ADAC: Dortmund besonders fahrradunfreundliche Großstadt

Der ADAC hat zwölf deutsche Großstädte auf ihre Fahrradfreundlichkeit testen lassen. Die NRW-Städte schnitten alle nicht besonders gut ab. Die Stadt Dortmund, die als einzige schlecht abschnitt bei der kommunalen Radverkehrsförderung, kam auf den letzten Platz. (s. hier und hier.)

Während die Autofahrer-Lobby der Autostadt Dortmund ein schlechtes Zeugnis ausstellt, was den Radverkehr anbelangt, bewirbt sich Dortmund um die Verlängerung der Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundlicher Städte NRW.

Zu den Pluspunkten von Dortmund wird auch die Kampagne „Radfahren in Dortmund – aber sicher!“ gezählt, an der der ADAC beteilgt war. Längst ist diese Kampagne heimlich eingestellt worden, wie ich hier berichtet habe.

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Über Norbert Paul

Norbert Paul ist seit Jahren ehrenamtlich journalistisch und verkehrspolitisch aktiv. Neben dem Engagement im ADFC war er auch schon über 10 Jahre Mitglied im Bundesvorstand von FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland. Von Dezember 2012 bis August 2013 war er Geschäftsführer des ADFC Dortmund, schilderte aber auch in dieser Zeit wie alle anderen Blogger hier in seiner Freizeit seine persönliche Sicht der Dinge. Er ist Redaktionsmitglied von Mobilogisch.
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9 Antworten zu ADAC: Dortmund besonders fahrradunfreundliche Großstadt

  1. avatar Philipp R. sagt:

    Eine Stadt wie Dortmund ist mir als Radfahrer allerdings deutlich lieber als eine, die in jede schmale Niesche einen Radweg quetscht….
    Ich komme aus einem 15 Tsd Einwohner-Dorf und fühle mich in Dortmund sicherer als dort. Insbesondere sind die Dortmunder Autofahrer aufmerksamer, was meiner Meinung nach an den vielen Radstreifen auf der Fahrbahn liegt oder daran, dass es insgesamt wenige Radwege gibt.
    Radfahrer gehören auf die Fahrbahn und da hat Dortmund den anderen Städten einiges voraus! Lieber “Nichtstun” als “irgendwas” zu tun, das an den Bedürfnissen des Radverkehrs vorbei geht.

  2. avatar Bob sagt:

    Soeben über Twitter auf die Stellungnahme der Stadt aufmerksam geworden:

    http://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/nachrichtenportal/nachricht.jsp?nid=316796

    • avatar Norbert Paul sagt:

      Danke für den Hinweis.

      ZUverlässig wird bei jeder Untersuchung von den Verliererstädten die Qualität in Frage gestellt, aber nicht von den Gewinnerstädten.

    • avatar Karsten Obrikat sagt:

      ADAC: Es stehen nur geringe Haushaltsmittel für den Radverkehr zur Verfügung.

      STADT: Hier muss konzidiert werden, dass aufgrund der angespannten Haushaltslage die Mittel in der Tat zurückgegangen sind. Dortmund beklagt wie viele andere Städte eine strukturelle Unterfinanzierung durch die übergeordneten staatlichen Ebenen. Deshalb muss gerade bei freiwilligen Aufgaben permanent gespart werden.

      Die haben immer noch nicht gerafft, dass sich die effektive Förderung des Radverkehrs unmittelbar bezahlt machen würde. Habe dafür eine schöne Exkursion für Kopenhagen gefunden:

      Dieses blöde Gejammere ums liebe Geld … aber für den defizitären Flughafen können 20 Mio im Jahr verpulvert werden …

      • avatar Karsten Obrikat sagt:

        Huch, falscher Fehler bei den Codes passiert. Mir fehlt es an Übung ;-)

      • avatar Norbert Paul sagt:

        Für die Mehrheit der Dortmunder Politiker sind Direktflüge nach Mallorca wirtschaftlich notwendige Infrastruktur und Radfahren eine Freizeitbeschäftigung … Wer logische Fehler findet, muss bis zur nächsten Wahl behalten. :-)

  3. avatar Robert Müser sagt:

    Hallo,
    verglichen mit anderen Städten im Revier oder seiner näheren Umgebung (Duisburg, Mülheim/Ruhr, ‘Radfahrerhölle’ Bochum oder Hagen) empfinde ich das Radfahren in Dortmund bei weitem nicht nicht so schlimm wie in den von mir benannten Orten.

    Und welchen Wert soll einer Prüfung durch den ADAC zumessen, der in diesem Jahr mit diversen Schlagzeilen auch nicht gerade geglänzt hat?

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