Schönrechnen mit der CDU Dortmund

Während die CDU Dortmund sich wegen der Kosten skeptisch zeigt gegenüber dem Radschnellweg Ruhr, spielen diese beim Flughafen für die CDU in Dortmund traditionell nicht so die Rolle. In einer Pressemitteilung von heute ist mal wieder davon die Rede, dass irgendwann einmal der Flughafen auf dem Papier wirtschaftlich betrieben werden soll. Die erneute Ausweitung der Betreibszeiten sei aus Gründen des Wettbewerbs nötig und entsprechend durch neue Verbindungen auszunutzen. Trotz des vordergründlichen Optimismus, schlägt die CDU einen Trick vor, um den Gewinnn beim Flughafen Dortmund doch noch zeitnah auf das Papier zu bekommen. In der Pressemitteilung schlägt sie vor:

Weiterhin hält es die CDU-Fraktion für zum mindestens überprüfenswert, dass sich die Flughafengesellschaft perspektivisch aufspaltet in eine Betriebsgesellschaft und in eine Besitzgesellschaft. Der Kapitaldienst, also die Rückführung der Kredite und Verbindlichkeiten, die im Zuge des Ausbaus des Flughafens aufgenommen wurden, könnten über die Besitzgesellschaft abgewickelt werden. In der Betriebsgesellschaft könnte das operative Geschäft geführt werden. Hier dürften mittelfristig nach Einschätzung der CDU-Fraktion eventuell sogar Gewinne erwirtschaftet werden, so dass der Vorwurf der „Investitionsruine Flughafen“ ausgeräumt werden könnte, wirbt Monegel abschließend noch einmal dafür, dieses Modell auch mit Blick auf verbesserte Transparenz zumindest kritisch zu würdigen.

Warum nicht auch eine Radschnellweg Ruhr Betriebsgesellschaft, die die Kosten trägt und eine gewinnabwerfende Betreibsgesellschaft für Kioske, Radverleihe etc.?

avatar

Über Norbert Paul

Norbert Paul ist seit Jahren ehrenamtlich journalistisch und verkehrspolitisch aktiv. Neben dem Engagement im ADFC war er auch schon über 10 Jahre Mitglied im Bundesvorstand von FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland. Von Dezember 2012 bis August 2013 war er Geschäftsführer des ADFC Dortmund, schilderte aber auch in dieser Zeit wie alle anderen Blogger hier in seiner Freizeit seine persönliche Sicht der Dinge. Er ist Redaktionsmitglied von Mobilogisch.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Radverkehr abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Responses to Schönrechnen mit der CDU Dortmund

  1. avatar Pedelecer sagt:

    Warum nicht? Ist doch klar! Damit bleibt man nicht im Gedächtnis! Ein Radweg, wenn auch noch so lang oder breit, ist keines Ruhmes wert, ein Flughafen wird aber im Gedächtnis bleiben, ob mit Miesen oder als Erfolg nach Jahren des Steuergelds hineinpressen. Am Ende steht noch der Name es “Einleiters” dies Mißprojekts am Flughafen. Wie wäre es mit der Gründung eines Fördervereins für den Radschnellweg, Hr.Paul?

  2. avatar Norbert Paul sagt:

    Bisher gab es soetwas noch nicht und auch ein Radschnellweg ist ein großes Bauprojekt und damit als “Denkmal” geeignet. :-D

  3. avatar Robert Müser sagt:

    Die Gier nach der Macht vernebelt in Zeiten des Wahlkampfes gerne schon mal den Blick auf die Fakten, den Sinn und die tatsächlichen Folgen mancher Projekte …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.