Magdeburg ohne Ampelgriffe

Der Marler Ampelgriff (Foto: Jürgen Göttsche, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

Der Marler Ampelgriff (Foto: Jürgen Göttsche, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

In mindestens 53 Städten gibt es inzwischen die ausgezeichneten Ampelgriffe. Wie Dates Magdeburg in der Ausgabe April 2014 berichtet, regte der örtliche Fahrradhändler Carsten Neugebauer vor fünf Jahren zum 25jährigen Jubiläum seines Ladens eldoRADo an, wie in anderen Städten Ampelgriffe zu montieren. Nach einjährigem Schriftverkehr lehnte die Stadt die Maßnahme aus haftungsrechtlichen Bedenken ab.


Wie sind eure Erfahrungen mit der Verwaltung bei euch, wenn es um Vorschläge wie diesen geht?

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Über Norbert Paul

Norbert Paul ist seit Jahren ehrenamtlich journalistisch und verkehrspolitisch aktiv. Neben dem Engagement im ADFC war er auch schon über 10 Jahre Mitglied im Bundesvorstand von FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland. Von Dezember 2012 bis August 2013 war er Geschäftsführer des ADFC Dortmund, schilderte aber auch in dieser Zeit wie alle anderen Blogger hier in seiner Freizeit seine persönliche Sicht der Dinge. Er ist Redaktionsmitglied von Mobilogisch.
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3 Antworten zu Magdeburg ohne Ampelgriffe

  1. avatar Pedelecer sagt:

    Wieso sollte eine Stadt, die immer klamm ist, selbst kein Geld hat, um Instandhaltungen durch zu führen, ein Extra für Radfahrer installieren? Hieße das nicht, Radler weiterhin auf einer extra Spur? Gerade dagegen kämpfen wird doch: Radler und Pedelecer auf die Straße!
    Auf einer Straße mit Autos steht keine Ampel so nah, das man sich dieser festhalten könnte.Die armen Kämmerer müssen doch schon einen Extrafond bekommen, damit die Straßen und Brücken repariert werden können (http://www.welt.de/politik/deutschland/article127186309/Laender-wollen-Extra-Fonds-fuer-marode-Strassen.html) Von Radwegen, welche nicht mehr geteert werden, wollen wir gar nicht schreiben.
    Auch wenn sie viele Steuern eingenommen wurden wie noch nie (http://www.focus.de/finanzen/steuern/55-4-milliarden-euro-so-hohe-steuereinnahmen-gab-es-im-maerz-noch-nie_id_3791065.html) heißt das nicht, das für Radwege und Radfahrer etwas übrig bleibt. Die Altschulden sind längst nicht getilgt. NRW hat 135 Mrd. € Schulden!

  2. avatar MDler sagt:

    Am Geld kann es nicht liegen, weil Geld für neue Drängelgitter auf dem August-Bebel-Damm in Magdeburg war vorhanden. Auf dieser Straße gibt es übrigens Andreaskreuze für die parallele Hafenbahnstrecke. Die Schutzbügel für diese Verkehrszeichen sind perfekte Ampelgriffe, leider nur an dieser Straße.

    Ich bin grundsätzlich auch gegen Radwege, außer an vielbefahrenen Druchgangsstraßen.

    Die Stadtverwaltung weigert sich irgendeine Form von Vorbildrolle in Sachen Radverkehr zu übernehmen. Es geht nicht mal um große Finanzierungen. In Magdeburg kann man eigentlich recht gut Radfahren und sie Stadt hat beste Voraussetzungen für noch mehr Radverkehr, aber es besteht seitens der Stadtverwaltung scheinbar kein Interesse dies weiter zu fördern und die Stadt damit lebenswerter zu machen. Vorschläge in der Richtung werden regelmäßig abgeschmettert. Die Abschaffung der Radwegenbenutzungspflicht wird nur unter Protest umgesetzt und an vielen Stellen verhindert.

    Die meisten Baustellen werden immernoch mit “Radfahrer absteigen” beschildert.

    Heute stand in der Zeitung, dass sich der Stadtrat mit dem ADFC zerstritten hat. Das schwelte auch schon lange Zeit.

    http://www.volksstimme.de/nachrichten/magdeburg/1335892_Stadt-setzt-ADFC-den-Stuhl-vor-die-Rathaus-Tuer.html

    Es fehlen einfach ein paar mehr Radfahrer im Stadtrat.

    • avatar Norbert Paul sagt:

      In Bochum will die Verwaltung auch nichts mehr mit dem ADFC zu tun haben, weil die Radfahrerinteressen vertreten. Naja, war nicht so ausgedrückt lief aber darauf hinaus, was ich mal in einem offiziellen Text der bochumer Verwaltung las.

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