Ein Meter oder so…?

Wer war denn schon einmal mit dem Fahrrad in Hamm? Dort war ja kürzlich die Landesversammlung.

Die Stadt Hamm hat nämlich eine Patenstadt namens Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee und dort gibt es interessante Neuigkeiten.

Der Umgang mit dem Thema Fahrrad scheint laut folgendem Artikel dort recht innovativ:

http://timesfreepress.com/news/local/story/2015/jun/07/3-feet-or-else/308339/

Wie bekannt ist das bei uns mit 1,50 m (mehr als 3 Fuß) Überholabstand via Rechtsprechung und wie wird dieses Recht praktisch umgesetzt?

Die Dorfpolizei wird danach suchen und in der StVO keinen Mindestabstand finden.

Oft frage ich mich unterwegs: „Wieviel Abstand war das jetzt?“…

Unser Bürgermeister sagt „Einen Meter hat man doch immer“…!?

Und so unterschiedlich sieht das dann in der Praxis aus:

Abstand

Am Tennessee River gibt es nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern hier geht die Polizei offenbar diesen Fragen auf den Grund.

Mit Sensor ausgestattete Fahrräder liefern Autofahrern wichtige Informationen über den Überholabstand und warnen vor Unterschreitung von Mindestabständen.

Der Abstand ist direkt in einem Display ersichtlich und es ertönt ein Warnton, wenn der Mindestabstand unterschritten wird.

Die Nutzung solcher technischer Möglichkeiten kann den Ursachen von  Befindlichkeiten im Radverkehr auf den Grund gehen und das Radfahren dort bestimmt langfristig angenehmer machen. Es gibt ja nicht überall Fahrbahnmarkierungen, deren Wirksamkeit ja auch nicht überall gegeben scheint.

Europäische Länder.sollten dies als Anreiz nehmen, sich mit dem Gebrauch solcher Systeme durch ihre Behörden zu befassen. Denn Abstand macht sicher!

Ebenso ist die Einführung derartiger Messmethoden in Kfz mit einem Warnton im Innenraum des Fahrzeuges bestimmt eine gute und wichtige Verständigungsmöglichkeit für die bedauerlich hermetisch abgeriegelten Fahrer mit ihrer Außenwelt.

Wir dürfen gespannt sein, bis soetwas auch in unserem Hightechland eingesetzt wird.

Und bitte immer bedenken bevor hier unnötig Stress aufkommt:

Einfach weiter Rad zu fahren ist 2000 x gefahrloser, als das Fahrrad als beste Mobilitätsform ungenutzt zu lassen.

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