Sanierung der Kölner Zoobrücke zu Lasten des Radverkehrs

Reichlich Platz auf der Zoobrücke - für den Kraftfahrzeugverkehr. Foto: Wikimedia Commons

Reichlich Platz auf der Zoobrücke – für den Kraftfahrzeugverkehr. Foto: Wikimedia Commons

Die Zoobrücke ist die dritte große Sanierungsmaßnahme der Kölner Rheinbrücken, die in den letzten Monaten diskutiert wurden. Bei allen Sanierungen und Neubauten wurde der Radverkehr nicht ausreichend berücksichtigt.

Aktuell soll die Fahrbahn der Zoobrücke saniert werden. Die Fahrbahn wurde insbesondere durch den LKW-Verkehr über die Jahre massiv abgenutzt. Für den motorisierten Verkehr soll es bei der Sanierungsmaßnahme aber zu keinerlei Einschränkungen kommen. Alle sechs Fahrsteifen für Kraftfahrzeuge bleiben erhalten. Dies wird zu Lasten des Radverkehrs ermöglicht, indem dieser auf den Gehweg verlegt wird und der Radweg insbesondere von LKW benutzt werden soll. Weiterlesen

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Verkehrsführung in der Kölner Domumgebung

Zur Umsetzung der Verkehrsführung in der Kölner Domumgebung hat sich der Vorstand des Kölner Kreisverbands am Freitag an die Bezirksvertretung Innenstadt, den Verkehrsausschuss und die Stadtverwaltung gewandt:

Zwei Spuren für Autos, 80 cm Schutzstreifen für Radler

Zwei Spuren für Autos,
80 cm “Schutzstreifen” für Radler

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,
sehr geehrte Damen und Herren in Politik und Verwaltung,

wir sind ziemlich erbost über die desaströse Umsetzung der Verkehrsführung im Domumfeld. Wollen Sie weiter die autogerechte Stadt? Gab es nicht das Ziel eines mittelfristig gar autofreien Domumfelds? Wozu braucht es eine zweispurige Verkehrsführung am Weltkulturerbe Kölner Dom? Gab es außerhalb der Weihnachtszeit wirklich Probleme mit der Einspurigkeit in der Trankgasse? Warum wird der Radverkehr buchstäblich in die Gosse geschickt? Sie markieren eine nur 2 m breite Fahrspur für mind. 2 m breite Autos und 2,55 m breite Busse. Daneben ist nun ein 70-80 cm breiter „Schutzstreifen“ für Radfahrer während die Richtlinien klar und eindeutig 1,5 m vorschreiben. Wie sollen diese Versuche mit Menschen funktionieren? Warum fehlen alle Abbiegerelationen, die für den Radverkehr und die Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs wichtig sind? Weiterlesen

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Radschnellwege in NRW werden Landesstraßen gleich gestellt

Diese Woche hat der Landtag in NRW eine wichtige neue Regelung zu den geplanten Radschnellwegen im Land beschlossen.

Hier ein Zitat aus dem Beschlussentwurf zur Änderung des Straßen- und Wegegesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen

Radschnellwege sollen aufgrund ihres Ausbauzustands und ihrer Verkehrsführung attraktive Verbindungen für einen gemeinde- bzw. kreisübergreifenden Alltags- und Pendlerverkehr werden. Ihnen kommt daher eine den Landesstraßen vergleichbare regionale Verkehrsbedeutung zu, die eine Übernahme solcher Radschnellverbindungen in die Straßenbaulast des Landes erfordert. Entsprechende Regelungen fehlen jedoch im Straßen- und Wegegesetz.

Durch den Gesetzentwurf werden Radschnellverbindungen des Landes als eine eigenständige Kategorie der öffentlichen Straßen definiert, die den Landesstraßen gleichgestellt werden. Die Straßenbaulast wird – mit Ausnahme der Ortsdurchfahrten in Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von mehr als 80.000 – dem Land zugewiesen.

Dies bedeutet, dass das Land NRW die Planung, den Bau und den Unterhalt für die Radschnellwege übernimmt. So können auch klamme Gemeinden eine zukunftsfähige Infrastruktur entwickeln.

Hier der komplette Gesetzentwurf mit den Änderungen

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Stadt Köln baut Domumgebung zur NoGo-Area für Radfahrer um

Am Dienstag, 27.09.2016, wurden nach langer Baustellen-Zeit endlich die neuen Markierungen auf den Straßen „Trankgasse“ und „am Domhof“ zwischen dem Kölner Dom und dem Kölner HBF aufgebracht.

Domumgebung_3Doch statt einer versprochenen radfreundlichen Umgebung um das Weltkulturerbe, welches nach Wunsch der Oberbürgermeisterin Henriette Reker sogar eine autofreie Zone werden soll, mussten wir leider feststellen, dass es mal wieder heißt „es lebe das Auto!“. Keine durch den ADFC in der Planungsphase eingebrachten Hinweise, z.B. zur Einhaltung der Schutzstreifen-Regelmaße oder zum sicheren Abbiegen, wurden durch Politik und Verwaltung berücksichtigt!

Bereits während der Baustellenphase erkannte man die Prioritäten: 3x Grün für den Autoverkehr aus 3 Richtungen (= 1:26min), dann 1x Grün für Fußgänger (= 6 Sek). Baken verstellen Schutzstreifen.
Das entzieht sich jeder Logik im Sinne der Förderung des ÖPNV (hier Erreichbarkeit HBF) sowie Rad- und Fußverkehr, welche sich die Stadt im Strategiepapier „Köln Mobil 2025“ selbst auferlegt hat. Wir sind gespannt, wie die neuen Ampeln bald geschaltet werden – wir befürchten keine Besserung.

Die neuen Markierungen setzen nun aber noch einen drauf:

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DHL empfiehlt: absteigen, vorbei schieben, weiterfahren

Im April wurde in unserem Blog-Beitrag über das Parken von Paketdiensten im Allgemeinen und der Deutschen Post DHL im Besonderen auf Radverkehrsinfrastruktur berichtet. Daraufhin gab es einige Reaktionen in den sozialen Medien. Immer mehr Benutzer posteten falsch parkende DHL-Fahrzeuge. Es gab sehr wenig Reaktion von DHL dazu, während man gleichzeitig Kundenanfragen zu Paketen und anderen Themen zeitnah beantwortete. Eine Antwort von DHL war die Folgende:

Wir danken für diese Hinweise und nehmen diese auch ernst. Wir bitten aber auch um ein gewisses "Augenmaß".

Wir fragten mehrfach bei DHL nach. Was mit Augenmaß bei Gesetzesverstößen am Fließband gemeint ist, konnten oder wollten sie uns bis heute nicht erläutern, während das Social Media Team weiterhin alle Kundenanfragen zeitnah beantwortete.

Hey, @DHLPaket @DeutschePostDHL! Wir hatten einige Fragen gestellt und warten leider noch auf Antwort. #Falschparken @Autogerecht @wegeheld

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Baulich getrennte Radwege – aber sicher!

In Deutschland sind viele Radfahrer sehr kritisch gegenüber baulich getrennten Radwegen eingestellt und fahren lieber auf der Fahrbahn. Dies liegt zumeist an der schlechten Qualität der vor einigen Jahrzehnten gebauten Bordsteinradwege in unseren Städten und den damit verbundenen erhöhten Unfallzahlen insbesondere in Kreuzungsbereichen.

Eine Überraschung erlebte ich vor kurzem in Hossegor / Südfrankreich. Bei Wellenreitern ist die Stadt an der Atlantikküste wegen der guten Wellenbedingungen bekannt und gilt als das Mekka der Surfer in Europa. Unter Radfahrern wird die Stadt so gut wie keiner kennen, obwohl die dort realisierten Radverkehrsanlagen eine Qualität im Hinblick auf Komfort und Sicherheit haben, welche nahezu in keiner deutschen Stadt anzutreffen ist.

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Radfahren im Märkischen Kreis – Potential wird unterschätzt

Gerne würde ich auch mal etwas positives zum Radverkehr schreiben, meist meckere ich ja nur herum.

Nagut, hier das Positive

Im Zuge einer für meinen Beruf erforderlichen Führerscheinverlängerung habe ich im Frühjahr 2014 das Bürgerbüro des MK in Iserlohn aufsuchen müssen. Selbstverständlich wähle ich für diese Art von Strecken (ca. 10km) das Fahrrad als Verkehrsmittel. Dort angekommen fand ich aber keinerlei Abstellanlage für Fahrräder vor. Also schrieb ich an den Kreis mit der Forderung, eine sichere Anlage zu installieren, an denen man das Fahrrad anschließen kann. Kurz das Positive: es wurde gehandelt.

Jetzt geht das Gemeckere los

Ganz innovative Abstellanlage – war es zumindest einmal im Jahre 1960 Foto: ©Märkischer Kreis

In diesem Jahr musste ich dort wieder vorstellig werden. Natürlich bin ich auch diesmal mit dem Rad hin. Eine Abstellanlage habe ich nicht gefunden, also wiederholte ich meine Eingabe von vor zwei Jahren.
Die Antwort meiner Mail erhielt ich recht kurzfristig. Darin teilte man mir mit, man hätte auf meine damalige Forderung reagiert und im Frühjahr 2015 eine Abstellanlage installiert. Zur Verdeutlichung wurden mir sogar Fotos mitgeschickt.

Kein Wunder, dass ich diese “Abstellanlage” übersehen habe, das mache ich nämlich gerne mit “Felgenquetschen”. Fährt im Kreishaus niemand Rad? Wer gibt denn bitteschön soetwas in Auftrag? Das einig Positive: das Parkplatzschild. Auch wenn der Platz mit Rasengittersteinen ausgelegt wurde: wer latscht denn schon gerne ins (nasse) Gras? Weiterlesen

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Radfahren durch die Erdgeschichte – neue Infotafel am Tunnel Schee (Kohlenbahntrasse)

Wer mit dem Fahrrad zwischen Wuppertal und Sprockhövel hin und her fährt, kann seit Ende 2014 im Verlauf der Nordbahn- bzw. Kohlenbahntrasse komfortabel eine Röhre des ehemaligen Eisenbahntunnels Schee benutzen. Da Radler zumeist mit offenen Augen durch die Landschaft fahren, wird dem einen oder anderen unweit des nördlichen Tunnelausgangs (Unterführung Kuxloher Weg) direkt an der Trasse eine neue Infotafel aufgefallen sein. Sie steht dort seit dem 15. Juli und weist unter anderem darauf hin, dass der Tunnel neben seiner Qualität für Radler und Wanderer auch geologisch interessant ist. In den unvermauerten Nischen des Tunnels tritt nämlich eine im Meer entstandene Schichtenfolge des „Flözleeren Oberkarbons“ zutage, die sonst nirgends zusammenhängend zu studieren ist. Für die Tafel zeichnet der GeoPark Ruhrgebiet e.V. verantwortlich, unterstützt durch die Sprockhöveler Stadtverwaltung und die ‘Lokale Agenda 21 Sprockhövel’. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass der Abschnitt der Radtrasse auf Sprockhöveler Gebiet zukünftig unter dem Namen „Glückauf-Trasse“ beworben werden soll. Die Infotafel am Schee-Tunnel wird nicht die letzte sein, die der GeoPark an Radtrassen platzieren wird. Hinzu kommen geowissenschaftliche Themenrouten.

GeoPark Ruhrgebiet

Eröffnung der neuen Infotafel an der Kohlenbahn-Trasse, demnächst Glückauf-Trasse, in Sprockhövel (Foto: Katrin Schüppel, GeoPark Ruhrgebiet e.V.)

Eröffnung der neuen Infotafel an der Kohlenbahntrasse, demnächst Glückauf-Trasse, in Sprockhövel (Foto: Dierk Juch, GeoPark Ruhrgebiet e.V.)

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ADFC Düsseldorf schlägt OB Geisel einen gemeinsamen Besuch der “Fietsstad 2016 Nijmegen” vor

Nicht nur wegen spektakulärer Bauwerke wie dem “Snelbinder”, der Fahrradbrücke über die Waal – für VerkehrsplanerInnen ist Nijmegen allemal einen Besuch wert. Der ADFC Düsseldorf regt deshalb an, dass die Stadt Düsseldorf für Mitglieder des Ordnungs- und Verkehrsausschusses, der Fachgruppe Radverkehr, für MedienvertreterInnen und soweit möglich auch für interessierte BürgerInnen eine eintägige Exkursion nach Nijmegen organisiert und durchführt.

Hohe Radverkehrsanteile und niedrige Unfallrisiken für Radfahrer – wie schaffen die Holländer das?

“Auch Nijmegen hat vor Jahren einmal angefangen, sich konsequent für das Verkehrsmittel Fahrrad einzusetzen”, so Iris Franke, Vorsitzende des ADFC Düsseldorf, “und sicherlich gab es dort etliche Hindernisse zu überwinden. Eine Exkursion in die holländische Fahrradstadt Nr. 1 passt sehr gut zum Engagement der Stadt Düsseldorf für eine fahrradfreundliche Verkehrspolitik und natürlich aktuell für die Vorhaben Radhauptnetz und  Radschnellweg.”

Die Niederlande gelten als führende Fahrradnation Europas. Der ADFC will von der Erfahrung und dem Know-How profitieren. “Auch wenn eine Übertragbarkeit nicht einfach möglich ist: Wir alle lernen von Vorbildern. Lassen Sie uns gemeinsam von der Radbegeisterung und kreativen Radverkehrspolitik unserer Nachbarn profitieren, indem wir Ideen und Eindrücke für die eigene Arbeit sammeln”, sagt Lerke Tyra, stellvertretende Vorsitzende des ADFC Düsseldorf.

Nijmegen ist nur rund 120 km von Düsseldorf entfernt und ein beliebtes Radtourenziel nicht nur für AnwohnerInnen des Niederrheins. Am 19. Mai 2016 wurde Nijmegen als beste niederländische Fahrradstadt (“Fietsstad”) 2016 ausgezeichnet. Die begehrte Auszeichnung wird vom niederländischen Radfahrerverband (Fietserbond) für jeweils zwei Jahre vergeben. Nijmegen übernimmt den Titel von Zwolle und wird drüber hinaus 2017 Gastgeber der internationalen Fahrrad-Konferenz “Velo City” sein.

Bei Rückfragen und weiteren Auskünften zur Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an Lerke Tyra – 0163-633 4558 –  lerke.tyra( at )adfc-duesseldorf.de

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Völlig unkritisch: Fröhliches Rundradeln mit der kritischen Masse

Ingo Wolff (links) erhält von Andreas Domanski (Mitte) die Urkunde zum "Radler des Jahres".

Ingo Wolff (links) erhält von Andreas Domanski (Mitte) die Urkunde zum “Radler des Jahres”.

Heute war es wieder so weit: 3. Freitag im Monat und damit Zeit zum Rundradeln in Viersen. Also ab zum Gereonsplatz, wo man sich um 19:00 Uhr trifft. Nachdem in den letzten Monaten die kritische Masse, also 16 Teilnehmer, nicht erreicht worden sind, hatten wir für dieses Mal viel Werbung im ADFC gemacht. Mit Unterstützung aus Heinsberg, Mönchengladbach, Krefeld und Kempen erreichten wir heute über 40 Teilnehmer. Dafür einen herzlichen Dank!

Wir hatten nämlich vereinsintern aus gutem Grund getrommelt: Jährlich vergibt der ADFC Krefeld/Kreis Viersen die Auszeichnung “Radler des Jahres” an Personen, die sich in besonderer Weise für den Radverkehr verdient gemacht haben. In diesem Jahr fiel die Wahl auf Ingo Wolff, der sich für die CM-Veranstaltungen in Viersen engagiert. Auf seiner Webseite kritischemasseviersen.com bewirbt er die Veranstaltungen und berichtet darüber. Normalerweise verleihen wir die Auszeichnungen auf dem Niederrheinischen Radwandertag Anfang Juli. Auf dieser sehr touristisch geprägten Veranstaltung wäre eine Preisverleihung sicherlich schwierig gewesen, so dass wir uns entschlossen haben, die Urkunde anlässlich der heutigen Veranstaltung zu übergeben und mit tatkräftiger ADFC-Unterstützung auch dafür zu sorgen, dass die kritische Masse überschritten wird. Weiterlesen

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