Stadt Dortmund hebt Fuß- und Radverkehr behindernde Parkplätze auf

FUSS e. V. Fachverband Fußverkehr Deutschland hat am 27.  04. 2014 die Stadt Dortmund darauf aufmerksam gemacht, dass die Restfläche für Fußgänger und Radfahrende auf dem für Radfahrende freigegebenen Fußweg an der Voßkuhle in Dortmund zu gering ist an einer Stelle, da dort Parkflächen eingezeichnet sind.

(Foto: Norbert Paul)

(Foto: Norbert Paul)

Bereits heute erhielt FUSS die Antwort der Stadt Dortmund, dass die von der Stadt gemessene Durchgangsbreite von 0,90 Metern auf Dauer zu gering sei und die Parkfläche auf 11 Metern Länge aufgehoben werde. Einzige Einschränkung: Wann die Umsetzung erfolgen kann, ist offen.

 

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Über Norbert Paul

Norbert Paul ist seit Jahren ehrenamtlich journalistisch und verkehrspolitisch aktiv. Neben dem Engagement im ADFC war er auch schon über 10 Jahre Mitglied im Bundesvorstand von FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland. Von Dezember 2012 bis August 2013 war er Geschäftsführer des ADFC Dortmund, schilderte aber auch in dieser Zeit wie alle anderen Blogger hier in seiner Freizeit seine persönliche Sicht der Dinge. Er ist Redaktionsmitglied von Mobilogisch.
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8 Responses to Stadt Dortmund hebt Fuß- und Radverkehr behindernde Parkplätze auf

  1. avatar Dominik sagt:

    Schade. Einfacher wäre es gewesen, das “Fahrräder frei” Schild abzunehmen.

    • avatar Norbert Paul sagt:

      Dann wäre es für Fußgänger doch immer noch zu eng. Versuch da mal von der Haltestelle aus mit den Tüten vom Einkaufen in der City langzugehen – oder gar zu zweit.

  2. avatar Pedalritter sagt:

    In Rostock finden sich sehr viele Gehwege, die sehr schmal sind. Das Tief- und Hafenbauamt verbreitet die Information, dass 1,50 m Gehwege Mindestmaß sind. Meine Messungen ergaben an einigen Straßen zwischen Vorgartenmauer und PKW-Stellplatz 1,30 m, zusätzlich durch Masten und Einbauten auf bis zu 1,00 m eingeengt. In einer anderen Straße bleiben den Fußgängern zwischen PKW und Rasen 0,80 cm. An einigen Stellen sind Gehwege 0,80 – 1,00 m und mittig der Laternenpfahl.

    Besonders dreist sind Gehwege von 1,30 m mit angrenzenden PKW-Stellplätzen von 1,60 m Breite, 40 -50 cm Abstand zu daran anschließenden 1,25 m Mobbingstreifen für Radfahrer neben Fahrspuren für Linienbusse mit 2,20 – 2,60 m Breite. Wo doch Busse 2,55 m und Mittelklasse-PKW 2,20 m Breit sind.

    Was kann man dagegen tun?

    Der Ortsbeirat will keine Parkplätze den Radfahrern opfern (lieber umgekehrt) und für das Stadtamt kommt Tempo 30 nicht in Frage, denn dann würde nur der § 1 der StVO gelten. Das kommt nicht in Frage, denn die Straße ist Hauptverkehrsstraße und der Verkehr muss fließen.

    Autoverkehr und die damit einhergehende Zerstörung des Lebensraums, des Lebens und der Gesundheit ist aber als “Allgemeinwohl” eingestuft und steht über dem Art. 1 der Deutschen Verfassung.

    Wirtschaftliche Interessen stehen vor der Würde des Menschen. Denn was wäre, wenn die Autos tatsächlich so langsam wie Radfahrer fahren müssten? Kaum jemand wäre dann bereit viel Geld für ein Fahrzeug auszugeben. An Produktion und Unterhalt der Fahrzeuge hängt ein großer Teil der Wirtschaft. ÖPNV und Radfahrer bringen kein Geld in die Kassen. Letztendlich geht es nur um Geld. Menschen gibt es genug auf der Welt.

    Einige Mitglieder des ADFC finden schlechte Radverkehrsanlagen besser als gar keine. Dem gegenüber steht euer Bericht “Unfallursache Radweg” vom 30.7.2013 von Klaus Kuliga. Warum aber fordert der ADFC immer wieder Sonderwege für Radfahrer? Sonderwege die nicht nur in schlechter Bauweise, sondern auch schlecht gewartet werden, so dass eine “Benutzung auf eigene Gefahr” nur möglich ist. Will Radfahrer aber den Weg nicht auf “eigene Gefahr” nutzen, so kann er nur auf seine Bewegungsfreiheit verzichten.

    • avatar Norbert Paul sagt:

      Also ich gehöre nicht zu den Mitgliedern die das so sehen. :-)

    • avatar Karsten Obrikat sagt:

      Der ADFC ist ein Verein für alle Radfahrer. Sofern werden auch die “Bordsteinfahrer” mit ihren Wünschen vertreten. Und ich kann auch ängstliche, meist ältere Radfahrer verstehen, die sich auf der Fahrbahn unwohl fühlen. Die Aufgabe des ADFC in den nächsten Jahren wird es sein, Gehwegradler über die Gefahren auf dem Hochbordgeh(-rad)weg aufzuklären und sie zum Fahren auf der Fahrbahn zu bringen.

      .

      • avatar Norbert Paul sagt:

        Ich sehe den ADFC auch als Verein aller Radfahrer, aber ich würde nicht sagen, dass man deshalb alle Wünsche vertreten muss und auch gar nicht kann (sonst würde man sich ja beständig selbst widersprechen). Man sollte die Motive/Ängste nicht lächerlich machen etc., aber ich wüsste nicht warum ich mich dafür einsetzen soll, dass Leute weiterhin was tun (dürfen), wozu es eine sichere Alternative gibt bzw. wo die Probleme anders zu lösen wären. Also: Satz 2 würde ich so nicht unterschreiben, alles andere schon. :-)

  3. avatar Markus MK sagt:

    Und wo es diese Alternativen in absehbarer Zeit nicht gibt oder Probleme nur unzureichend gelöst werden, wird weitergenörgelt, bis der Schrott zurückgebaut, der Verkehr beruhigt und die Mehrheitsradfahrende ihren Instikt überwindet? Das VPP trägt doch ziemlich klar die Handschrift eines Umweltverbandes und wurde auch von den Schwarz-Weiß-Denkenden einstimmig mitbeschlossen ;-) Und dafür zermatern wir uns das Hirn über die Eignung der “Methode Schutzstreifen auf Teufel komm raus” und “Besser per Fahrrad Schritt- als Autofahren”. Eine Verkehrswende tut ja eigentlich Not und je mehr heute auch trotz miserabler Infrastruktur umsteigen, desto größer wird der Handlungsdruck. Den Radverkehrsanteil auf einem niedrigen Nieveau zu halten – dafür sind wir nicht zuständig, sondern das BMVI…

  4. Pingback: Behindernde Parkplätze aufgehoben | ADFC Blog

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