Sicher leiten statt gängeln: Dezenter Hinweis der Kommune, wie man am sichersten fährt

Ich bin davon überzeugt, dass eine Kommune durchaus Einfluss darauf hat, wie auf ihrem Gebiet Rad gefahren wird. (s. Schilderrätsel 19). So kann man die unverbindliche Piktogramme auf der Fahrbahn wie in Dortmund dazu missbrauchen, Radfahrende möglichst auf für Radfahrende freigegebene Gehwege zu leiten (die man leider nicht mehr als gemeinsame Radfahrer- und Fußgängerreservate ausschildern darf); dann darf man sich aber nicht wundern, wenn die Radfahrenden auch anderswo auf dem Gehweg unterwegs sind. Man kann mit den Piktogrammen auf der Fahrbahn aber auch sinnvolles anstellen:

(Foto: Norbert Paul)

Neu gestaltete Straße in Basel (Foto: Norbert Paul)

So “erzieht” man sich regelkonform und sicherheitsorientiert fahrende Radfahrende. Ein ähnliches Signal hat ja auch Soest mit dem Schutzstreifen auf der Fahrbahnmitte gesetzt.

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Über Norbert Paul

Norbert Paul ist seit Jahren ehrenamtlich journalistisch und verkehrspolitisch aktiv. Neben dem Engagement im ADFC war er auch schon über 10 Jahre Mitglied im Bundesvorstand von FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland. Von Dezember 2012 bis August 2013 war er Geschäftsführer des ADFC Dortmund, schilderte aber auch in dieser Zeit wie alle anderen Blogger hier in seiner Freizeit seine persönliche Sicht der Dinge. Er ist Redaktionsmitglied von Mobilogisch.
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2 Kommentare zu Sicher leiten statt gängeln: Dezenter Hinweis der Kommune, wie man am sichersten fährt

  1. avatar Klaus Kuliga sagt:

    Das sagen die ERA 2010 dazu:

    Bei der Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn im Zuge von Straßen mit straßenbündigem Bahnkörper sind durch die Lage der Rillenschienen (Sturzgefahr) und das starre Lichtraumprofil der Straßenbahn die Möglichkeiten der Fahrbahnaufteilung sehr eingeschränkt.

    Eine Führung im Seitenraum schließt die Konflikte mit dem Schienenverkehr weitgehend aus.

    Wo diese nicht umsetzbar ist, ist abhängig von den verkehrlichen Rahmenbedingungen die Führung rechts von den Gleisen zu prüfen.

    Bei baulichen Zwangslagen, welche eine Seitenraumführung nicht ermöglichen, kommen im Einzelfall auch die Möglichkeiten “Führung im Gleisbereich” oder “Führung unmittelbar rechts neben den Schienen” in Frage. Sie sollten möglichst auf kurze Abschnitte beschränkt oder regelmäßig Ausweichstellen vorgesehen werden, an denen der Radverkehr eine Straßenbahn überholen lassen kann.

    Die Führung im Gleisbereich kommt vor allem bei normalspurigen Bahnen in Frage, da mehrspurige Fahrräder in Gleisbereichen von nur 1,00 m Breite nicht ausreichend Platz finden.

    M.a.W.: Das ist eine Notlösung. Das spitzwinklige Überqueren von Schienen ist immer gefährlich.

    • avatar Norbert Paul sagt:

      1-Meter-Spurweite finde ich auch immer hacklig, aber mitten auf der Fahrbahn mitten zwischen den Gleisrillen fährt man in so einer Situation immer noch am besten. Anderswo fahren ist deutlich sinnvoller.

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