der Verkehrsminister. Dieser gehört einer Partei an, die anscheinend immer noch nicht begriffen hat, dass es beim Radverkehr auch um soziale Gerechtigkeit geht und der Autowahn in die Sackgasse führt.
    Warum gibt es keine Wahlmöglichkeit für das Grund-Kataster? OpenSource-Karten sind in mancher Hinsicht geeigneter! Wie ich eingangs schrieb, es muss manches nachgebessert werden. Dafür braucht’s Geld – Geld aus dem Finanzministerium, dass andernorts für sinnlose Projekte verschwendet wird.

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