Öffentliche Fahrradpumpe am Rathaus Dortmund kommt aus Geldmangel ersteinmal nicht

Luftpumpe am Rathaus in Stuttgart (Foto:  Christine Lehmann)

Luftpumpe am Rathaus in Stuttgart (Foto: Christine Lehmann)

Bei DasFahrradBlog entdeckte ich eine fahrradfreundliche Maßnahme aus Stuttgart: Dort gibt es am Rathaus eine Fahrradpumpe in der Nähe der Fahrradständer. Ich schlug dann der Stadt Dortmund als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. das direkt zur Nachahmung vor, denn die Radständer am Rathaus sind in der Regel gut belegt oder gar überbelegt, so dass diese Möglichkeit sicherlich angenommen wird. Auch würde die Stadt so als gutes Beispiel für dortmunder Firmen voran gehen und diese zur Nachahmung dieser kostengünstigen Möglichkeit zur Förderung des Radverkehrs animieren.

Das wurde vom Tiefbauamt der Stadt Dortmund auch für gut befunden in der ersten Jahreshälfte. Eine kleine Nachfrage ergab jetzt, dass die Maßnahme aufgrund der Haushaltssperre auf Eis liegt.  Es gibt tatsächlich wichtigeres in Zeiten der Haushaltssperre.  Da die Stadt Dortmund mit Fußballmuseum und Archiv der Baukultur gerade die nächsten großen dauerhaften Ausgabenposten im städtischen Haushalt bekommt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Dortmund als letzte Ruhrgebietsstadt unter die Haushaltssicherung fällt und nur noch Pflichtaufgaben erfüllen darf und damit die öffentliche Pumpe nicht kommen wird. Jetzt schlägt die Stunde derjenigen, die gut im Auftreiben von Spenden sind oder die sich fahrradfreundlich gebenden Fraktionen könnten ein paar Resteuros zur Verfügung stellen. Kommt ihnen ja auch zugute. 😉

avatar

Über Norbert Paul

Norbert Paul ist seit Jahren ehrenamtlich journalistisch und verkehrspolitisch aktiv. Neben dem Engagement im ADFC war er auch schon über 10 Jahre Mitglied im Bundesvorstand von FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland. Von Dezember 2012 bis August 2013 war er Geschäftsführer des ADFC Dortmund, schilderte aber auch in dieser Zeit wie alle anderen Blogger hier in seiner Freizeit seine persönliche Sicht der Dinge. Er ist Redaktionsmitglied von Mobilogisch.
Dieser Beitrag wurde unter Alltag, Infrastruktur, Radverkehr, Technik abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

15 Kommentare zu Öffentliche Fahrradpumpe am Rathaus Dortmund kommt aus Geldmangel ersteinmal nicht

  1. avatar Christian Strupp sagt:

    Wenn die Stadt DO noch ein paar Euro für den Radverkehr übrig hat, dann sollte sie es in dauerhafte Dinge investieren, anstatt in ein Gerät, das wahrscheinlich nach vier Wochen kaputt oder geklaut ist. Eine Luftpumpe sollte jede(r) Radler(in) dabei haben. Eine Minipumpe kostet ab 5€ und passt in den Rucksack, ans Rad oder auch in die Handtasche.
    Und die hilft auch, wenn ein Reifen abseits einer Pumpstation schlapp macht.

    • avatar Norbert Paul sagt:

      Hallo Christian,

      außen ist doch nur ein Schlauch. Wenn den nicht gerade jemand mutwillig kaputt macht, sollte das lange halten und ich glaube, dass die meisten auf Dauer – gerade bei kurzen Strecken – eben ohne Pumpe unterwegs sind und außerdem taugen die billigen Pumpen meiner Erfahrung nach eben nicht wirklich.

    • avatar Philipp R. sagt:

      Die Pumpe bei der Radbude in der Nordstadt (!) steht schon lange. Daran sollte so etwas nicht scheitern. Der abgebildete Kompressor bereitet mir hingegen schon Bauchschmerzen. Für den Preis einer dieser Pumpen würde man wohl 4-5 Standardpumpen irgendwo aufstellen können die ihren Zweck genauso erfüllen.

  2. avatar Pedelecer sagt:

    Muss es immer die Öffentlichkeit einrichten oder bezahlen? Rufa-Sport Blum, Dormagen hat schon seit Jahren eine frei zugängliche Luftstation. Viele Tankstellen auch. Man braucht nur ein Autoventil am Reifen oder einen Adapter.

  3. avatar MF sagt:

    Man könnte auch -wenn man denn will-

    eine gute Standpumpe zur Verfügung stellen. Ein Modell aus Metall kann man dabei sogar relativ klausicher abschliessen, ohne die Funktionalität negativ zu beeinflussen. Kostenpunkt inkl. Schloss: ca. 150-200 EUR maximal.

    Eine öffentliche “Tanke” hat zudem den Vorteil, dass sie an tatsächlich hochfrequentierten Stellen mit vielen Radlern platziert werden kann. Nicht immer ist dort wirklich ein Laden.

    Beste Grüsse
    m

  4. avatar Schlumpf sagt:

    Und das ist auch gut so!

    Erstens wäre die schon längst dort verschwunden, geklaut oder …

    Der Staat hat nicht für das freie WLAN, kostenlose Luftpumpen etc. für privilegierte Personen zu sorgen. Diese Dinge sind privat zu regeln.

  5. avatar Schlumpf sagt:

    Das Klientel ist das gleiche? Überlege bitte mal.

  6. avatar Schlumpf sagt:

    Nein, Du hast die UNI Dortmund ins Spiel gebracht.

Schreibe einen Kommentar zu Christian Strupp Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.