Protected bike lanes? Complete Streets!

Complete Street auf Deutsch: Provinzialstraße, Dortmund.

Auf dem AGFS Kongress in Essen am 16.2.2017 hat Chefplaner David Smith aus Chicago in einem Vortrag mit vielen Bildern erklärt, was es mit den sagenhaften “Protected Bike Lanes” auf sich hat.

Im Grunde sind “Protected bike lanes” ganz normale Radfahrstreifen mit ein paar Plastikpömpeln. Das ist keine Sensation. Die Sensation steckt woanders.

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WDR: Dicke Luft in NRW-Stadten? Autos raus – aber sofort!

In einem 15 minütigem Beitrag berichtete der WDR in seinem Verbrauchermagazin MARKT unter dem Titel “Dicke Luft in NRW-Städten? Autos raus – aber sofort!” über den täglichen Verkehrskollaps in unseren Innenstädten.

Lerke Tyra, stellv. Vorsitzende des ADFC Düsseldorf stellt die Ideen und Forderungen des ADFC Düsseldorf vor.

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Beleuchtungsgadgets bei Vo kanne

Beleuchtungsgadgets                         

Das ZDF testete in der Sendung Volle Kanne Beleuchtungsgadgets auf ihre Funktion. Fachlich betreut wurde die Redaktion vom ADFC Technikexperten Stephan Behrendt. Getestet wurden die Felgenleuchten Revolights, die Satteltasche Aero Wedge iGlow von Topeak, die reflektierende Sprühfarbe Volvo Life Paint und die Winterhandschuhe Urban Allweather mit LED-Beleuchtung von Chiba.

Die Felgenleuchten Revolights für 229 Euro werden dauerhaft in die Felge montiert. Die exakte Montage des Ringes in Höhe der Felge ist zeitintensiv und erfordert Fingerspitzengefühl, der Ring muss so positioniert werden, dass die LEDs auch seitlich am Reifen vorbeistrahlen. Bei breiten Reifen ist das kaum zu erreichen. Außerdem besteht die Gefahr von Beschädigungen der Leuchtringe im Fahrradständer. Der Fahrer soll mit den Revolights nicht nur besser sichtbar sein, auch sein Weg soll besser ausgeleuchtet werden. Seitlich sind die Revolights extrem auffällig, vor dem Rad wird etwa der erste Meter halbwegs ausgeleuchtet; Hindernisse vor dem Rad werden kaum erkannt. Die Revolights sind für den Straßenverkehr nicht zulassungsfähig. Die laut Hersteller avisierte TÜV-Prüfung ist uninteressant, eine Zulassung muss beim Kraftfahrtbundesamt beantragt werden.

Auf der Rückseite der kleinen Satteltasche Aero Wedge iGlow von Topeak für 26,90 Euro leuchten auf Knopfdruck LEDs auf. Nachdem die mitgelieferten Knopfzellen gegen frische ausgetauscht waren, funktionierten die LEDs. Selbst im Stockdunkeln war das Licht allerdings maximal 20m weit erkennbar.

Die silberne Sprühfarbe Volvo / Albedo Life Paint für 29,99 Euro soll die Sichtbarkeit von Kleidung und Gegenständen durch Reflektion verbessern. Das Aufsprühen ist problemlos, die Reflektion ist auch auf großer Entfernung hervorragend. Der Farbauftrag ist aber nicht dauerhaft, durch leichtes Reiben geht der Auftrag wieder ab, leichte Rückstände bleiben aber sichtbar. https://www.amazon.de/Reflektierendes-Spray-INVISIBLE-BRIGHT-verschwindet/dp/B00VA1MOAC

Beim Winterhandschuh Urban Allweather mit LED-Beleuchtung von Chiba für 80 Euro werden durch Druck des Daumens auf den Zeigefinger LEDs auf dem Zeigefinger eingeschaltet. Mit ausgestrecktem Arm wird so auch bei Dunkelheit der Abbiegevorgang des Radfahrers angezeigt. Die Idee ist gut, die Handschuhe tragen sich angenehm und sind schön warm; die Aktivierung mit Fingerdruck funktionierte allerdings sehr unzuverlässig. Es scheint sich um ein Auslaufmodell zu handeln.

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Gastbeitrag Volksentscheid Fahrrad

Aus meiner persönlichen Sicht ist die Kampagne zum „Volksentscheid Fahrrad“ in Berlin die erfolgreichste zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland seit langer Zeit. Ich halte den “Volksentscheid Fahrrad” auch aus Sicht des ADFC für absolut unterstützungswürdig. Daher folge ich dem Aufruf von der Seite www.itstartedwithafight.de und veröffentliche hier den Gastbeitrag der Kampagne “Volksentscheid Fahrrad”. Weiterlesen

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ADFC Düsseldorf erhält Umweltpreis 2016 der Landeshauptstadt

v.l.: Altfried Inger, langjähriger Vorsitzender ADFC Düsseldorf, Iris Franke, jetzige Vorsitzende des ADFC Düsseldorfs nehmen von Helga Stulgies, Umweltdezernentin der Stadt Düsseldorf und Oberbürgermeister Thomas Geisel Urkunde und Scheck für den Umweltpreis 2016 entgegen.

Preisgeld 2.500 EUR wird in weiteres freies Lastenrad investiert

Für uns ist das Fahrrad das umweltfreundlichste, gesündeste und schönste Verkehrsmittel der Welt. Seit fast 30 Jahren engagiert sich der ADFC Düsseldorf für die konsequente Förderung des Radverkehrs, für eine lebenswerte Stadt mit menschenfreundlicher Mobilität, für Radbegeisterung in jeder Hinsicht.
Dafür wurden die vielen ehrenamtlich Engagierten nun mit dem Düsseldorfer Umweltpreis – Motto: “Mobil mit Stil – umweltfreundlich unterwegs!” – ausgezeichnet.

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Kölner Bürgerhaushalt 2016

Wie nun schon seit einigen Jahren wurde auch 2016 der sogenannte “Kölner Bürgerhaushalt” für freigeschaltet. Alle Bürgerinnen und Bürger können hier Vorschläge einreichen und diese bewerten. Für jeden Bezirk stehen 100.000 EUR im Haushalt bereit, wovon ausgewählte Vorschläge umgesetzt werden sollen.

Wie bisher auch in allen vorherigen Jahren sind Fahrrad-Themen sehr präsent. Dies zeigt, dass es nach wie vor große Defizite gibt und Köln noch lange keine fahrradfreundliche Stadt ist. Weiterlesen

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Kölns erster geschützter Radfahrstreifen

Was bisher geschah
Die Verwaltung hat begonnen, den ersten Punkt des 10-Punkte-Plans (die Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht auf den Ringen) umzusetzen. Der ADFC hat bei der Entwicklung dieses 10-Punkte-Plans entscheidend mitgewirkt und wird dessen vollständige Umsetzung auch weiterhin konstruktiv und kritisch begleiten – weil wir uns, nicht nur auf den Ringen, für eine Radinfrastruktur stark machen, die “sicheres, entspanntes und zügiges Radfahren für Kinder im Alter von acht Jahren bis hin zu Senioren jenseits der 80 Jahren” ermöglicht. Getreu unserem Leitbild: “engagieren wir uns für Radfahrende – unabhängig davon, ob sie viel oder wenig oder noch gar nicht Rad fahren. Wir setzen uns für alle ein, die im Alltag, in der Freizeit oder sportlich mit dem Fahrrad unterwegs sind.”

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Sanierung der Kölner Zoobrücke zu Lasten des Radverkehrs

Reichlich Platz auf der Zoobrücke - für den Kraftfahrzeugverkehr. Foto: Wikimedia Commons

Reichlich Platz auf der Zoobrücke – für den Kraftfahrzeugverkehr. Foto: Wikimedia Commons

Die Zoobrücke ist die dritte große Sanierungsmaßnahme der Kölner Rheinbrücken, die in den letzten Monaten diskutiert wurden. Bei allen Sanierungen und Neubauten wurde der Radverkehr nicht ausreichend berücksichtigt.

Aktuell soll die Fahrbahn der Zoobrücke saniert werden. Die Fahrbahn wurde insbesondere durch den LKW-Verkehr über die Jahre massiv abgenutzt. Für den motorisierten Verkehr soll es bei der Sanierungsmaßnahme aber zu keinerlei Einschränkungen kommen. Alle sechs Fahrsteifen für Kraftfahrzeuge bleiben erhalten. Dies wird zu Lasten des Radverkehrs ermöglicht, indem dieser auf den Gehweg verlegt wird und der Radweg insbesondere von LKW benutzt werden soll. Weiterlesen

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Verkehrsführung in der Kölner Domumgebung

Zur Umsetzung der Verkehrsführung in der Kölner Domumgebung hat sich der Vorstand des Kölner Kreisverbands am Freitag an die Bezirksvertretung Innenstadt, den Verkehrsausschuss und die Stadtverwaltung gewandt:

Zwei Spuren für Autos, 80 cm Schutzstreifen für Radler

Zwei Spuren für Autos,
80 cm “Schutzstreifen” für Radler

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,
sehr geehrte Damen und Herren in Politik und Verwaltung,

wir sind ziemlich erbost über die desaströse Umsetzung der Verkehrsführung im Domumfeld. Wollen Sie weiter die autogerechte Stadt? Gab es nicht das Ziel eines mittelfristig gar autofreien Domumfelds? Wozu braucht es eine zweispurige Verkehrsführung am Weltkulturerbe Kölner Dom? Gab es außerhalb der Weihnachtszeit wirklich Probleme mit der Einspurigkeit in der Trankgasse? Warum wird der Radverkehr buchstäblich in die Gosse geschickt? Sie markieren eine nur 2 m breite Fahrspur für mind. 2 m breite Autos und 2,55 m breite Busse. Daneben ist nun ein 70-80 cm breiter „Schutzstreifen“ für Radfahrer während die Richtlinien klar und eindeutig 1,5 m vorschreiben. Wie sollen diese Versuche mit Menschen funktionieren? Warum fehlen alle Abbiegerelationen, die für den Radverkehr und die Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs wichtig sind? Weiterlesen

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Radschnellwege in NRW werden Landesstraßen gleich gestellt

Diese Woche hat der Landtag in NRW eine wichtige neue Regelung zu den geplanten Radschnellwegen im Land beschlossen.

Hier ein Zitat aus dem Beschlussentwurf zur Änderung des Straßen- und Wegegesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen

Radschnellwege sollen aufgrund ihres Ausbauzustands und ihrer Verkehrsführung attraktive Verbindungen für einen gemeinde- bzw. kreisübergreifenden Alltags- und Pendlerverkehr werden. Ihnen kommt daher eine den Landesstraßen vergleichbare regionale Verkehrsbedeutung zu, die eine Übernahme solcher Radschnellverbindungen in die Straßenbaulast des Landes erfordert. Entsprechende Regelungen fehlen jedoch im Straßen- und Wegegesetz.

Durch den Gesetzentwurf werden Radschnellverbindungen des Landes als eine eigenständige Kategorie der öffentlichen Straßen definiert, die den Landesstraßen gleichgestellt werden. Die Straßenbaulast wird – mit Ausnahme der Ortsdurchfahrten in Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von mehr als 80.000 – dem Land zugewiesen.

Dies bedeutet, dass das Land NRW die Planung, den Bau und den Unterhalt für die Radschnellwege übernimmt. So können auch klamme Gemeinden eine zukunftsfähige Infrastruktur entwickeln.

Hier der komplette Gesetzentwurf mit den Änderungen

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