Reihe zu den Fahrradläden der Stadt

Die Basler Zeitung Tageswoche stellt aktuell die Fahrradhändler in der Stadt vor. Das ist eine nachahmenswerte Idee für die Presse nördlich der schweizer Grenze. Interessant finde ich aber auch, was für Läden es dort gibt. So wurde schon ein Laden mit dem Namen Obst & Gemüse vorgestellt.

Tatsächlich findet man sich beim Betreten […] in einem weitläufigen Raum mit einem sauberen, schwarzen Boden. Imposante Bilder der Tour de France von Tino Pohlmann zieren die Wände. Nebst Fahrrädern werden auch Kleiderstücke des englischen Rennvelo-Fashionlabels Rapha verkauft. […]

Er hat in Basel das grösste Sortiment an Cargobikes, das sind jene im Stadtbild immer häufiger werdenden Fahrräder mit einem eingebauten Wagen vorne – zum Transport von Kindern, aber auch von Waren, Instrumenten, Einkäufen und vielem mehr. Das modische Multifunktionsbike passe gut in die Velostadt Basel, finden Arm und Röthlisberger: «Auch wegen dem neuen Verkehrskonzept, das bald eingeführt werden soll, ist es wichtig, dass es funktionale Alternativen gibt.»

Doch die Fahrräder, die bei Obst & Gemüse verkauft werden, wollen mehr als nur funktionieren – es sind ausgesuchte Produkte […]. «Anfangs hatten wir tatsächlich vor allem jüngere Velofanatiker als Kunden», erinnert sich Arm. Doch in den letzten Jahren würden sich auch immer mehr ältere Leute und Familien für das Sortiment von Obst & Gemüse interessieren.

Es scheint auch andere Fahrradläden zu geben, die anders sind, als die Mehrheit (oder alle?) der Läden in Dortmund. So wird in einem anderen Artikel über den Laden Good Feeling berichtet.

Es mag ein eigenwilliger Name sein: «Good Feeling» für ein Velogeschäft. Doch zu Kerim Chebbah, dem Betreiber, passt er wie kein zweiter. Als Frohnatur möchte er allen seine gute Laune weiter geben, sei es seinem Team oder seinen Kunden. Dass sein Laden so heissen soll, war Chebbah deshalb schon klar, bevor er wusste, was für ein Geschäft er überhaupt eröffnen möchte. […]

«Good Feeling» steht seit einigen Jahren auch für Integration junger Menschen, die aus den Maschen der Gesellschaft gefallen oder gar nie in ihr angekommen sind. So wie der erste vergleichbare Fall, den Chebbah in seinem Team aufgenommen hat: ein junger Mann, der im Quartier als Orientierungsloser aufgefallen war. Chebbah sprach ihn an und und gab ihm eine Chance. Nach einer Anlehre bei «Good Feeling» wurde aus ihm später ein Automechaniker.  Während Menschen mit ähnlichen Biografien immer wieder Platz in Chebbahs Team finden, stösst der Laden an seine Kapazitätsgrenzen.

 

avatar

Über Norbert Paul

Norbert Paul ist seit Jahren ehrenamtlich journalistisch und verkehrspolitisch aktiv. Neben dem Engagement im ADFC war er auch schon über 10 Jahre Mitglied im Bundesvorstand von FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland. Von Dezember 2012 bis August 2013 war er Geschäftsführer des ADFC Dortmund, schilderte aber auch in dieser Zeit wie alle anderen Blogger hier in seiner Freizeit seine persönliche Sicht der Dinge. Er ist Redaktionsmitglied von Mobilogisch.
Dieser Beitrag wurde unter Radverkehr, Technik abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.