Fahrt auf die Sophienhöhe am 28.12.2014

Eigentlich vollkommen ungeplant fuhr ich am Sonntag, den 28.12.2014 auf die Sophienhöhe. Grund war das geniale Wetter. Strahlender Sonnenschein, trockene, aber klirrende Kälte. Also entschloss ich mich kurzfristig, statt Spinning eine Ausfahrt im Freien zu machen.

Als Ziel wählte ich die Sophienhöhe. Die Sophienhöhe ist eine Anhöhe mitten in der Jülicher Börde, also in einer ausgeprägten Tiefebene. Also stellt sich die Frage, wie die Erhebung denn wohl entstanden ist. Natürlich, wie das bei uns so üblich ist und wie ich ja auch schon an anderer Stelle zum nördlichen Teil des Villerückens berichtet habe, nicht natürlich. Sondern durch Tagebauabraum. Im Wesentlichen wurden die nicht verwertbaren Reste des Braunkohletagebaus Hambach auf Förderbänder und durch so genannte Absetzer an den nördlichen Tagebaurand verbracht und dort aufeinander geschichtet. So entstand die höchste Erhebung in der Bördelandschaft. Am höchsten Punkt etwas über 300 m hoch.

Von meinem Wohnort aus gesehen liegt die Sophienhöhe hinter der westlichsten Stadt des Rhein-Erft-Kreises, nämlich Elsdorf in Richtung Jülich. Google Maps half mir im Radfahr-Routenplanermodus, eine Strecke über die Römerstraße zu finden. Zunächst entlang der Erft nach Norden und dann nach Westen durch Bergheim, Grouven und Elsdorf. Hinter dessen Ortsteil Esch ging es dann deutlich sichtbar auf die Sophienhöhe zu.

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Die Fahrt bis zum Hügel verläuft durch flaches Gelände. An der Erhebung selber ändert sich das jedoch schlagartig. Das letzte Zeichen von Flachland ist ein Parkplatz am Fuß des Hügels. Von dort an geht es nur noch bergan. Und wenn ich bergan sage, meine ich auch bergan. Kaum eine Verschnaufpause, stramm gehen die Feldwege nach oben.

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Gut, dass ich mit meinem Sloope Mountain Bike unterwegs war, denn das lässt sich schon so herunter schalten, dass ich auch die steilsten Anstiege ziemlich locker schaffte. Ich schätze, dass es mehrere Stellen gab, die eine Steigung von mehr als 10% aufwiesen. Es ging aber immer weiter, wenn auch langsam.

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Mittlerweile ist der Hügel dicht bewaldet, allerdings sind die Bäume noch jung und die Stämme nicht zu dick.

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Oben lag Schnee, in einer geschlossenen Decke.

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Die Aussicht an der Stelle, an der ich meinen höchsten Punkt erreichte, war aber nicht so atemberaubend. Ich habe gelesen, dass es irgendwo einen Aussichtsturm geben soll, den fand ich aber heute nicht. Im Sommer werde ich es noch mal versuchen.

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Auf dem natürlich ebenso steilen Weg nach unten ging mein Vorderreifen platt. Also auch noch Reifenwechsel am Hang. Ging aber gut, den Rest der Fahrt klappte alles.

Zurück wählte ich eine andere Strecke. Zunächst über die alte, mittlerweile zu einem Radweg umgebauten Bandstraße Richtung Kraftwerk Niederaußem, dann entlang der Erft nach hause. Der Rückweg ist einen extra Blogeintrag wert. Kommt bald.

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Über Axel Fell

Ich fahre viel, viel Rad. Jeden Tag zur Arbeit und zurück und auch so alle Fahrten zu Zielen innerhalb von bis zu 80 km oder so. Ich poste alles rund um mein Radfahren auf http://biker-of-fortune.tumblr.com und https://www.facebook.com/warumichradfahre. Bin (eher verkehrspolitisch orientiertes) Mitglied im adfc und finde den Club super.
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