Unfallforscher sagen – Blogger fragen

Dabei gibt es nach Ansicht von Siegfried Brockmann, Chef der Unfallforschung der Versicherer, für das Tragen von Helmen gute Gründe. “Der ganz normale Radhelm entfaltet bis zu 25 Kilometern pro Stunde eine gute Schutzwirkung.” Zwar betreffen 75 Prozent aller Radunfälle nicht den Kopf. “Aber fast alle tödlichen oder schwersten Unfälle sind mit Schädelverletzung verbunden.”

Quelle:
t-online: Fahrradsaison beginnt: “Helm auf” findet nur wenig Anklang (via PresseRad@twitter)

  1. Aber vor was schützt der Helm denn gut, wenn der Kopf doch meist nicht betroffen ist?
  2. Gerade schnelle Radfahrer haben aufgrund des längeren Bremsweges ein höheres Risiko, nicht rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Was sollen die machen?
  3. Wären gerade bei den schweren Unfällen die Verletzungen tatsächlich durch einen Helm zu mindern oder verhindern? Ich denke da z. B. an Radfahrer, die unter einen LKW geraten.

 

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Über Norbert Paul

Norbert Paul ist seit Jahren ehrenamtlich journalistisch und verkehrspolitisch aktiv. Neben dem Engagement im ADFC war er auch schon über 10 Jahre Mitglied im Bundesvorstand von FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland. Von Dezember 2012 bis August 2013 war er Geschäftsführer des ADFC Dortmund, schilderte aber auch in dieser Zeit wie alle anderen Blogger hier in seiner Freizeit seine persönliche Sicht der Dinge. Er ist Redaktionsmitglied von Mobilogisch.
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4 Responses to Unfallforscher sagen – Blogger fragen

  1. avatar PresseRad sagt:

    Wem die Aussage des Chefs noch keine Runzeln auf die Stirn treibt, möge vielleicht mal hier weiterlesen. Zwar von 2012 aber nicht minder interessant:

    http://www.regensburger-orthopaedengemeinschaft.de/orthojournal/details-journal/artikel/sicherheit.html

  2. avatar Arthur Dent sagt:

    Ich hätte da noch ein paar Fragen mehr an den “Experten”:

    1.) Was ist mit “bis zu 25 Kilometern pro Stunde” genau gemeint? Die Fahrgeschwindigkeit oder die Aufprallgeschwindigkeit?

    2.) Woher stammt diese Erkenntnis?

    3.) Was heißt “fast alle” konkret? Für getötete Radfahrer liegen mir Zahlen vor, die besagen das “nur” ungefähr die Hälfte durch Kopfverletzungen getötet wurden. Ist 50% schon “fast alle”?

    4.) Wie erklärt sich der Experte, daß sowohl unter den verletzen wie auch getöteten Radfahrer Helmträger überrepräsentiert sind (im Vergleich zur Helmtragequote)?

  3. avatar Markus MK sagt:

    Merke: Fahrradhelme im Straßenverkehr sind nutzlos!

    Alle anders lautenden Artikel stören nachhaltig die Entwicklung des Fahrradverkehrs.

    Die Nützlichkeitsbehauptung für das nötige bisschen Sicherheit zur Verhinderung schwerer Kopfverletzungen ist zwar politisch korrekt. Aber die Belege dafür gibt es schlicht und einfach nicht, auch nicht in Thüringen oder Baden-Würtemberg.
    Selbst der Melonentest hat ja schon versagt…

    Diese ewigen Versuche, Obliegenheitspflichten herbeizufabulieren, die dazu führen, dass unschuldige Radfahrende nach einem Unfall auf einem beträchtlichen Teil ihres Schadens sitzenbleiben, werden hoffentlich bald nach einem rechtssicheren Revisionsuteil im Halse stecken bleiben.

  4. Pingback: Helmkritik und Helmempfehlung | ADFC Blog

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