Ströer widersetzt sich gegen den Abbau von gefährdenden Werbesäulen

Am Rheinufer steht direkt an einem viel zu schmalen Zweirichtungsradweg seit einiger Zeit eine Werbesäule von Ströer, die Sichtbeziehungen an einer Engstelle verhindert. Die Säule war bereits ein Thema in der WDR Lokalzeit:

Werbesäule am Agrippinaufer (Südbrücke). Foto: Marco Laufenberg

Werbesäule am Agrippinaufer (Südbrücke). Foto: Marco Laufenberg

Unser Mitglied Michael Hokkeler, der über eine Bürgereingabe bei der Bezirksvertretung Rodenkirchen bereits um Beseitigung einer anderen Säule gebeten hat, hat bei der Stadt nochmals um die Beseitigung der Werbesäule am Agripinaufer gebeten und bekam folgende unfassbare Antwort:

“Der Abbau der Werbesäule am Aggripinaufer ist von der Stadt bereits per Ordnungsverfügung an den Werbetreibenden weitergegeben worden und mit einer Zwangsgeldfestsetzung und unter Androhung einer weiteren Zwangsgeldandrohung belegt worden. Derzeit läuft am Verwaltungsgericht Köln ein Verfahren, angestrengt vom Werbetreibenden, gegen den Abbau der Werbesäule, diese Verfahren ist abzuwarten.”

Die Firma Ströer wehrt sich nun also nicht nur gegen den Abbau zur Diskussion stehender Werbeträger, die eine Gefahr für Leib und Leben von Verkehrsteilnehmern bedeuten, nein, sie widersetzt sich dazu auch noch behördlichen Anordnungen und verklagt die Stadt.

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Über Christoph Schmidt

Ich bin seit einiger Zeit radverkehrspolitisch in Köln tätig und kam über die Critical Mass Köln und das Thema Radverkehr zum ADFC Köln. Dort bin ich Vorsitzender des Kreisverbands mit über 3.600 Mitgliedern. Neben dem ADFC-Blog schreibe ich auch für unsere Zeitschrift fahrRAD! und die Sozialen Medien unseres Kreisverbands. Im Berufsleben bin ich IT-Unternehmer und dort fast ausschließlich mit Bahn und Rad unterwegs.
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2 Antworten zu Ströer widersetzt sich gegen den Abbau von gefährdenden Werbesäulen

  1. avatar E.T. sagt:

    Vorboten von TTIP?

    • avatar Thorsten Boehm sagt:

      Nee, denn dann würde der Rechtsstreit nicht vor einem ordentlichen Gericht, sondern vor einer privaten „Schiedsstelle“ sozusagen „verhandelt“ werden … ;-)

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